• 16.09.2026, 14:45:02
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ÖVP – Keri/Taborsky: Aktueller Vorfall wirft weitere Fragen zur Auszeit-WG auf

Flucht von Intensivtäter zeigt Probleme bei Auszeit-WG – Senkung der Strafmündigkeit bei schweren Delikten gefordert

Wien (OTS) - 

„Ein 13-jähriger Intensivtäter flüchtet auf dem Weg in die Auszeit-WG und muss schließlich von der Polizei aufgegriffen werden. Gleichzeitig will die MA 11 keine weiteren Informationen zu dem Vorfall geben und setzt einmal mehr auf Verschleierungstaktik. Das schafft kein Vertrauen. Einmal mehr lässt damit die Magistratsabteilung, für die die Neos verantwortlich sind, Transparenz vermissen. Aber gerade bei einem derart sensiblen Projekt ist größtmögliche Aufklärung notwendig“, erklärt Gemeinderätin Sabine Keri, Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, anlässlich eines aktuellen Berichts der „Kronen Zeitung“.

„Der aktuelle Vorfall zeigt, dass die MA 11 auch bei Übergangs- und Überstellungssituationen überfordert ist. Wenn ein Systemsprenger flüchten kann und sich dabei selbst und vermutlich auch andere gefährdet, bedeutet dies Gefahr im Verzug“, so Keri und weiter: „Das unausgereifte Projekt der Auszeit-WG scheitert bereits, bevor es richtig losgegangen ist.“

Kritik kommt auch vom Sicherheitssprecher der Wiener Volkspartei, Gemeinderat Hannes Taborsky: „Wenn ein 13-Jähriger bereits rund 30 Straftaten begangen haben soll, zeigt das auch einmal mehr die Grenzen der bestehenden Rechtslage. Wir fordern daher bei schweren Delikten eine Senkung der Strafmündigkeit von 14 auf zwölf Jahre. Dabei geht es nicht darum, Kinder ins Gefängnis zu stecken, sondern um klare, altersgerechte Konsequenzen und die Möglichkeit, früher wirksam einzugreifen.“

„Die Auszeit-WG alleine wird das Problem nicht lösen. Wir brauchen eine Kinder- und Jugendhilfe, die früher eingreift, sowie fachliche Qualität, nachvollziehbare Entscheidungen und umfassende Transparenz gewährleisten kann. Das ist derzeit nicht der Fall“, so Keri und Taborsky abschließend.

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