• 18.09.2026, 12:38:32
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Novak: Ortstaxe entlastet Wiener Bevölkerung und sichert Lebensqualität

Mit den Ortstaxen-Einnahmen leisten Gäste einen fairen Beitrag zu genau jenen Leistungen, die eine funktionierende und moderne Millionenmetropole ausmachen.

Wien (OTS) - 

Wien zählt zu den erfolgreichsten Tourismus-, Kultur- und Kongressmetropolen Europas. Damit die Stadt auch in Zukunft attraktiv, lebenswert und international wettbewerbsfähig bleibt, braucht es Investitionen in Qualität, Infrastruktur und Service. Die Ortstaxe leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie sorgt dafür, dass Tourismusgäste einen fairen Anteil an jenen Leistungen tragen, die sie während ihres Aufenthalts nutzen.

„Die Ortstaxe bringt Wien wichtige Einnahmen für Tourismus, Infrastruktur und Lebensqualität. 2024 lagen die Einnahmen bei 41,1 Millionen Euro. Mit der schrittweisen Anpassung rechnen wir ab 2027 mit jährlichen Einnahmen von knapp 94 Millionen Euro. Die Ortstaxe wird von den Beherbergungsbetrieben eingehoben, jedoch vom Gast bezahlt. Mehr als 80 Prozent der Nächtigungsgäste in Wien kommen aus dem Ausland. Dieses Geld fließt in die Qualität unserer Stadt und kommt Gästen ebenso zugute wie den Wienerinnen und Wienern“, erklärt Vizebürgermeisterin und Präsidentin des Wiener Tourismusverbands Barbara Novak.

„Wien profitiert von einer starken, destinationsspezifischen Nachfrage. Eine Studie zeigt, dass prozentuale Tourismusabgaben ökonomisch treffsicherer sein können als fixe Abgaben. Entscheidend bleibt, Tourismus so zu gestalten, dass Wertschöpfung, Akzeptanz und Lebensqualität langfristig gesichert werden“, erklärt Novak und verweist auf die Studie „Erwartbare Auswirkungen eines abgabenfinanzierten Tourismus auf bayerische Destinationen“ unter der Projektleitung von Prof. Dr. Matthias Firgo der Fakultät für Tourismus, Hochschule München.

Tourismusstrategie: Wien ist österreichweit Vorreiter

Wiens Städtetourismus schreibt eine jahrelange Erfolgsgeschichte. 2025 wurden über 20 Millionen Nächtigungen und ein Netto-Nächtigungsumsatz von 1,5 Milliarden Euro erzielt. Gleichzeitig beträgt die touristische Wertschöpfung rund 5,3 Milliarden Euro, die durch Wien in ganz Österreich wirksam werden, davon 4,6 Milliarden Euro in Wien selbst. (Anm. Letztverfügbare Zahlen „Wertschöpfung des Wiener Tourismus – Berichtsjahr 2023“)

Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist hoch: Neun von zehn Wiener*innen stehen dem Tourismus positiv gegenüber – ebenso würden neun von zehn Gästen Wien weiterempfehlen. Die Wiener Visitor Economy Strategie „Optimum Tourism“ verfolgt dabei bewusst einen qualitätsorientierten Ansatz. Ziel ist Wachstum, das die Qualitäten der Stadt stärkt und die Balance zwischen Wertschöpfung, Gästezufriedenheit und Lebensqualität der Wiener*innen wahrt.

Wien bleibt im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig

Auch nach der Anpassung der Ortstaxe bleibt Wien im europäischen Vergleich ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort. Andere europäische Metropolen heben höhere Ortstaxen ein. So liegt die Ortstaxe in Amsterdam beispielsweise bei 12,5 Prozent. (Anm.: In Amsterdam ist bis 2031 eine Erhöhung der Ortstaxe auf 20% geplant). Die Anpassung in Wien erfolgt daher mit Augenmaß. Gleichzeitig werden die zusätzlichen Einnahmen gezielt dafür eingesetzt, die hohe Qualität von Infrastruktur, Kulturangeboten, Mobilität und touristischen Services zu sichern. Wien investiert damit in jene Stärken, die die Stadt für Gäste und Wiener*innen gleichermaßen attraktiv machen.

„Wien bleibt trotz der Anpassung eine im internationalen Vergleich preislich attraktive Destination. Andere europäische Metropolen heben bereits deutlich höhere Ortstaxen ein. Wir investieren die Mittel nicht in Bürokratie, sondern in jene Qualität, die Wien als Kultur-, Kongress- und Tourismusstadt weltweit erfolgreich macht. Gleichzeitig bringt die Ortstaxe nicht nur Mehreinnahmen, sondern wurde seit 2013 nicht mehr erhöht, während die Kosten für touristische Infrastruktur, Kultur, Verkehr und öffentliche Räume deutlich gestiegen ist“, betont die Finanzstadträtin.

Ortstaxen-Anpassung im Dialog mit der Branche berücksichtigt

Die Stadt Wien hat die Anliegen der Hotellerie und Tourismuswirtschaft ernst genommen. Nach sozialpartnerschaftlichen Gesprächen mit Wirtschaftskammer, Branchenvertretungen und Expert*innen wurde die ursprünglich vorgesehene Regelung angepasst. Statt einer sofortigen Anhebung wurde eine gestaffelte Lösung mit längeren Übergangsfristen beschlossen.

Die Maßnahme ist daher Teil einer gemeinsamen Strategie für die Zukunft des Standorts Wien. Im Mittelpunkt stehen Planbarkeit, Transparenz und die langfristige Sicherung eines hochwertigen Tourismusangebots.

Kein Treiber der Inflation

Die Ortstaxe kann einen begrenzten, einmaligen Preiseffekt bei Nächtigungen haben, betrifft aber ausschließlich entgeltliche Aufenthalte in Wien. Sie wirkt sich weder auf Mieten noch auf Lebensmittel, Energiepreise oder andere laufende Lebenshaltungskosten aus. Die Ortstaxe ist damit kein Inflationstreiber für die Wiener Bevölkerung.

„So setzen wir in Wien auf Fairness, Transparenz und Dialog. Die Ortstaxe ist kein Selbstzweck, sondern ein Beitrag zur Sicherung jener Qualität, die Wien zu einer der lebenswertesten Städte der Welt und zu einer der erfolgreichsten Tourismusdestinationen Europas macht. Gäste leisten einen fairen Beitrag, während die Wiener Bevölkerung von Investitionen in Infrastruktur, Kultur, Mobilität und Lebensqualität profitiert“, so Novak abschließend.

Link zur Studie: https://bzt.bayern/auswirkungen-tourismusabgaben-bayern/

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt

Claudia Varga
Mediensprecherin Stadträtin Barbara Novak
Telefon: +43 1 4000 81211
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