• 17.09.2026, 08:54:03
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  • OTS0026

durchblicker Eltern-Umfrage zeigt: 61 % der unter 14-Jährigen mit eigenem Handy nutzen Social Media

YouTube und Roblox liegen vor Instagram, TikTok und Snapchat

Social-Media-Plattformen: Nutzung unter 14 Jahren; durchblicker
Eltern-Umfrage 2026
Wien (OTS) - 

  • Knapp 6 von 10 Kindern unter 14 Jahren besitzen ein eigenes Smartphone, die Mehrheit von ihnen verfügt über mindestens ein Social-Media-Konto
  • 30 % haben einen YouTube-Account, 24 % Roblox, und je 16 % Instagram, TikTok bzw. Snapchat
  • Wunsch nach Regulierung ist aber groß: 86 % der Eltern befürworten die geplante Altersgrenze von 14 Jahren bei sozialen Medien

Das erste Smartphone gibt's immer früher: Während bei den heute 14- bis 17-Jährigen erst jedes fünfte Kind vor dem 10. Geburtstag ein eigenes Handy hatte, trifft das bei den heute 10- bis 13-Jährigen auf jedes dritte Kind zu. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Vergleichs- und Wechselplattform durchblicker unter rund 1.300 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren in Österreich*. Demnach besitzen aktuell 59 Prozent der unter 14-Jährigen ein eigenes Smartphone**. "Eltern bestätigen, dass auch soziale Plattformen schon früh dazugehören", erklärt Martin Zwickl, Mobilfunkexperte von durchblicker. "Sechs von zehn Kindern unter 14 Jahren, die ein eigenes Handy besitzen, verfügen über mindestens ein Social-Media-Konto." YouTube liegt in dieser Altersklasse mit 30 Prozent vor Roblox mit 24 Prozent, gefolgt von Instagram, TikTok und Snapchat mit jeweils 16 Prozent. "Bei unter 10-jährigen Kindern ist die Nutzung von Videoplattformen wie YouTube oder die umstrittene Online-Spieleplattform Roblox sehr beliebt, während Messengerdienste wie Snapchat erst später wichtiger werden", ergänzt Zwickl.

Gesetzliche Regulierung wird stark befürwortet
Mit 1. Jänner 2027 soll in Österreich das gesetzliche Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren in Kraft treten. Reine Messenger-Dienste wie etwa WhatsApp, der laut durchblicker Umfrage von 70 Prozent der unter 14-Jährigen genutzt wird, sollen davon ausgenommen werden. Eltern begrüßen das geplante Verbot: 63 Prozent sind voll dafür, 23 Prozent eher dafür und nur 11 Prozent sprechen sich dagegen aus. "Die Diskrepanz zwischen der hohen Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen und dem Wunsch nach einer Altersgrenze zeigt das Dilemma, in dem sich viele Eltern befinden", so Zwickl. “Soziale Netzwerke gehören defacto zum Alltag. Ohne gesetzliche Regelung fällt es vielen Eltern schwer, sich dem sozialen Druck, dem ihre Kinder ausgesetzt sind, zu entziehen. Gibt es gleiche Rahmenbedingungen für alle, fällt die Umsetzung leichter.”

Kindertarife, Bildschirmzeiten und Family-Apps

Sicherheit im Netz spielt bei Mobilfunkbetreibern und Geräteherstellern eine immer wichtigere Rolle. So gibt es von allen großen Betreibern in Österreich spezielle Kindertarife, die den Kinder- und Kostenschutz in den Vordergrund stellen. Kindertarife starten ab 11,90 Euro pro Monat und beinhalten 60 GB Datenvolumen. Standardtarife mit gleichem Datenvolumen sind ab 7,68 Euro pro Monat erhältlich und kommen somit im Jahresvergleich 50 Euro günstiger. Zwickl betont in diesem Zusammenhang: "Wesentlich für den Kinderschutz ist weniger der Tarif, sondern vielmehr die Geräteeinstellung. Über das Smartphone können Bildschirmzeiten begrenzt, Schlafens- und Ruhezeiten definiert, Webfilter aktiviert oder In-App-Käufe gesperrt werden. Wir sehen in unserer Umfrage, dass bereits viele Eltern davon Gebrauch machen. Auch Security-Apps bieten ein gewisses Maß an Kontrolle." 55 Prozent der Eltern von unter 14-Jährigen nutzen Kinderschutz- oder Family-Apps, 48 Prozent setzen Bildschirmzeit-Limits und 41 Prozent geben App-Downloads frei. Nur 4 Prozent kontrollieren gar nicht. "Neben solcher Kontrollmechanismen braucht es aber v.a. die Entwicklung von Medienkompetenzen und regelmäßige Gespräche innerhalb der Familie sowie in Schulen, um den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken zu erlernen", so Zwickl.

*durchblicker-Elternbefragung 2026 zur Smartphone-Nutzung, durchgeführt von Bilendi im Zeitraum 24.08.–04.09.2026, repräsentative Befragung von n=1.322 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren in Österreich

**Angaben zu Social-Media-Konten und Kontrollmaßnahmen beziehen sich auf Kinder unter 14 Jahren mit eigenem Smartphone (n=460), Elternangaben, Mehrfachnennungen möglich.

Pressefotos Martin Zwickl, Mobilfunkexperte bei durchblicker:
https://durchblicker.at/presse-service
© Julia Dragosits

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