- 16.09.2026, 13:27:33
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Statement von Michael Mittermeier zur aktuellen Diskussion um den Kultur(T)eur
Comedian und Betreiber des Lucky Punch Comedy Clubs Wien
Bestraft zu werden, weil man in Kultur investiert hat, ist ein echter Unlucky Punch. „In Wirklichkeit ist das keine Förderung, das ist eine Kulturdrosselung. Wir wären gezwungen, den Kulturteuro dem Publikum umzuhängen – oder bei den Honoraren der Comedians zu kürzen. Wir haben im April eine neue Bühne in Wien eröffnet, mit der Idee, dass Stand-up Comedy zum festen Bestandteil der Kulturszene wird und jungen Talenten der Weg zu einer Bühnenkarriere ermöglicht wird. Vorangegangen ist eine einjährige, umfassende Generalsanierung des Standorts, im Keller unter dem Café Prückel. Privat finanziert, ohne einen Euro Fördergeld. Die Refinanzierung ist dementsprechend auf Jahre angelegt.
Seit dem Start im April hatten wir bereits über 5.000 zahlende Gäste in unseren Comedy Mixed Shows. Wir starten mit vier Shows pro Woche in den Herbst, einem eigenen Open Mic für Newcomer, etablieren gerade ein lokales Hosting-Team. Genau diese Talente, für die hier eine Heimat entsteht, sind es, die der Kulturteuro als Erstes trifft, wenn wir uns Innovation nicht mehr leisten können.
Ein Beispiel aus unserem Club: Mit „100-mal Lucky Punch" bieten wir jeden Monat Menschen Gratis-Tickets, für die ein Clubbesuch sonst finanziell nicht drin wäre. Das ist Kulturförderung, keine intransparente Abgabe, die nach oben entschwindet. Bestraft zu werden, weil man in Kultur investiert hat, ist ein echter Unlucky Punch. Für einen Club, der sich gerade erst in der Stadt etabliert, ist dieser Kulturteuro eine absurde Bestrafung, in your face. Zuallererst trifft dieser Schlag die Künstlerinnen und Künstler und das Publikum. Wenn es wirklich um Kulturförderung ginge, sollte man das Kulturbudget erhöhen, statt privaten Initiatoren die Kosten massiv zu verteuern. Denn diese 12,5 Prozent kommen durch keine Hintertür wieder zurück, so realistisch muss man sein. Wer unternehmerisches Engagement dermaßen drosselt, verdrängt am Ende genau die Vision einer jungen Kulturszene, von der eine Stadt wie Wien lebt, und treibt die Künstlerinnen und Künstler aus dem Beruf.
Ich lade Bürgermeister Michael Ludwig und Kulturstadträan Veronica Kaup-Hasler herzlich ein, sich am Donnerstag, den 24. September 2026, bei unserem Herbstopening selbst ein Bild davon zu machen, dass wir im Lucky Punch sinnvolle Kulturarbeit für Wien leisten, die auch in Zukunc leistbar bleiben sollte", so Michael Mittermeier.
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