• 23.09.2026, 09:00:48
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BMWKMS: Outstanding Artist Awards 2026 – Die Preisträger:innen

Babler: „Ihre Arbeiten stehen für eine Kunst, die bewegt, inspiriert und den Mut hat, neue Wege zu gehen."

Wien (OTS) - 

Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gibt die Preisträger:innen des diesjährigen Outstanding Artist Awards bekannt. Die Vergabe erfolgt an folgende Künstler:innen bzw. Kollektive und Kulturinitiativen: Cäcilia Brown (Bildende Kunst), Stefanie Sourial (Darstellende Kunst), Johanna Pichlbauer (Design), Nicola Johanna von Leffern & Jakob Carl Sauer (Regie-Duo) (Dokumentarfilm), materialnomaden gmbh (experimentelle Tendenzen in der Architektur), Miriam Bajtala (Innovativer Film), Michaela Konrad (Karikatur und Comics), Lena Raubaum (Kinder- und Jugendliteratur), Kulturvereinigung Friedhofstraße 6 / Stadtwerkstatt (Kulturinitiativen), Julia Gaisbacher (Künstlerische Fotografie), Carolina Schutti (Literatur), Eva Jantschitsch (Musik), SAGAN vienna (experimentelles Modedesign) und MAI LING - Verein zur Förderung von Zeitgenössischer, asiatischer Kunst und Kultur (Medienkunst). Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

„Der Outstanding Artist Award würdigt Persönlichkeiten, deren künstlerische Arbeit weit über den Moment hinauswirkt. Sie stellen Vertrautes infrage, eröffnen neue Perspektiven und verändern unseren Blick auf Gegenwart und Zukunft. Die diesjährigen Auszeichnungen stehen für außergewöhnliche künstlerische Qualität, für Mut zur Veränderung und für die Kraft eigenständiger Positionen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und relevant Kunst heute ist – als Ausdruck persönlicher Haltung ebenso wie als Spiegel und Impulsgeberin unserer Gesellschaft.

Mit dem Outstanding Artist Award machen wir jene Stimmen sichtbar, die den künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs bereichern, neue Denk- und Gestaltungsräume eröffnen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung leisten.

Ich gratuliere allen diesjährigen Preisträger herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Ihre Arbeiten stehen für eine Kunst, die bewegt, inspiriert und den Mut hat, neue Wege zu gehen“, so Vizekanzler, Kunst- und Kulturminister Andreas Babler.

Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport vergibt jedes Jahr den Outstanding Artist Award an Künstler:innen, deren eigenständiges und bedeutendes Gesamtwerk besondere Anerkennung verdient. Ausgezeichnet werden Kunstschaffende, deren Arbeiten über die österreichischen Grenzen hinaus Wirkung entfalten und durch ihre künstlerische Qualität und Relevanz hervorstechen. Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Preis wird in unterschiedlichen künstlerischen Sparten verliehen. Die Ermittlung der Preisträger:innen obliegt unabhängigen Fachjurys. Die Preisverleihung findet am 26. November in Wien statt.

Die Preisträger:innen des Outstanding Artist Awards 2026 im Detail

Cäcilia Brown (Bildende Kunst)

Cäcilia Brown erweitert in ihrer künstlerischen Praxis die Möglichkeit der Bildhauerei, indem sie Material, Raum und Umwelt auf ungewöhnliche Weise miteinander in Beziehung setzt. Sie untersucht menschliche Körperformen in Relation zu Architektur und thematisiert kollektive Prozesse und Ordnungen, die in Systemen von Bauwerken und industriellen Produktionsweisen eingeschrieben sind. Ihre Skulpturen und Installationen bespielen den Raum mit großer konzeptueller Kraft. Sie entwickeln sich aus dem öffentlichen Raum und seinen persönlichen Spuren, die Cäcilia Brown aufgreift, sichtbarmacht und in ihre künstlerische Arbeit überführt. Website: caeciliabrown.net

Stefanie Sourial (Darstellende Kunst)

