• 15.09.2026, 11:48:32
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Sicherheit und Lebensqualität: Warum das Waldviertel weiter anzieht

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Lebensqualität: Warum das Waldviertel weiter anzieht
Wien, Zwettl (OTS) - 

Im ersten Halbjahr 2026 zeigte sich der Waldviertler Immobilienmarkt deutlich stabiler als in den Vorjahren. Die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten, steigende Zinsen und eine schwache Konjunktur könnten diese Entwicklung in Zukunft dämpfen, doch die Sehnsucht nach dem Waldviertel als sicherer Wohn- und Arbeitsstandort bleibt groß. Entscheidend ist nun, ausreichend verfügbare Immobilien mit den Interessierten zusammenzubringen – eine Aufgabe, bei der Gemeinden, Immobilienexpert:innen und regionale Partner gemeinsam an einem Strang ziehen.

Fakten zum Immobilienmarkt Waldviertel

Im Waldviertel wurden 2025 1.855 Immobilien im Gesamtwert von Ꞓ 196 Mio verkauft. Das bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber 2024, ist aber deutlich weniger als in den Boom-Jahren 2021 oder 2022. Vergleicht man die aktuellen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 mit dem Vorjahres-Halbjahr zeigt sich ein gleichbleibender Trend bei Transaktionsanzahl (642 nach 650 Verkäufe) und Transaktionsvolumen (Ꞓ 53 nach Ꞓ 52 Mio). „Der Immobilienmarkt im Waldviertel zeigt sich insgesamt wieder freundlicher. Allerdings trifft eine aktuell wieder steigende Nachfrage auf stagnierendes Angebot, insbesondere bei neuen Immobilien“, fasst Ing. Mag. (FH) Peter Weinberger, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien in NÖ/Wien/Burgenland die aktuelle Lage zusammen. Das spiegelt sich auch in der Preisentwicklung für Einfamilienhäuser und Grundstücke wider. Nach dem Preiseinbruch der Jahre 2023 und 2024, der primär den gestiegenen Zinsen und verschärften Kreditvergabevorschriften geschuldet war, stabilisierte sich der Markt und zog 2025 wieder an. Für ein Einfamilienhaus, nach wie vor die gefragteste Immobilienart im Waldviertel, musste man 2025 rund Ꞓ 2.300/m2 bezahlen, das entspricht einem deutlichen Plus von 27% im Vergleich zum Vorjahr (2024: Ꞓ 1.800/m2). Auch die Grundstückspreise kletterten von durchschnittlich Ꞓ 20 auf Ꞓ 26 je Quadratmeter. Weinberger: „Die Grundstückspreise haben damit das Niveau des Boom-Jahres 2022 beinahe wieder erreicht, als der Quadratmeter bis zu Ꞓ 30 kostete. Bei den Häuserpreisen ist noch Luft nach oben, hier wurden in den Corona-Jahren 2021 und 2022 bis zu Ꞓ 2.600 je m2 bezahlt.“ Lediglich Wohnungen waren im Waldviertel 2025 mit eine Quadratmeterpreis von rund Ꞓ 2.400 etwas günstiger zu haben als im Vorjahr (Ꞓ 2.700/m2).

Hitzeflüchtlinge zieht es ins kühle Waldviertel

Auch im ersten Halbjahr 2026 verzeichnet Raiffeisen Immobilien im Waldviertel reges Interesse an Wohnimmobilien, begleitet von stabilen bis leicht steigenden Preisen. „Insbesondere Einfamilienhäuser sind gefragt. Wie in ganz Niederösterreich stehen dabei derzeit vor allem Bestandsobjekte in gutem Bauzustand hoch im Kurs. Das entsprechende Angebot ist im Waldviertel jedoch knapp. Angesichts stark gestiegener Baukosten stellen bestehende Häuser für eine wachsende Kundengruppe eine attraktive Alternative zum Neubau dar“, erläutert Weinberger. Wo nötig werden gebrauchte Objekte Schritt für Schritt saniert und an die Bedürfnisse der neue Eigentümer:innen angepasst. Hier punktet gerade das Waldviertel mit einem breiten Angebot an vergleichsweise günstigen Handwerksbetrieben. Auch während der Hitzewellen des heurigen Sommers blieb das Interesse laut Raiffeisen Immobilien auf hohem Niveau. Weinberger: „Menschen aus den Ballungszentren entdecken das klimatisch angenehmere Waldviertel wieder verstärkt für sich. Dazu zählen sowohl Interessent:innen an einem Zweitwohnsitz als auch Best Ager, die hier einen attraktiven Wohnort für ihren nächsten Lebensabschnitt finden wollen.“ Zweitwohnsitzer wie Best-Ager sind auf der Suche nach kleinen bis mittelgroßen Landhäusern bis 150/170 m2. Weinberger: „Davon gibt es im Waldviertel leider definitiv zu Wenige in gutem Zustand.“

