• 17.09.2026, 10:30:32
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Wenn aus Menschen eine Masse wird: MUSIKTHEATERTAGE WIEN eröffnen zehnte Ausgabe

THE MASS MAN das Werk "Masse und Macht" (1962) von Elias Canetti
zum Vorbild und entwickelten ein Multimedia-Werk über
Überlebensstrategien in einem Konflikt.
Wien (OTS) - 

Unter dem Motto „Die Berührung mit dem Unbekannten“ zeigt das Festival bis 27. September zeitgenössisches Musiktheater an ungewöhnlichen Orten, etwa nachts im Stephansdom und im Wasserturm Favoriten.

Wie entstehen Massen, wie wird Angst zu Macht, wann wird Berührung Manipulation?
Mit diesen Fragen haben die MUSIKTHEATERTAGE WIEN am 16. September im Odeon Theater ihre zehnte Ausgabe eröffnet. THE MASS MAN von der belgischen Kompanie Muziektheater Transparant holt Elias Canettis Masse und Macht ins Heute.
Kreuzzugslieder und Klagegesänge auf historischen Instrumenten prallen auf Elektronik. Videobilder von Wim Catrysse zeigen eine Konfliktregion. Die Bühne in der Mitte teilt das Publikum: ein Abend über das, was uns verbindet und trennt.

Im anschließenden Künstler*innengespräch, moderiert von Petra Klose, Expertin für Kulturprojekte in Krisenregionen, wurde klar: Kunst darf sich Themen nähern, die die Gesellschaft spalten. Sie muss es sogar.

„In zehn Ausgaben haben wir unter anderem Musiktheater in der alten Zacherlfabrik gezeigt, im Gedenkwald in Aspern, und sind mit einer Fahrradoper quer durch die Bezirke gefahren. Sich auf etwas einzulassen, das man so noch nicht gesehen oder gehört hat: Diese Berührung mit dem Unbekannten ist für mich der Kern des Festivals“, so Festivalleiter Georg Steker.

Nachts öffnet der Stephansdom für UCHRONIA von andother stage, Brigitte Wilfing und Jorge Sánchez-Chiong. Monk Punk im Dom: Hypergregorianik trifft auf Solarpunk-Orgel und Elektronik (17., 22. und 23. September, 21 Uhr).

Mit FLUIDE III lädt die Kompanie spitzwegerich zu einer musikalisch-bildnerischen Forschungsreise durch den Wasserturm Favoriten, vom Boden bis in seine klingende Spitze (19. bis 26. September).

Lisa Horvaths ZOE ist ein schrilles, immersives Science-Fiction-Poem über eine Zukunft, in der Mensch und Maschine verschmolzen sind (18. und 19. September, Theater am Werk im Kabelwerk).
Co-Direktor Thomas Cornelius Desi lädt in SMOKING KILLS auf eine letzte Zigarette mit dem Komponisten Anton Webern (26. und 27. September, Theater Nestroyhof Hamakom).

„Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch das Unbekannte“, schreibt Elias Canetti in Masse und Macht. Bis 27. September kann man bei den MUSIKTHEATERTAGEN WIEN herausfinden, was geschieht, wenn man diese Berührung zulässt.

Programm und Tickets: www.mttw.at

Rückfragen & Kontakt

DIE KULTURPRODUKTION
Mag. Simon Hajós
Telefon: +43 664 921 5059
E-Mail: [email protected]

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