- 21.09.2026, 09:53:02
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Digitalisierung zum Wohl der Bürger*innen
European Cities Conference "Digitaler Humanismus und digitale Ethik in der Praxis: Stadtverwaltungen und öffentliche Dienstleistungen"
Stadtverwaltungen und öffentlichen Institutionen kommt bei der digitalen Transformation eine besondere Bedeutung zu. Sie müssen die Rechte der Bürger*innen wahren, ihre Daten schützen, verantwortungsbewusst und wertebasiert handeln. Zudem müssen öffentliche digitale Services fair und transparent und für möglichst viele Bevölkerungsgruppen zugänglich sein. Am 14. und 15. September kamen auf Initiative der Stadt Wien über 100 internationale Expert*innen aus Verwaltung, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um praxisnahe Ansätze und Erfahrungen für die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung zu diskutieren. Der Fokus lag dabei auf den Menschen mit ihren sozialen und gesellschaftlichen Bedürfnissen. Klemens Himpele, Chief Information Officer der Stadt Wien, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des internationalen Austauschs, da Digitalisierung nicht an den Grenzen Halt macht und Zusammenarbeit die Bewältigung der Digitalisierung erleichtert.
Richtlinien setzten und Bewusstsein schaffen
Der erste Konferenztag drehte sich um Chancen und Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung sowie die damit verbundenen rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen. Anhand von Beispielen und Erfahrungsberichten analysierten die Expert*innen, welche Instrumente und organisatorische Strukturen zur dauerhaften Verankerung digital-humanistischer Prinzipien im Verwaltungsalltag benötigt werden. So hat die Stadt München einen Datenethik-Austausch mit einer Sprechstunde für die Bürger*innen eingerichtet. Das Kempelen Institut in Bratislava unterstützt Städte bei der Entwicklung von rechtlichen Rahmenbedingen beim Einsatz von KI und erklärte den Prozess anhand eines konkreten Beispiels. Ein weiterer Schwerpunkt des ersten Konferenztages waren erfolgreiche Maßnahmen zur Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Dass eine handyfreie Zone nicht nur Jugendliche, sondern auch Betreuer*innen vor unerwartete Herausforderungen stellt, wurde aus dem Institut für Jugendliche Mladi Zmaji in Ljubljana berichtet. Wie bereits bestehende Regulierungen und Gesetze exekutiert werden können und in welcher Weise Künstliche Intelligenz die Medienwelt noch verändern wird, war ebenfalls Gegenstand der Diskussion.
Neue Instrumente eröffnen Möglichkeiten für Bürger*innenbeteiligung und Stadtentwicklung
Am zweiten Konferenztag rückten die Vortragenden den Einsatz von Daten zur smarten Stadtentwicklung und die Teilhabe der Bürger*innen in den Mittelpunkt. Die neuen digitalen Instrumente schaffen auch neue Formen der Bürger*innenbeteiligung, etwa bei Citizen Science Projekten. Bei der Crowdsourcing-Plattform der Wienbibliothek im Rathaus können alle Interessierten aktiv an der Erhaltung des kulturellen Erbes mitarbeiten. Mit dem Projekt "Gieß den Kiez in Berlin" wurde die Bewässerung der Bäume auf dem Berliner Stadtgebiet verbessert und ein von der Stadt Prag veranstalteter „Innovation Marathon“ sorgt für hilfreiche Projekte, wie eine KI, die den besten Weg aus der U-Bahn-Station zeigt. Aber auch die Herausforderung, die digitalen Systeme den Menschen zugänglich und verständlich zu machen, wurde besprochen. Das abschließende Panel beleuchtete Einfluss der digitalen Entwicklungen auf die Daseinsvorsorge. Auch hier wurde die Wichtigkeit der Achtung von Menschenrechten, Grundwerten und Prinzipien betont, denn auch in Zukunft sollen öffentliche Verwaltungen die Bürger*innen flächendeckend und sicher versorgen.
Über die European Cities Conference
Die European Cities Conference "Digitaler Humanismus und digitale Ethik in der Praxis: Stadtverwaltungen und öffentliche Dienstleistungen" wurde von der Bereichsleitung Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort der Magistratsdirektion der Stadt Wien inhaltlich konzipiert und gestaltet. Die Organisation wurde von der Magistratsabteilung Europäische Angelegenheiten (MA 27) und den Internationalen Büros der Stadt Wien durchgeführt.
Rückfragen & Kontakt
Dr. Tanja Sinozic-Martinez
Expertin Digitaler Humanismus
Magistratsdirektion der Stadt Wien
MD-Büro des Magistratsdirektors
Bereichsleitung für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort
Auerspergstraße 15, Top 52
1082 Wien
T +43 1 4000 82243
E [email protected]
Mag.a Ursula Gangl, MA
Stadt Wien I Internationale Büros
Renngasse 5/Top 4
1010 Wien
T + 43 1 368 34 24- 715
E [email protected]
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