Stefanie Sourial bewegt sich mit beeindruckender Leichtigkeit zwischen unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen: Theater, Performance, Kabarett und Musik. Wer sie auf der Bühne erlebt, ist fasziniert von ihrer virtuosen Bühnenpräsenz, ihrer klugen Erzählkunst und der Vielschichtigkeit ihrer Darbietung. Sourials langjährige künstlerische Praxis verbindet inhaltliche Präzision mit emotionaler und politischer Dringlichkeit. In ihren Performances untersucht sie die Beziehungen zwischen Körper, Sprache, Bild und sozialem Raum und verhandelt Fragen von Identität, Sichtbarkeit, Macht und Zugehörigkeit. Mit Sensibilität, Konsequenz und feinem Humor entwickelt sie Werke, die kritische Reflexion und unmittelbare Erfahrung verbinden. Ihre Performances eröffnen Räume der Begegnung, in denen gesellschaftliche Realitäten sichtbar werden und neue Perspektiven entstehen. Sourials künstlerische Praxis zeichnet sich durch konzeptionelle Klarheit, gesellschaftliche Relevanz und eine unverwechselbare künstlerische Handschrift aus und setzt zugleich überzeugende neue Impulse für die Performancekunst in Österreich. Website: stefaniesourial.com

Johanna Pichlbauer (Design)

Johanna Pichlbauer zählt zu den vielseitigsten Protagonistinnen der aktuellen österreichischen Designszene. Mit ihrem experimentellen Ansatz erweitert sie die Möglichkeiten des Designs durch eine interdisziplinäre Praxis, die Objekte, Ausstellungen, kuratorische Projekte, Forschung und Texte umfasst. Dabei hinterfragt sie etablierte Vorstellungen von Design, ohne die Disziplin selbst aus den Augen zu verlieren. Spielerisch und zugleich präzise widmen sich Pichlbauers Arbeiten den Geschichten und der Poetik des Alltäglichen, Verdeckten und Unscheinbaren. Sie spüren dem vielschichtigen Zusammenspiel von Menschen und Objekten, Technologien und Gesellschaft nach und geben dabei Erzählungen Raum, die in einer zunehmend rationalisierten und technokratischen Welt leicht aus dem Blick geraten. Ihr reflektierter und zugleich kooperativer Zugang bringt unterschiedliche Perspektiven produktiv zusammen und stärkt so das Verständnis von Design als gesellschaftlichem Akteur. Website: johannapichlbauer.com

Nicola Johanna von Leffern & Jakob Carl Sauer (Regie-Duo) (Dokumentarfilm)

Nicola Johanna von Leffern & Jakob Carl Sauer überzeugen mit einem feinfühligen, ideenreichen und visuell präzisen filmischen Blick, der ihren Protagonist:innen stets mit Zärtlichkeit begegnet. Besonders in To Close Your Eyes And See Fire wird ihr Talent spürbar: Das kollektive Trauma der Menschen Beiruts wird in eine unmittelbar sinnliche audiovisuelle Erfahrung übersetzt. Innere Zustände, Erinnerungsfragmente und emotionale Spannungsräume werden dabei nicht nur erzählt, sondern auf eindringliche Weise spürbar gemacht. So erweitern die Filmemacher:innen das Dokumentarische konsequent und eröffnen neue, zeitgemäße Zugänge zum Kino. Ihre präzise und originelle Bildsprache zeigt sich nicht nur in ihren dokumentarischen Arbeiten, sondern auch in Kurzfilmen und Musikvideos, in denen sie die Verbindung von Musik und Film auf eigenständige Weise weiterdenken. Mit feinem Gespür für Rhythmus, Atmosphäre und visuelle Komposition sowie einem mutigen Blick auf unterrepräsentierte Geschichten bereichern sie den heimischen Film nachhaltig. Website: vimeo.com/nicolavonleffern

materialnomaden gmbh (experimentelle Tendenzen in der Architektur)

Materialnomaden gmbh zeigen mit ihren Projekten das gestalterische Potenzial der Wiederverwendung und verbinden dabei urbane Transformation, soziale Verantwortung und hohen gestalterischen Anspruch. Dabei schaffen sie nicht nur konkrete Objekte und Projekte, sondern entwickeln zugleich Strukturen, denken in Prozessen und erproben skalierbare Methoden für eine ressourcenschonende Baupraxis. Die Jury würdigt besonders, wie das Kollektiv experimentelle Ansätze mit praktischer Umsetzbarkeit verbindet und damit neue Wege für Architektur und Baukultur eröffnet. Mit ästhetisch anspruchsvollen Interventionen machen materialnomaden gmbh exemplarisch sichtbar, welches gestalterische Potenzial in der Wiederverwendung von Materialien steckt. Ihre Arbeiten sind gebaute Beispiele und zugleich Impulsgeber für ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Denken. Website: materialnomaden.at

