- 16.09.2026, 09:00:34
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Stadtentwicklung: Vorzeigequartier Am Heidjöchl ist startklar
Neuer Stadtteil in der Donaustadt mit 5.200 leistbaren Wohnungen und einem Viertel der Fläche als Grün- und Freiraum – öffentlicher Raum als begrüntes Wohnzimmer
Die Zukunft der Donaustadt nimmt weiter Gestalt an! Das Gebiet Am Heidjöchl, das entlang der U2 liegt, wird eines der begrüntesten Wohnquartiere Wiens. Das dazugehörige Leitbild mit den Eckdaten zur weiteren Entwicklung soll nun in der nächsten Sitzung der Stadtentwicklungskommission beschlossen werden.
Auf rund 39 Hektar entstehen 5.200 Wohneinheiten für etwa 11.800 Menschen. Zwei Drittel des Wohnbaus ist in Wiener Tradition gefördert und somit leistbar. Dazu besteht bereits eine hervorragende hochwertige Öffi-Anbindung mit der U2 und zwei Straßenbahnen der Linie 26 und 27. Fuß- und Radwege ergänzen das nachhaltige Mobilitätsangebot. Dazu kommen drei Kindergärten, ein Bildungscampus und ein Gesundheitszentrum. Unvergleichlich am Heidjöchl wird das Herzstück des Areals mit einem durchgehenden Netz aus naturnahen Grünflächen, Bäumen und begrünten Wegen im öffentlichen Raum, das hohe Lebensqualität, Klimaanpassung und Artenvielfalt von Anfang an mitdenkt.
Rund ein Viertel der Fläche sind Grün- und Erholungsraum – Straßenzüge und Plätze begrünt
Die Freiräume geben Am Heidjöchl seine Struktur: Insgesamt entstehen rund 10 Hektar öffentliche Parkflächen. Ein großzügiger Grünraum bildet das Zentrum des Quartiers, sogenannte „Grüne Finger“ reichen bis mitten in die Wohnbereiche hinein. Naturnahe Landschaftsräume, grüne Quartierswege, Plätze und gemeinschaftliche Wohnhöfe ergänzen das Netz und werden zum „grünen Wohnzimmer“ der Nachbarschaft. Eine dicht bewachsene Begrünung mit Bäumen, Sträuchern und Grünflächen im Straßenraum ist geplant. Der teilweise bewaldete Grünzug südlich der Siedlung Pfalzgasse bleibt als Stadtwildnis erhalten und wird behutsam für die Erholung zugänglich gemacht. Südlich der Straßenbahn entsteht ein großzügiger begrünter Erholungsraum mit Spiel-, Sport- und Aufenthaltsangeboten, baumbestandene Wohnpromenaden verbinden die Quartiere miteinander.
Bereits im November 2026, noch vor Baubeginn, werden an der Pfalzgasse auf rund 2.200 Quadratmetern mehr als 50 Obstbäume gepflanzt. Sie können so bis zur Fertigstellung der ersten Gebäude wachsen und geben dem Quartier von Beginn maximale Lebensqualität.
„Das neue Stadtentwicklungsgebiet Am Heidjöchl wird der Dschungel der Donaustadt! Wir begrünen den öffentlichen Raum, Straßenzüge und Plätze von Beginn an in bestmöglicher Qualität. Mit dem Leitbild holen wir das Maximum an Grün- und Erholungsraum und gestalten aus dem begrünten Lebensraum einen attraktiven Aufenthaltstraum. Am Beispiel Heidjöchl haben wir unsere ohnehin hohen Planungsstandards noch einmal nach oben geschraubt. Ganz zentral ist auch die öffentliche Erreichbarkeit, die mit U-Bahn, S-Bahn und den Straßenbahnlinien 26 und 27 gesichert ist. Ich bedanke mich bei allen, die hier mit Hirnschmalz und Herz ein neues Niveau für Wohnen und Leben in der Donaustadt gestalten“, sagt Planungsstadträtin Ulli Sima.
„Mit „Am Heidjöchl“ tritt Wien zum wiederholten Male den Beweis an, dass leistbarer Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und Innovation sich ideal ergänzen können. Wien wächst und der soziale Wohnbau wächst mit der Stadt mit. Wien ist nicht umsonst die europäische Metropole, die EU-weit als Vorbild in Sachen Wohnbau gilt. Hier wird an einem weiteren Kapitel der erfolgreichen Wiener Wohnbaugeschichte geschrieben“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
Ein Hotspot für die Artenvielfalt
Artenvielfalt war ein Grundprinzip der Planungen: Bestehende Biotope werden erhalten und mit neuen Lebensräumen vernetzt. Naturnahe Vegetation, artenreiche Wiesen, begrünte Dächer, Nistplätze und Fledermausquartiere werden gezielt integriert. Für ausgewählte Zielarten entstehen maßgeschneiderte Bedingungen – etwa Nahrung für Schmetterlinge, mögliche Dachlebensräume für die Haubenlerche sowie Sonnenplätze, Verstecke und Eiablageflächen für die Zauneidechse. Grundlage dafür sind auch die Erkenntnisse aus dem Citizen-Science-Projekt zur örtlichen Flora und Fauna.
