- 17.09.2026, 09:27:32
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Auf Schiene: Verbindungsbahn stärkt Wiens Wirtschaftsstandort
WK Wien: Ausbau bringt 250 Mio. Euro und sichert 2.300 Arbeitsplätze – Kriz-Zwittkovits: „Bessere Erreichbarkeit stärkt Betriebe und Arbeitsmarkt“
Wien, 17.09.2026 – Mit dem offiziellen Baustart für den Ausbau der Verbindungsbahn beginnt am Freitag eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte im Westen Wiens. Die Wirtschaftskammer Wien sieht darin vor allem einen starken Impuls für den Wirtschaftsstandort. „Eine leistungsfähige Stadt braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Gute Erreichbarkeit ist für Betriebe heute ein entscheidender Standortfaktor, für Kunden genauso wie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Ausbau der Verbindungsbahn stärkt Wien deshalb weit über die unmittelbare Strecke hinaus“, sagt Margarete Kriz-Zwittkovits, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.
Zum Baustart veröffentlicht die WK Wien eine Analyse der volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Projekts. Die Berechnungen des Wiener Standortanwalts zeigen: Die Investitionen von rund 511,5 Millionen Euro lösen in Wien einen Beitrag zum Bruttoregionalprodukt von 248,5 Millionen Euro aus. Rund 2.270 Arbeitsplätze werden geschaffen oder gesichert. Österreichweit beträgt der BIP-Effekt rund 402,9 Millionen Euro.
„Solche Investitionen wirken doppelt. Sie schaffen schon in der Bauphase Wertschöpfung und Beschäftigung und verbessern danach dauerhaft die Qualität des Standorts. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ist das besonders wichtig“, so Kriz-Zwittkovits.
Bessere Erreichbarkeit stärkt Betriebe
Für die Wirtschaft liegt der langfristige Nutzen vor allem in der besseren Erreichbarkeit. Entlang der West-Ost-Achse zwischen Hütteldorf, Meidling und Aspern liegen neun Betriebszonen mit rund 910 Hektar Betriebsflächen. Eine bessere öffentliche Anbindung erweitert für die dort ansässigen Unternehmen das potenzielle Arbeitskräfteangebot und macht Betriebsstandorte attraktiver.
Gerade für Pendlerinnen und Pendler aus der Stadtregion schafft eine leistungsfähigere S-Bahn eine echte Alternative zum Auto und kann damit dazu beitragen, den Modal Split weiter in Richtung öffentlicher Verkehr zu verschieben. Davon profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Betriebe, weil sich ihr Einzugsgebiet am Arbeitsmarkt vergrößert.
Auch für Einkaufsstraßen und lokale Geschäftsstandorte erwartet die WK Wien positive Effekte. Höhere Fahrgast- und Passantenfrequenzen können insbesondere Erdgeschoßzonen und lokale Geschäftsstrukturen stärken. Für die drei Haltestellen im Bereich der Verbindungsbahn werden künftig rund 22.400 Ein- und Ausstiege täglich prognostiziert, gegenüber derzeit rund 2.500 in Speising.
Auch nach Abschluss der Bauarbeiten bleibt ein messbarer wirtschaftlicher Effekt. Die Berechnungen gehen von jährlich rund 6,9 Millionen Euro zusätzlicher Bruttowertschöpfung in Wien aus.
Standortanwalt brachte wirtschaftliche Interessen ein
Die Wirtschaftskammer Wien hat das Projekt auch im UVP-Verfahren begleitet. Der Wiener Standortanwalt der WK Wien brachte dort die öffentlichen Standortinteressen sowie die volkswirtschaftlichen Vorteile des Ausbaus ein. Nach dem positiven UVP-Bescheid und den weiteren Rechtsverfahren wurden die Genehmigungen Anfang 2026 bestätigt.
Der nun veröffentlichte WK-Wien-Bericht „Attraktivierung der Verbindungsbahn: ökologisch sinnvoll, ökonomisch wertvoll“ fasst die wirtschaftlichen Effekte und Standortvorteile des Projekts zusammen und ist unter wko.at/wien/verbindungsbahn abrufbar.
Zukunftsprojekt: S-Bahn-Ring für Wien
Für die WK Wien darf der Ausbau der Verbindungsbahn nicht der letzte Schritt sein. Ziel muss ein geschlossener S-Bahn-Ring um Wien sein, der die Außenbezirke besser miteinander verbindet und das bestehende Schienennetz stärker als leistungsfähiges innerstädtisches Verkehrsmittel nutzt.
„Die Verbindungsbahn ist ein wichtiger Baustein, aber wir müssen weiterdenken. Wien braucht einen leistungsfähigen S-Bahn-Ring, der die Außenbezirke besser verbindet und Pendlerinnen und Pendlern attraktive Alternativen zum Auto bietet. Gute öffentliche Erreichbarkeit ist längst ein harter Standortfaktor und entscheidend dafür, wo Unternehmen investieren und wo Menschen arbeiten wollen“, sagt Kriz-Zwittkovits.
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