Miriam Bajtala (Innovativer Film)

Miriam Bajtala steht für eine unverwechselbare künstlerische Handschrift und formale Konsequenz, mit denen sie die Möglichkeiten des Films erweitert und gesellschaftlich relevante Themen in eine eigenständige ästhetische Filmsprache übersetzt. Viele ihrer Filme zeigen, wer gehört und gesehen wird und wie Bilder soziale Ungleichheiten beeinflussen. Dabei macht sie auch unsichtbare Arbeit, wie Carearbeit, migrantische und künstlerische Arbeit und deren strukturelle Bedingungen, sichtbar. Besonders ihr jüngster Film Becoming Outline beeindruckt und berührt zugleich. Bajtala verbindet autobiografisches Material mit performativen Elementen zu einer außergewöhnlichen filmischen Erfahrung. Fragen von Herkunft, Migration, Klassenzugehörigkeit, weiblicher Sozialisation und Identität werden in Becoming Outline nicht nur erzählt, sondern durch Bildkomposition, Montage, Materialität und bewusste Leerstellen erfahrbar gemacht. Im Film kreiert sie Räume, die zunächst leer erscheinen, und macht in ihnen soziale, historische und körperliche Spuren und Einschreibungen spürbar. So werden persönliche Erinnerungen zu einer Reflexion über gesellschaftliche Verhältnisse. Website: miriambajtala.org

Michaela Konrad (Karikatur und Comics)

Die multimedial arbeitende Künstlerin Michaela Konrad bewegt sich souverän zwischen Sci-Fi, Pop Art, Comic und Karikatur. In ihren Bildern begegnen sich Mid-Century-Ästhetik und zeitgenössische Perspektiven. Kunsthistorische Zitate werden dabei nicht nostalgisch eingesetzt, sondern treten in einen lebendigen Dialog mit dem Medium Comic und aktuellen Fragestellungen. Konrads Werke funktionieren nicht nur im publizistischen Kontext, sondern überzeugen ebenso im Ausstellungsraum – zuletzt eindrucksvoll in der Albertina modern und im Museum Wilhelm Busch in Hannover. Durch den klugen Einsatz der Augmented-Reality-Plattform Artivive erweitert die Künstlerin ihre Arbeiten in den Raum und bewirkt hierdurch eine Intensivierung des Eindrucks ihrer analogen Zeichnungen. Ihre Arbeiten verbinden humorvolle Schärfe mit gesellschaftlicher Relevanz und greifen politische wie kulturelle Themen pointiert auf. Website: michaelakonrad.com

Lena Raubaum (Kinder- und Jugendliteratur)

Lena Raubaum ist ausgebildete Schauspielerin, diplomierte Sprecherin und nach eigenen Worten „Wortliebhaberin, Buchverfasserin, Stimmverleiherin und Bühnenbespielerin“. Ihre große Stärke besteht darin, mit ihrer feinfühligen, behutsamen und oft wohltuend entschleunigenden Poesie Jung und Alt gleichermaßen zu begeistern. Sowohl bekannte Klassiker aus ihrem umfangreichen Werk als auch Neuerscheinungen der letzten Zeit wie Komm, ich trag dich ein Stück, sagte die Schildkröte (2025) oder Schlich ein Puma in den Tag (2025) wurden auch international vielfach beachtet, positiv rezensiert und mehrfach ausgezeichnet. Lena Raubaum verfügt über ein seismographisches Gespür für relevante Themen sowohl für aktuelle als auch für zeitlose. Sie setzt ihre Ideen meisterhaft und zugleich kindgerecht um. Ihre Sprache ist ausdrucksstark und voller feiner poetischer Impulse. Wortschöpfungen wie schritteleise, pfotenweise laden Kinder durch das spielerische Zusammenspiel von Klang und Bedeutung zum Staunen, Genießen, Nachdenken und Weiterdenken ein, und eröffnen ihnen immer wieder neue Perspektiven, genauer hinzuschauen und selbst kreativ zu werden. Website: lenaraubaum.com

