- 16.09.2026, 09:00:39
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Gesundheitstests in Apotheken als wichtige Präventionsarbeit
Test-Aktionen in Apotheken beweisen: Chronische Krankheiten können frühzeitig erkannt werden und machen Einsparungen im Millionenbereich möglich.
Die WHO stellt den heurigen „Internationalen Tag der Patient:innensicherheit“ am 17. September unter das Motto „Safe care for noncommunicable diseases – Sichere Versorgung bei nichtübertragbaren Krankheiten“. Im Fokus stehen also Menschen mit chronischen Erkrankungen – von der Prävention über die Diagnose bis hin zur langfristigen Behandlung und Betreuung. Österreichs 1.470 öffentliche Apotheken spielen sowohl bei der Früherkennung von etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes als auch bei der Betreuung bereits Erkrankter eine ganz besondere Rolle.
Erfolgreiche Diabetes- und Langzeitblutzucker-Tests
So wurden in Kärntens Apotheken in Kooperation mit dem Land knapp 5.600 Diabetes-Point-of-Care-Gesundheitstests durchgeführt. Bei 29,4 Prozent der Getesteten wurde ein erhöhtes Diabetes-Risiko festgestellt. 5,3 Prozent der Testpersonen litten bereits an Diabetes. Alleine durch diese Tests spart das Gesundheitssystem von Kärnten über fünf Jahre insgesamt 6,76 Millionen Euro gegenüber dem Nicht-Testen. Deshalb wird die erfolgreiche Kooperation 2026 auch fortgeführt.
In Wien wurden bei einer Langzeitblutzucker- und Blutfettwerte-Test-Aktion 51 Prozent von mehr als 440 Teilnehmenden, zu diesem Zeitpunkt nicht mit Diabetes diagnostizierten Personen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen identifiziert. Bei 21 Prozent wurde ein erhöhter HbA1c-Wert festgestellt, bei 17 Prozent lag der Wert im Bereich von Prädiabetes und vier Prozent erreichten HbA1c-Werte, die bereits einer Diabetes-Erkrankung entsprechen.
„Durch die flächendeckende Verteilung, den niederschwelligen Zugang ohne Termin und Wartezeit und die bewährte Kooperation mit Labors sind Apotheken die idealen Einrichtungen im Gesundheitswesen, um verschiedene Testungen zur Früherkennung und Gesundheitsscreenings durchzuführen. Unsere Test-Aktionen in den Bundesländern beweisen, dass ein enormes Einsparungspotenzial in unserem bereits kränkelnden Gesundheitssystem bei gleichzeitig hervorragender Versorgung sehr wohl möglich sind“, fasst Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, zusammen.
Allen Betroffenen wurde eine weitere medizinische Abklärung empfohlen.
Sichere Arzneimittelversorgung und Medikationsanalyse in Apotheken
Chronisch erkrankte Menschen kennen den Weg in die Apotheke ums Eck wohl nur zu gut. Nur dort können sie sich darauf verlassen, einwandfreie und sichere Originalprodukte zu erhalten, die an jedem Punkt der Produktions- und Lieferkette fachgerecht transportiert, gelagert und sorgfältig geprüft wurden.
Neben der Medikamentenabgabe zählt aber auch die fachliche Beratung – wie etwa die Medikationsanalyse – durch die mehr als 7.000 Apotheker:innen zum täglichen Angebot für Betroffene. „Mehr als 500.000 Menschen über 60 sind von Polypharmazie betroffen. Gerade ältere Menschen sind durch die Fülle an Medikamenten oft überfordert und verlieren über die Jahre leicht den Überblick. Das kann für jede und jeden Einzelnen gesundheitlich negative und für das Gesundheitssystem teure Folgen haben, die durch eine von Apothekerinnen und Apothekern durchgeführte, strukturierte Medikationsanalyse einfach und kostengünstig zu vermeiden sind“, erklärt dazu Raimund Podroschko, 1. Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.
Apothekerschaft sichert Versorgung auch in Krankenhäusern
Auch die medikamentöse Therapie in Österreichs Spitälern wird immer komplexer und vielfältiger. Umso wichtiger ist es für die Patient:innensicherheit, dass die mehr als 500 hochspezialisierten Krankenhausapotheker:innen den gesamten Medikationsprozess begleiten. Sie beraten und informieren Ärztinnen und Ärzte und das Pflegepersonal zu allen arzneimittelrelevanten Fragestellungen, unterstützen bei der Erarbeitung von Therapievorschlägen und besorgen Arzneimittel aus dem In- und Ausland. Wenn notwendig, stellen sie für Patient:innen maßgeschneiderte Medikamente her. In enger Zusammenarbeit mit weiteren Berufsgruppen im Spital gewährleisten Krankenhausapotheker:innen dadurch eine wirksame, sichere und effiziente Arzneimitteltherapie.
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