• 14.09.2026, 13:16:03
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Hoffnung nach Stocker-Aussage: Kommt jetzt doch eine direkte Auszahlung für Dürrebauern?

Bundeskanzler Christian Stocker hat beim ernte.dank.festival eine Aussage getroffen, die bei vielen dürregeschädigten Bauern Hoffnung weckt.

Enzenkirchen (OTS) - 

In einem vor rund 18 Stunden auf seiner offiziellen Facebook-Seite veröffentlichten Beitrag erklärte Stocker:

„Ich habe diese Dürrehilfe aus voller Überzeugung und auch unter Mitwirkung von dir lieber Stefan in deiner Funktion als Bauernvertreter gemeinsam mit unserem Bundesminister dann sehr rasch umsetzen können. Wir werden’s in der kommenden Woche auch beschließen und dann rasch auszahlen, weil es mir ein Anliegen ist, all jene zu unterstützen, in dieser schweren Zeit, die durch die Dürre um die Früchte ihrer Arbeit gebracht worden sind.“

Die betroffenen Bauern freuen sich über diese Ankündigung. Denn wenn der Bundeskanzler ausdrücklich davon spricht, dass nach dem Beschluss „rasch ausbezahlt“ wird, kann das aus Sicht der schwer geschädigten Betriebe nur bedeuten, dass nun endlich auch direkte finanzielle Hilfe auf den betroffenen Höfen ankommt.

Im bisher präsentierten 240-Millionen-Euro-Dürrehilfspaket ist eine solche direkte Auszahlung an Betriebe entsprechend ihrer tatsächlichen Dürreschäden nämlich nicht vorgesehen.

Das Paket besteht im Wesentlichen aus Entlastungen bei Sozialversicherungsbeiträgen, die sich für die Betriebe erst im Jänner tatsächlich bemerkbar machen, einer höheren Förderung einer Variante der Dürreversicherung für 2027, Zinszuschüssen sowie Kreditstundungen.

Diese Maßnahmen können entlasten – aber sie ersetzen keine verlorene Ernte und bringen den massiv betroffenen Betrieben nicht unmittelbar jenes Geld, das sie jetzt für Futter, Saatgut, Dünger, Diesel, Pachten und laufende Rechnungen benötigen.

Umso erfreulicher wäre es, wenn die Aussage des Bundeskanzlers bedeutet, dass zusätzlich zum bisherigen Paket nun tatsächlich eine direkte und zielgerichtete Unterstützung der dürregeschädigten Höfe beschlossen wird.

Die betroffenen Bauern fragen deshalb:

Was genau wird „rasch ausbezahlt“?

Welche Betriebe erhalten diese Auszahlung?

Nach welchen Kriterien wird festgestellt, wer wie stark von der Dürre betroffen ist?

Wie hoch wird die Unterstützung ausfallen?

Und vor allem: Wann wird dieses Geld tatsächlich auf den Konten der betroffenen Betriebe eintreffen?

Gerade diese Fragen sind entscheidend. Denn die bisher angekündigten Maßnahmen werden zu einem großen Teil nach dem Gießkannenprinzip verteilt und berücksichtigen die tatsächliche Schadenshöhe der einzelnen Betriebe nur unzureichend.

Ein Betrieb mit vergleichsweise geringen Schäden kann dadurch ähnliche Entlastungen erhalten wie ein Hof, der massive Ernteausfälle bis hin zum Totalausfall verkraften muss.

Die am stärksten betroffenen Bauern brauchen deshalb eine zielgerichtete Unterstützung nach tatsächlichem Schaden.

Wenn Bundeskanzler Stocker nun von „rasch auszahlen“ spricht, nehmen ihn die dürregeschädigten Bauern beim Wort.

Denn genau darauf warten sie seit Monaten: auf Hilfe, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern tatsächlich und rasch auf den betroffenen Höfen ankommt.

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AGÖ
Manfred Muhr

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