- 18.09.2026, 08:16:02
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Lopatka: „Die rüde Beschimpfung der IKG zeigt, wessen Geistes Kinder die Freiheitlichen tatsächlich sind"
ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament verweist auf die Tradition, in der Vilimskys Angriff steht
„Die rüde Beschimpfung der Israelitischen Kultusgemeinde durch Harald Vilimsky zeigt, wessen Geistes Kind er wirklich ist“, sagt Reinhold Lopatka, Delegationsleiter der ÖVP im Europäischen Parlament. „Die IKG als ‚sehr, sehr linke' Organisation abzukanzeln und die jüdische Gemeinde in Österreich auf ein ‚paar wenige Linke in Wien' zu reduzieren, ist keine Entgleisung, sondern hat bei der FPÖ Tradition: Jörg Haider, den FPÖ-Obmann Herbert Kickl vor Kurzem in Innsbruck glorifizierte, wollte den damaligen IKG-Präsidenten Ariel Muzicant mit seinem berüchtigten ‚Ariel'-Sager der Lächerlichkeit preisgeben. Und Martin Sellner, dessen identitäre Bewegung von Kickl zur ‚NGO von rechts' erklärt wurde, hat als 17-Jähriger Hakenkreuz-Kleber an der Synagoge in Baden angebracht. Wer in dieser Linie steht, verliert die Glaubwürdigkeit, sich als Freund jüdischen Lebens zu inszenieren. Die Herabwürdigung einer gesetzlich anerkannten Religionsgesellschaft hat in einer liberalen Demokratie keinen Platz und kann vor dem Hintergrund unserer historischen Verantwortung nicht widerspruchslos hingenommen werden. Und ich sage auch: Mittlerweile bedauere ich es, dass ich selbst beim Likud in Israel war und mich als Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses der Internationalen Demokratischen Union für die Aufnahme der Partei in die IDU eingesetzt habe. Ich bedauere das, wenn ihr internationaler Sekretär jetzt mit extrem rechten Politikern in Straßburg an einem Tisch sitzt“, erklärt Lopatka abschließend.
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