• 21.09.2026, 10:31:32
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Neue Initiative „Medienfit in Niederösterreich“ stärkt Medienkompetenz von Jugendlichen

LR Teschl-Hofmeister: Schutz und Bildung müssen im digitalen Zeitalter zusammengedacht werden

St. Pölten (OTS) - 

Der sichere, selbstbestimmte und verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien gewinnt für Kinder und Jugendliche zunehmend an Bedeutung. Mit der neuen landesweiten Initiative „Medienfit in Niederösterreich“ setzt das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Schulen einen weiteren Schwerpunkt auf die Stärkung der Medienkompetenz. Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum präsentierten heute in der Niederösterreichischen Mittelschule Oberwölbling die Initiative und das dahinterliegende Konzept.

„Es geht bei den sozialen Medien um ein Thema, das uns alle beschäftigt: um die digitale Welt, um künstliche Intelligenz und um digitale Technologien. Kinder und Jugendliche wachsen mit diesen Angeboten auf und sollten lernen, damit sinnvoll umzugehen. Die sozialen Medien bringen viele Chancen, aber wir wollen auch, dass junge Menschen wissen, was für Risiken damit verbunden sind“, sagte Teschl-Hofmeister, die auch betonte: „Digitale Medien könnten auch suchtverstärkende Wirkungen haben, weshalb es Schutz und Kompetenz braucht. Wir als Bundesland Niederösterreich wollen Jugendliche bei diesen Herausforderungen nicht alleine lassen. Niederösterreich möchte hier Vorreiter sein und Schutz mit Bildung verbinden.“

Die Initiative orientiert sich an den vier Säulen des europäischen Modells für einen sicheren Umgang junger Menschen mit sozialen Medien. Dazu zählen unter anderem eine Verzögerung der Nutzung sozialer Medien für Jugendliche, kindgerechte Angebote, der Schutz vor unerwünschten Kontakten und die Vermeidung einer unerwünschten Lokalisierung. Ebenso wichtig sei eine wirksame Durchsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen. „Die Anbieter sind hier bisher zu wenig in die Pflicht genommen worden. Wir warten aber nicht nur ab, was die Europäische Union oder die Bundesregierung machen. Niederösterreich möchte hier vorangehen“, so Teschl-Hofmeister.

Ein wichtiger Impuls dafür komme auch von den Jugendlichen selbst. Bei der vergangenen Jugendkonferenz in St. Pölten sei deutlich geworden, dass sich junge Menschen einen bewussten und sicheren Umgang mit sozialen Medien wünschen, hob sie hervor. Mit „Medienfit in Niederösterreich“ wurde daher ein Angebot entwickelt, das über verschiedene Schulstufen hinweg eingesetzt werden kann. Herzstück ist eine zentrale Website, auf die Lehrkräfte zugreifen können. Je nach Bedarf können kurze Impulse oder Einheiten für eine ganze Unterrichtsstunde ausgewählt werden. Dabei geht es unter anderem darum, Jugendliche zu befähigen, bewusste und gute Entscheidungen im Umgang mit digitalen Medien zu treffen.

„Wir wollen auch das Wissen der Jugendlichen über ihre psychische Gesundheit stärken. Deshalb wird es neben der Kampagne weitere Angebote und Materialien geben. Auch Elternvorträge sind vorgesehen, denn wir brauchen praktische Tipps für den Familienalltag. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Schutz mit Bildung verbinden und Niederösterreich als Vorreiter positionieren“, erklärte die Landesrätin.

Lukas Schneider, Geschäftsführer der Jugend NÖ, hob die Bedeutung konkreter und einfach einsetzbarer Angebote hervor: „Digitale Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Deshalb wollen wir Lehrkräften und Eltern konkrete Werkzeuge in die Hand geben. Die Materialien sollen möglichst unkompliziert einsetzbar sein und bieten sowohl kurze Impulse als auch längere Einheiten für eine ganze Unterrichtsstunde.“ Die Inhalte seien für unterschiedliche Schulstufen und mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten aufbereitet.

Bernhard Jungwirth, Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und Projektleiter von Saferinternet.at, gratulierte Niederösterreich zur europaweiten Vorreiterrolle bei der Initiative: „Im Mittelpunkt stehen dabei die Schülerinnen und Schüler.“

Auch Bildungsdirektor Karl Fritthum verwies auf die zentrale Bedeutung von Medienkompetenz im Schulalltag: „Digitale Medien begleiten Kinder und Jugendliche beim Lernen, in der Freizeit und bei der Informationssuche. Die Zahlen zur Nutzung sozialer Medien zeigen, wie stark digitale Medien im Alltag junger Menschen verankert sind.“ Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten für selbstständiges Lernen, gleichzeitig seien damit aber auch Risiken verbunden. „Wir müssen lernen, Informationen zu hinterfragen und bewusst zu entscheiden, wann und wofür digitale Medien eingesetzt werden können“, meinte er. Medienkompetenz bedeute daher auch, analoge und digitale Angebote sinnvoll miteinander zu verbinden. Kinder lernten nicht nur aus Büchern und digitalen Angeboten, sondern auch durch Vorbilder. Pädagoginnen und Pädagogen hätten in diesem Zusammenhang ebenso eine wichtige Funktion wie Eltern und Erziehungsberechtigte. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Kinder und Jugendliche nicht von der digitalen Welt fernzuhalten, sondern sie zu einem sicheren, bewussten und verantwortungsvollen Umgang damit zu befähigen. Das Thema Medienkompetenz ist eine Querschnittsmaterie und kann in den verschiedensten Unterrichtseinheiten aufgegriffen werden“, so Fritthum.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, Handy 0676/812 12655, E-Mail: [email protected], www.jugendinfo-noe.at, www.medienfit-noe.at

Rückfragen & Kontakt

Amt der NÖ Landesregierung, Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Ing. Johannes Seiter
Telefon: 02742/9005-12174
E-Mail: [email protected]

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