Kulturvereinigung Friedhofstraße 6 / Stadtwerkstatt (Kulturinitiativen)

Seit 1979 ist die Stadtwerkstatt ein Ort für Medienkunst, autonome Kultur und gelebten Widerstand gegen autoritäre Strukturen und bürgerliche Konventionen. Frauen haben diese Geschichte maßgeblich mitgeprägt, ihre Bedeutung und Sichtbarkeit blieben dabei jedoch lange hinter ihrem tatsächlichen Beitrag zurück. Mit dem Film Herzblutwiese legen Tanja Brandmayr und Claudia Dworschak nun ein Werk vor, das diese Lücke nicht nur benennt, sondern künstlerisch füllt. Der Film ist eine 113-minütige feministische Landnahme: eine Wiese, auf der Erinnerungen, Archivmaterialien und Deutungen aus fast einem halben Jahrhundert ausgebreitet und neu zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Herzblutwiese ist kein klassischer Dokumentarfilm, sondern ein feministisches Manifest über die Stadtwerkstatt, das sichtbar macht, was übersehen wurde: Frauen und queere Menschen waren von Anfang an prägend beteiligt, kämpften um Räume, Sichtbarkeit und eigene künstlerische und politische Ausdrucksformen. Der Film weist dabei keine Schuld zu, sondern hält Widersprüche, Lücken und Brüche aus und verwandelt sie in Kunst. Der Film ist ein Katalysator für neue Erzählungen und Debatten über das Verhältnis von Feminismus, Kunst und Politik. Website: stwst.at

Julia Gaisbacher (Künstlerische Fotografie)

In ihrer künstlerischen Praxis untersucht Julia Gaisbacher Wohn- und Lebensräume als historisch gewachsene und gesellschaftlich geprägte Orte. Ausgehend von der Fotografie verbindet sie umfassende Recherchen mit langfristigen Beobachtungen und macht dabei das Zusammenspiel von Architektur, Erinnerung und menschlichen Lebenswelten sichtbar. Ihre Arbeiten umfassen Fotografien, Installationen, Filme und Fotobücher, die einen zentralen Bestandteil ihrer künstlerischen Praxis bilden und vielfach ausgezeichnet wurden. Dazu zählen One Day You Will Miss Me (Camera Austria, 2021) das sich mit urbanen Transformationsprozessen in Belgrad auseinandersetzt, My Dreamhouse is not a House (The Velvet Cell, 2023) über den Grazer Architekten Eilfried Huth und den sozialen Wohnbau seit den 1970-er Jahren sowie Hanne Darboven. Am Burgberg (Hatje Cantz Verlag, 2025), das in präzise komponierten Schwarz-Weiß-Fotografien dem Vermächtnis der deutschen Konzeptkünstlerin Hanne Darboven nachspürt. Julia Gaisbacher ist nicht nur künstlerisch hoch aktiv, sondern engagiert sich auch kontinuierlich für die österreichische Fotografieszene. Durch ihre Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie ihre Mitarbeit in Fachinstitutionen wie Camera Austria leistet sie einen wichtigen Beitrag zum fotografischen Diskurs. Website: juliagaisbacher.com

Carolina Schutti (Literatur)

Carolina Schuttis Schreibstil zeichnet sich durch genaue Spracharbeit, sorgsam komponierte Texte, hohe Musikalität, Rhythmus und Formbewusstsein aus. Das Werk der Autorin umfasst Romane, Erzählungen, Lyrik und Hörspiele. In poetischer Sprache und in leisen, eindrücklichen Tönen verhandelt Schutti Erfahrungen des Menschseins, wie Kindheit, Erwachsenwerden, Einsamkeit, Tod, das Aushalten von seelischer Gewalt und die Auswirkungen von fehlender Empathie. Dabei verfolgt sie stets den Anspruch, durch das Zusammenspiel von Sprache und Form tiefere Bewusstseinsschichten der Lesenden zu erreichen. Ihr Schreiben lädt dazu ein, sich der Lektüre mit Langsamkeit und Achtsamkeit zu widmen. Literatur kann Themen setzen und darüber erzählen, sie kann aber auch den Blick auf die Sprache richten und die Lesenden damit zum Stolpern, Innehalten und zur Reflexion bringen. Website: carolinaschutti.at