Klimafit von Anfang an
Die Freiräume sind zugleich zentral für die Klimaanpassung: Bäume und klimaresistente Pflanzen spenden Schatten, versickerungsfähige Flächen und Regenwasserrückhalt verbessern das Mikroklima, und die Anordnung der Gebäude unterstützt die Durchlüftung. Begrünte Gebäude, geringe Versiegelung und eine kompakte Struktur reduzieren die sommerliche Hitze. Die Bebauung selbst verbindet urbane Dichte mit sensiblen Übergängen zur Nachbarschaft. Handel, Dienstleistungen, kleinteiliges Gewerbe, Ateliers und Gemeinschaftsangebote beleben künftig die Erdgeschoßzonen.
Kurze Wege, starke Öffis
Am Heidjöchl ist konsequent auf kurze Wege ausgerichtet – aktive Mobilität hat Vorrang: Angebote des täglichen Bedarfs sind in rund fünf, quartiersweite Einrichtungen in rund zehn und U- und S-Bahn in etwa 15 Gehminuten erreichbar. Zwei Haltestellen der Linie 27 liegen direkt im Gebiet – nach dem Prinzip „öffentlicher Verkehr vor Stadtentwicklung“ ist sie bereits vor dem Einzug der ersten Bewohner*innen in Betrieb. Sichere, weitgehend autofreie Geh- und Radwege verbinden Wohnbereiche, Haltestellen und Nachbarstadtteile, der allgemeine Autoverkehr bleibt weitgehend außerhalb des Quartiers. Vier Mobility Hubs bündeln Stellplätze, Mobilitätsangebote und Paketstationen, ergänzt durch Mobility Points mit Leih-Pkw, Leihfahrrädern und Leih-Lastenrädern.
Bürger*innen von Anfang an mit an Bord
Ausgangspunkt des Leitbilds war das international ausgezeichnete Grundkonzept „The park that reaches every home“ des Planungsteams Paloma Mosto Zavala und Samuel Llovet Montardit aus Barcelona. Seit Mai 2025 wurde es gemeinsam mit M&S Architekten und zahlreichen Fachleuten weiterentwickelt – unter breiter Einbindung der Bevölkerung: Von Infoausstellungen, Spaziergängen und Stammtischen über ein Lego-Planspiel mit Schüler*innen bis zum Citizen-Science-Projekt zur Artenvielfalt sind viele Anregungen aus der Bürger*innenbeteiligung direkt in das Leitbild eingeflossen.
Am Heidjöchl Teil des Entwicklungsgebiets entlang der U2
Die verlängerte U2 durch die Donaustadt ist eine wichtige Impulsader für die Stadtentwicklung. Das Entwicklungsgebiet U2 Donaustadt reicht vom Nordufer der Donau bis zur Seestadt Aspern und verbindet unterschiedlichste Stadtteile: von alten Ortskernen über neue Wohngebiete bis hin zu Gewerbe- und Grünflächen.
In diesem größeren Rahmen spielt auch das Stadtentwicklungsgebiet Am Heidjöchl eine zentrale Rolle. Neben Am Heidjöchl finden sich entlang der U2 noch die Stadtentwicklungsgebiete: Süßenbrunner Straße, Eibengasse, Hausfeld, Berresgasse, Podhagskygasse und die Seestatdt Aspern.
Nächste Schritte
Mit dem Leitbild ist ein wesentlicher Planungsschritt abgeschlossen. Nach der Beschlussfassung in der Stadtentwicklungskommission können die Ausarbeitung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans sowie die Detailplanungen für Parks, Schulen und Straßen beginnen. Das Vorhaben wird einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Die Beschlussfassung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans ist etappenweise ab 2027/28 vorgesehen, erste Gebäude sollen frühestens ab 2030 entstehen.
Am Heidjöchl im Überblick
- Rund 39 Hektar Gesamtfläche
- Großzügige Begrünung im Straßenraum, rund 10 Hektar öffentlich Park: circa 5 Hektar im Gebiet, weitere neue Grünflächen im Park der Artenvielfalt
- Konsequenter Fokus auf Biodiversität und Klimaanpassung
- Straßenbahnlinie 27 mit zwei Stationen im Gebiet, Straßenbahnlinie 26 am westlichen Rand des Stadtteils
- Zwei U-Bahn-Stationen und eine S-Bahn-Station
- Rund 11.800 Menschen und 5.200 Wohneinheiten, davon zwei Drittel gefördert
- AHS, Bildungscampus und drei zusätzliche Kindergärten
Weitere Informationen: amheidjoechl.wienwirdwow.at
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/
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Mediensprecherin Stadträtin Ulli Sima
Elisabeth Auer
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