- 17.09.2026, 13:54:33
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LexisNexis setzt auf neue Agentic AI Technologie für Recht & Steuer
Lexis+ mit Protégé: Der AI-Assistent zerlegt komplexe Aufgaben in Teilfragen, bewertet Rechercheergebnisse und passt seinen Rechercheweg an.

LexisNexis Österreich stellt seinen AI-Assistenten auf eine neue technologische Basis: Agentic AI. Mit der Weiterentwicklung von Lexis+ AI zu Lexis+ mit Protégé soll künstliche Intelligenz Rechts- und Steuerprofis bei mehrstufigen Aufgaben stärker entlasten. Dafür übernimmt Protégé einen Rechercheprozess, der sich am methodischen Vorgehen von Fachexpert:innen orientiert, von der Analyse der Fragestellung über die Bewertung von Zwischenergebnissen bis zur quellenbasierten Antwort.
„Eine brauchbare Einzelantwort ist noch kein fertiges Arbeitsergebnis“, sagt Susanne Mortimore, CEO von LexisNexis Österreich. „Die hohen Anforderungen der Rechts- und Steuerbranche bedingen Kontrollschleifen und eine umfassende Problembetrachtung.“
Agentic AI übernimmt mehrere Rechercheschritte
Die neue Technologie setzt genau dort an: Protégé erfasst das Ziel einer Anfrage, zerlegt die Aufgabe in Teilfragen und entwickelt unterschiedliche Rechercheansätze. Der AI-Assistent durchsucht Rechtsprechung, Gesetzgebung und LexisNexis-Fachliteratur. Anschließend bewertet er die Zwischenergebnisse hinsichtlich Relevanz, Aktualität, Quellenbezug und juristischem Kontext. Reichen die Ergebnisse nicht aus, passt Protégé den Rechercheweg an, bevor es eine zitierfähige Antwort formuliert.
„Hinter unserem AI-Assistenten Protégé steht nun eine komplett neue Agentic AI-Technologie“, erklärt Andreas Geyrecker, Product Director von LexisNexis Österreich. Ziel ist es, den Aufwand für wiederholtes Nachfragen und Präzisieren zu reduzieren und fundierte Arbeitsergebnisse zu unterstützen.
Quellen direkt an der jeweiligen Aussage prüfen
Die fachliche Kontrolle bleibt dabei bei den Anwender:innen. „Die AI-interne Bewertung ersetzt nicht das eigene Urteil: Die AI ist Ihr Werkzeug und Sie treffen die fachliche und strategische Entscheidung“, betont Geyrecker.
Für diese Überprüfung lassen sich innerhalb der AI-Antwort die ausschlaggebenden Textpassagen der Quellen direkt unter der jeweiligen Aussage ausklappen. Rechts- und Steuerprofis können so nachvollziehen, worauf sich eine Antwort stützt.
Österreichische Praxiserfahrung als Entwicklungsgrundlage
Mehr als 1.500 Rückmeldungen und Anforderungen aus der österreichischen Rechts- und Steuerbranche sind in die Entwicklung von Protégé eingeflossen. Sie sollen sicherstellen, dass die technischen Möglichkeiten den Anforderungen des Berufsalltags entsprechen.
Nach Angaben von LexisNexis ist Protégé DSGVO-konform und wird in Europa gehostet. Kundendaten und Dokumente werden nicht zum Training der zugrunde liegenden Modelle verwendet. Zudem setzt das Unternehmen auf mehrere AI-Modelle und ermöglicht Anwender:innen, das Modell bei der Nutzung selbst zu wählen.
Basis für weitere Automatisierungen
Agentic AI schafft zugleich die Grundlage, mehrere Arbeitsschritte zu durchgängigen Automatisierungen zu verbinden – beispielsweise für eine vorkonfigurierte AGB-Prüfung. Ein neuer Datenraum ermöglicht es, eigene Dokumente wie Vertragsmuster dauerhaft zu hinterlegen und institutionelles Wissen als Arbeitsgrundlage einzubinden.
Weitere Neuerungen will LexisNexis bei der LexCon am 20. Oktober 2026 live präsentieren.
LexCon 2026
20.10.2026 - Wien; 03.11.2026 - Graz; 17.11.2026 - Innsbruck; 18.11.2026 - Linz
Rückfragen & Kontakt
LexisNexis Österreich
AI- & Digitalisierungsthemen: Michael Albrecht
Telefon: 0153452
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