Die Wanderungsbilanz im Waldviertel ist weiterhin positiv

Dass das Waldviertel keine Abwanderungsregion mehr ist, ist mittlerweile bekannt. Auch im vergangenen Jahr sind laut Statistik Austria 5.285 Menschen in die NUTS3 Region Waldviertel gezogen und haben hier ihren Hauptwohnsitz gegründet. 1.269 davon kamen aus Wien, 542 aus dem Wiener Umland. Auch Tiroler:innen waren wieder mit dabei. Und somit zogen 329 Personen mehr zu als weg. Die Bezirke Gmünd, Horn, Krems Land und Waidhofen an der Thaya sowie die Stadt Krems verzeichneten einzeln betrachtet ebenfalls eine positive Wanderungsbilanz, mit Ausnahme des Bezirkes Zwettl mit einem leichten Minus von 97 Personen. Bei der Geburtenbilanz zeigt sich ein anderes Bild. 1.519 Geburten stehen 2.571 Sterbefällen gegenüber, was zu einem Minus von 1.052 führt. Die positive Wanderung schafft es demnach nicht, die stark negative Geburtenbilanz auszugleichen und den leichten Bevölkerungsrückgang gänzlich zu stoppen. Es braucht also auch in Zukunft mehr Zuzug – und dafür braucht es mehr Immobilien-Angebot! Der Verein Interkomm hat sich bereits 2008 dazu entschieden, diese Standortattraktivität unter der Marke „Wohnen im Waldviertel – Wo das Leben neu beginnt.“ verstärkt zu kommunizieren und interessierten Personen ein besonderes Wohnservice zu bieten. „Zuzug ist und bleibt wichtig für das Waldviertel! Daher möchten wir das Waldviertel und das Lebensgefühl hier sichtbar machen und zeigen, wie modernes Leben in der Region tatsächlich aussieht!", so der Interkomm-Obmann Bürgermeister Patrick Layr aus Weitra. Seit Projektstart sind insg. 88.953 Hauptwohnsitze im Waldviertel gegründet worden.

In Zeiten multipler Krisen suchen Menschen einen sicheren Wohnort

Trotz schlechter Konjunkturlage, steigender Zinsen und großer allgemeiner Verunsicherung haben Menschen auch im letzten Jahr im Waldviertel Wohnraum geschaffen. Der Grund? „Neben dem noch leistbaren Wohnraum und der enormen Lebensqualität ist es das Thema Sicherheit, das die Menschen vom Wohnen im Waldviertel überzeugt,“ so der Regionalentwickler Josef Wallenberger. Gemeint sind dabei finanzielle Sicherheit (leistbares Wohnen), berufliche Sicherheit (Arbeitsplätze), Versorgungssicherheit, Lebensqualität und Stabilität. Das beweist unter anderem ebenfalls die Statistik. „Die stärkste Gruppe der Menschen, die zuziehen, ist zwischen 20 und 37 Jahre alt und bringt oftmals Familie mit bzw. möchte in naher Zukunft eine Familie gründen. Hier geht es um die Frage, wo die eigenen Kinder aufwachsen bzw. in die Schule gehen sollen. Und die Antwort lautet oft: Im Waldviertel!“, so Wallenberger weiter.

Neue Wohnformen in alten Häusern - Lösungen für Wohnraummangel

„Die Nachfrage nach Wohnraum im Waldviertel ist deutlich größer als das verfügbare Angebot. Deshalb suchen wir laufend Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen oder vermieten möchten. Unsere 66 Mitgliedsgemeinden stehen Interessierten dabei gerne unterstützend zur Seite“, so Interkomm-Obmann Layr weiter. Immer mehr Waldviertler Hausbesitzer:innen teilen etwa ihre großen Einfamilienhäuser in mehrere Wohneinheiten mit getrennten Eingängen. Sie bleiben selbst im Haus wohnen und vermieten die zusätzlichen Wohnungen. Dadurch schaffen sie dringend benötigten Wohnraum und erzielen gleichzeitig ein zusätzliches Einkommen. Im Zuge des Umbaus werden häufig auch Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Wohnkomfort verbessert. Auch Einliegerwohnungen eröffnen neue Möglichkeiten. Sie eignen sich nicht nur für mehrere Generationen einer Familie, sondern können auch jungen Menschen leistbaren Wohnraum bieten. Gleichzeitig entstehen nachbarschaftliche Beziehungen, bei denen kleinere Unterstützungsleistungen im Alltag – etwa beim Einkauf oder im Garten – für beide Seiten einen Mehrwert schaffen können. „Die Zukunft vieler alter Häuser entscheidet sich nicht allein an der Bausubstanz, sondern auch an unserer Fähigkeit, Wohnen neu zu denken,“ so Josef Wallenberger. Der Verein Interkomm setzt es sich daher ebenso wie Raiffeisen Immobilien zum Ziel, Eigentümerinnen und Eigentümer von leeren Immobilien und Baulücken mit Menschen zu vernetzen, die Wohnraum oder Geschäftsräume suchen. So sollen untergenutzte oder leerstehende Objekte und Flächen verfügbar gemacht werden.

Exklusives Raiffeisen Immobilien Vormerkservice auch im Waldviertel

Immobiliensuchenden (nicht nur) im Waldviertel bietet Raiffeisen Immobilien ab sofort ein neues, exklusives Vormerk-Service mit dem sich Kund:innen einen entscheidenden Informationsvorsprung sichern können: Wer sich bei Raiffeisen Immobilien vormerken lässt, erhält individuell abgestimmte Immobilienangebote 48 Stunden lang exklusiv – noch vor der Veröffentlichung auf raiffeisen-immobilien.at bzw. auf den großen Immobilienportalen. So erhöhen sich die Chancen deutlich, die Traumimmobilie als Erste:r zu entdecken, ohne selbst ständig den Markt beobachten zu müssen.

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Raiffeisen Immobilien
Mag. Anita Köninger
Telefon: +436646051751733
E-Mail: [email protected]

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