• 17.09.2026, 14:37:03
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  • OTS0148

Talos-1 ist am Markt: Linzer Spin-off Ablatic AI liefert europäisches KI-Modell für den Unternehmenseinsatz

Neue Modellarchitektur: bis zu 14-mal weniger Rechenleistung und
bis zu 79-mal weniger Speicher als herkömmliche Modelle / Auf
Augenhöhe mit dengroßen US- und China-Modellen bei agentischen
Aufgaben / Betrieb ausschließlich in europäischen Rechenzentren
Linz (OTS) - 

Neue Modellarchitektur: bis zu 14-mal weniger Rechenleistung und bis zu 79-mal weniger Speicher als herkömmliche Modelle / Auf Augenhöhe mit dengroßen US- und China-Modellen bei agentischen Aufgaben / Betrieb ausschließlich in europäischen Rechenzentren

Das im August angekündigte Sprachmodell des JKU-Spin-offs Ablatic AI ist seit 15. September 2026 für Unternehmen verfügbar. Talos-1 ist für Aufgaben gebaut, bei denen Künstliche Intelligenz nicht Fragen beantwortet, sondern Arbeit erledigt: Verträge lesen, Schnittstellen aufrufen, Formulare befüllen, einen Vorgang über mehrere Systeme hinweg abschließen. Trainiert wurde das Modell auf europäischen Hochleistungsrechnern im Rahmen des EuroHPC-Programms und der AI Factory Austria AI:AT, betrieben wird es in Rechenzentren in Österreich und der EU.

Getestet in mehr als 100 Unternehmen

Zwischen Ankündigung und Marktstart lag ein zweieinhalbmonatiger Testbetrieb mit mehr als 100 Unternehmen. Die Aufgaben reichten von der Auswertung von Hausübungen auf einer Lernplattform über die Suche in der internen Dokumentation eines Telekommunikationsunternehmens bis zur Verbuchung von Belegen in der Buchhaltung.

Es macht Spaß mit dem Team von Ablatic zusammenzuarbeiten. Es ist wichtig leistungsstarke KI für Unternehmen in Europa zu entwickeln, genau dies liefert Ablatic."
- Manfred Strasser, Gateway Labs GmbH

Eine Architektur, die mit der Textlänge nicht explodiert

Der technische Kern von Talos-1 ist eine Modellarchitektur, die Ablatic AI selbst entworfen hat. Bei herkömmlichen Sprachmodellen wächst der Rechenaufwand mit dem Quadrat der Textlänge: Ein doppelt so langes Dokument kostet das Vierfache. Talos-1 durchbricht diese Kurve. Das Modell benötigt bis zu 14-mal weniger Rechenleistung und bewegt beim Antworten bis zu 79-mal weniger Daten durch den Speicher als ein herkömmliches Modell gleicher Größe. Je länger das Dokument, desto größer der Vorsprung: Bei 256.000 Tokens, das entspricht rund 500 Seiten, liegt er beim Achtfachen, bei einer Million Tokens beim 14-Fachen. Die Werte sind aus der Architektur berechnet.

Für ein Team von der Größe von Ablatic AI ist das der Unterschied zwischen möglich und unmöglich. Das Training auf langen Sequenzen, das bei großen Anbietern Rechenzentren im Milliardenmaßstab beschäftigt, war damit auf der über EuroHPC zugeteilten Rechenzeit machbar. Im Betrieb entscheidet dieselbe Kurve darüber, wie viele Kunden ein Server gleichzeitig bedient und was eine Anfrage kostet. Zum Marktstart verarbeitet Talos-1 200.000 Tokens am Stück, eine Erweiterung auf 512.000 ist noch für heuer geplant, eine Million folgt danach. Das Modell selbst ist für eine Million ausgelegt; begrenzt wird der Ausbau allein durch die verfügbare Serverkapazität.