Eva Jantschitsch (Musik)

Eva Jantschitsch, Musikerin, Komponistin und Performerin, bewegt sich mit großer Selbstverständlichkeit an den Schnittstellen von Pop, Theater, Performance und Film. Unter dem Namen Gustav entwickelte sie zunächst eine prägnante künstlerische Position im österreichischen Popkontext, bevor sie sich zunehmend von dessen Mechanismen entfernte und ihre Arbeit in Richtung einer vielschichtigen, weniger öffentlichkeitsorientierten Praxis weiterentwickelte. Ihre Arbeiten verbinden musikalische Präzision mit performativer Präsenz. Neben prägenden Beiträgen im Kino – wie der Vertonung von Florian Flickers Spielfilm Grenzgänger – gestaltete sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten herausragende Bühnenmusiken im gesamten deutschsprachigen Raum. Zu ihren wichtigsten Stationen zählen kontinuierliche Arbeiten für das Wiener Burgtheater sowie das Akademietheater, das Volkstheater Wien, das Berliner Ensemble, die Münchner Kammerspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus sowie Kompositionsaufträge für die Salzburger Festspiele. Ihre stetige stilistische Weiterentwicklung, geprägt von großer ästhetischer Offenheit, macht sie zu einer prägenden und wegweisenden Stimme im zeitgenössischen Musik- und Theatergeschehen.

SAGAN vienna (experimentelles Modedesign)

Sagan Vienna wird für die konsequente Entwicklung einer eigenständigen Markenidentität gewürdigt, die lokales Handwerk mit einer internationalen Perspektive verbindet. Geprägt von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen haben die Gründer:innen einen gemeinsamen gestalterischen Ausgangspunkt gefunden, an dem vielfältige Einflüsse zu einer unverwechselbaren Designhaltung zusammenfinden. Das Label zeichnet sich durch ein tiefes Interesse an regionalen Materialien, spezifischen Handwerkstechniken und funktionalem Design aus und übersetzt diese in eine zeitgemäße Formensprache. Besonders hervorzuheben sind die Zusammenarbeit mit traditionellen Manufakturen sowie die Auseinandersetzung mit österreichischer Design- und Handwerksgeschichte, die den hohen gestalterischen Anspruch des Labels unterstreichen. Gleichzeitig überzeugt Sagan Vienna durch eine bereits etablierte internationale Präsenz mit renommierten Showrooms und Retailpartnern in Metropolen wie Paris, Tokio und Shanghai. Website: sagan-vienna.com

MAI LING – Verein zur Förderung von Zeitgenössischer, asiatischer Kunst und Kultur (Medienkunst)

Das Kollektiv Mai Ling, das über künstlerische Methoden an die Öffentlichkeit tritt, verfolgt einen konsequent transdisziplinären Ansatz und widmet sich dabei der in der Medienkunst von Beginn an bis heute brennenden Frage: Wie kann Kunst gesellschaftspolitisch wirksam werden? Wie geschieht dies in ernst gemeint herrschaftskritischer, gegenseitiger Bezogenheit aufeinander, abseits von Hierarchien zwischen Künstler:innen und Publikum, abseits von rassifizierenden, stereotypen Zuschreibungen und in Inanspruchnahme von gemeinsamer Handlungsmacht und geteilter Freude? Mai Ling arbeitet hier mit einem erweiterten Medienbegriff: Kochworkshops und Zusammenkünfte für somatisches Praktizieren sind ebenso präsent wie Video- und Audioinstallationen. Die für die Gruppe grundlegende kritische Auseinandersetzung mit Macht, Hierarchie und binären Epistemologien bleibt somit nicht rhetorische Geste, sondern wird zu gelebter, geteilter und erfahrbarer Praxis. Website: mai-ling.org

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur,
Medien und Sport

Abteilung I/6 - Öffentlichkeitsarbeit

+43 1 71606-664781
[email protected]
www.bmwkms.gv.at

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