Von Beginn an war uns klar, dass wir zuerst die Kosten für die Entwicklung und die Betreibung senken müssen, wenn wir konkurrenzfähig sein wollen."
- Julian Mauerkirchner, CTO und Mitgründer, Ablatic AI

Auf Augenhöhe bei agentischen Aufgaben

In öffentlichen Benchmarks, die Sprachmodelle als eigenständig arbeitende Agenten prüfen, erreicht Talos-1 das Niveau der um ein Vielfaches größeren Modelle aus den USA und China. Auf Toolathlon, einem Test für Aufgaben in echter Software wie E-Mail, Kalender und Tabellen, kommt Talos-1 auf 74,4 Prozent; Claude Opus 5 von Anthropic erreicht 80,6, GPT-5.6 Sol von OpenAI 74,9. Beim präzisen Befolgen schriftlicher Anweisungen (IFBench) liegt Talos-1 mit 82,2 Prozent vor GPT-5.6 Sol, DeepSeek V4 Pro und GLM-5.3. Beim Auslesen realer Dokumente mit Tabellen und Formeln (OmniDocBench) erreicht es 90,8 Prozent, zwei Punkte hinter dem Spitzenwert. Alle Messwerte, Vergleichsmodelle und Quellen sind unter ablatic.ai/models veröffentlicht.

Ablatic AI zeigt, was ein starkes Gründerteam aus einem leistungsfähigen Innovationsökosystem rund um die Hochschule machen kann. Florian Zimmermann und Julian Mauerkirchner denken ambitioniert, setzen schnell um und nutzen Netzwerke und Kontakte gezielt für ihre Weiterentwicklung. Ich bin überzeugt, dass in diesem Team großes Potenzial steckt, von Linz aus relevante Impulse für europäische AI zu setzen."
- Elisabeth Ulbrich, CEO, LIT Open Innovation Center (JKU)

Europäische Infrastruktur, europäisches Recht, ein Euro pro Million Tokens

Talos-1 wird ausschließlich von Ablatic AI betrieben und über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle bereitgestellt, sodass bestehende Anwendungen ohne Umbau darauf umgestellt werden können. Das Modell verarbeitet Text, Bilder, Video und Dateien und antwortet in Text; drei Stufen der Denktiefe lassen sich je Anfrage wählen. Kundendaten werden nicht für das Training verwendet, Ablatic AI tritt als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO auf. Der Preis liegt bei einem Euro pro Million verarbeiteter Eingabe-Tokens, vier Euro pro Million erzeugter Ausgabe-Tokens und zehn Cent pro Million zwischengespeicherter Eingabe-Tokens.

„Ablatic AI zeigt, wie viel ein Team erreichen kann, wenn Ambition auf die passende Infrastruktur trifft: Durch den Zugang zu europäischen Supercomputer-Ressourcen, den die AI Factory Austria ermöglichen konnte, ist in kurzer Zeit ein Modell entstanden, das international mithält und in Unternehmen echte Arbeit übernimmt. Genau solche Ergebnisse braucht Europa jetzt."
- Karl Kugler, Co-Lead, AI Factory Austria AI:AT

Zugang
Unternehmen wenden sich über ablatic.ai an Ablatic AI und erhalten innerhalb eines Werktags eine Rückmeldung. Der Einstieg erfolgt über ein Pilotprojekt am eigenen Anwendungsfall. Eine Selbstregistrierung für die Schnittstelle ist vorgesehen, sobald die Serverkapazitäten ausgebaut sind.

„Ich bin seit 1982 in der IT. Ich habe Technologien kommen und wieder verschwinden sehen, und fast immer standen Menschen mit einer Vision dahinter, an die sich heute vielleicht noch jemand erinnert. In Julian Mauerkirchner und Florian Zimmermann habe ich zwei junge, österreichische Visionäre gefunden, die keine Angst vor der Zukunft haben, weil sie sie mitgestalten wollen. Aus ablatic kann etwas Großes entstehen, und das gehört gefördert."
- Christian Haase, ex Pierrer Innovation

Weitere Informationen: www.ablatic.ai

Über Ablatic AI
Ablatic AI ist ein 2025 gegründetes Spin-off am LIT Open Innovation Center der Johannes Kepler Universität Linz. Das Unternehmen entwickelt mit Talos-1 ein europäisches Sprachmodell für den Einsatz in Unternehmen und regulierten Branchen. Gegründet wurde Ablatic AI von Florian Zimmermann und Julian Mauerkirchner. Entwicklung, Betrieb und Datenverarbeitung erfolgen auf europäischer Infrastruktur und unter europäischem Recht.


Zur Ankündigung vom 14. August 2026: JKU-Spin-off Ablatic AI entwickelt europäisches - AI Factory Austria AI:AT

Rückfragen & Kontakt

AI Factory Austria AI:AT
Daniel Pepl, MAS MBA | Head of Marketing & Communications | +43 664
620 78 05 |
[email protected] | http://www.ai-at.eu

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