- 14.09.2026, 11:36:02
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Husten, Schnupfen und Co.: ÖGK informiert über häufige Kinderkrankheiten
Häufige Kinderkrankheiten vermeiden und früh erkennen
Wenn Kinder krank werden, sind Eltern und Erziehungsberechtigte oft unsicher: Ist das noch ein harmloser Infekt oder braucht es ärztliche Hilfe? Gerade im Kindergarten- und Schulalter sind Infekte häufig und meist unkompliziert. Entscheidend ist weniger das einzelne Symptom als der Allgemeinzustand des Kindes.
„Nicht jede Erkrankung lässt sich verhindern, viele Infektionskrankheiten können wir aber sehr wohl vermeiden. Impfungen sind dabei ein ganz wesentlicher Baustein. Für Eltern ist es außerdem hilfreich, typische Krankheitszeichen zu kennen und zu wissen, was ihrem Kind guttut, wie sie den Genesungsprozess unterstützen können, welche Krankheiten durch Impfungen verhindert werden können, wann ärztlicher Rat notwendig ist und bei welchen Warnzeichen rasch gehandelt werden muss“, sagt Dr.in Gabriele Berger, Kinderärztin in der Kinder-Ambulanz im Gesundheitszentrum Floridsdorf.
Husten und Schnupfen: Meist harmlos
Husten ist ein natürlicher Schutzreflex des Körpers und hilft dabei, Schleim und Sekret aus den Atemwegen zu entfernen. Bei Erkältungen und anderen Atemwegsinfekten kann er auch nach dem eigentlichen Infekt noch einige Zeit bestehen bleiben. Die meisten dieser Infekte werden durch Viren verursacht, hierbei wirken keine Antibiotika. Meist helfen einfache Maßnahmen wie ausreichend Flüssigkeit, Ruhe und eine freie Nase. Bei Kindern ab einem Jahr kann auch etwas Honig den Hustenreiz lindern.
Mehr zu bewährten Möglichkeiten zur Linderung leichter Beschwerden finden Sie in der ÖGK- Hausmittel für Kinder Broschüre.
Anhaltender oder stärker werdender Husten, Husten mit Fieber oder Anzeichen von Atemnot wie schnelle oder angestrengte Atmung, Kurzatmigkeit, pfeifenden Atemgeräuschen oder Hauteinziehungen sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden.
Wenn Kinder Ausschlag bekommen
Rote Flecken, Pünktchen, Bläschen oder juckende Haut können unterschiedliche Ursachen haben, etwa Infektionen, Allergien oder Hautreizungen. Allein anhand des Ausschlags lässt sich die Ursache für Eltern jedoch häufig nicht sicher feststellen.
Tritt ein Ausschlag gemeinsam mit einem schlechten Allgemeinzustand auf, breitet er sich rasch aus oder kommen Atemprobleme oder Schwellungen hinzu, sollte rasch ärztlicher Rat eingeholt werden. Ein Foto des Ausschlags kann bei der ärztlichen Beurteilung hilfreich sein, insbesondere wenn sich das Hautbild im Verlauf verändert.
Gut geschützt durch Impfungen
Auch einige typische Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Windpocken gehen mit charakteristischen Hautveränderungen einher. Je nach Erkrankung werden sie von Viren oder Bakterien verursacht und können unterschiedliche Beschwerden wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Abgeschlagenheit oder Hautausschläge hervorrufen. Während manche Verläufe unkompliziert sind, können andere zu schweren Komplikationen führen.
Viele dieser teils sehr gefährlichen Infektionskrankheiten können durch Schutzimpfungen einfach und sicher verhindert werden. Im Rahmen des kostenfreien Impfprogramms werden zahlreiche Impfungen für Kinder und Jugendliche angeboten.
Das kostenfreie Kinderimpfprogramm umfasst viele Impfungen, darunter fallen:
- Pneumokokken (Bakterielle Lungen-, Hirnhaut- oder Mittelohrentzündung)
- Masern (MMR-Kombinationsimpfstoff)
- Mumps (MMR-Kombinationsimpfstoff)
- Röteln (MMR-Kombinationsimpfstoff)
- Meningokokken der Serogruppen A, C, W, Y (Bakterielle Hirnhautentzündung; kostenfrei in der 6. Klasse / 10.–13. Lebensjahr)
- HPV (Humane Papillomaviren) (Schutz vor Krebsvorstufen; kostenfrei vom 9. bis zum vollendeten 21. Lebensjahr)
- Influenza (Echte Grippe; im Rahmen des öffentlichen Impfprogramms saisonal kostenfrei)
Weitere Informationen zum kostenlosen Kinderimpfprogramm finden Sie hier.
Im Krankheitsfall richtig handeln
Bei leichten Beschwerden können Eltern oder Erziehungsberechtige ihr Kind meist gut zu Hause unterstützen. Wichtig ist es, Krankheitszeichen wahrzunehmen und den Allgemeinzustand des Kindes im Blick zu behalten. Ruhe, ausreichend Flüssigkeit und Zuwendung können oftmals viel bewirken.
Es gibt jedoch auch Situationen, in denen eine umgehende medizinische Abklärung erforderlich ist, insbesondere wenn:
- sich der Allgemeinzustand des Kindes deutlich verschlechtert oder das Kind schwer krank wirkt und starke Schmerzen auftreten
- der Säugling ungewöhnlich schrill oder anhaltend schreit und sich nicht beruhigen lässt
- Husten gemeinsam mit Fieber oder einem schlechten Allgemeinzustand auftritt
- hohes oder länger anhaltendes Fieber besteht (z.B. länger als 3 Tage) oder das Kind einen Fieberkrampf hat
- ein Hautausschlag oder Hautveränderungen gemeinsam mit Fieber oder einem schlechten Allgemeinzustand auftritt
Wenn es dem Kind schlecht geht und die Beschwerden stark sind, sollte das Kind ärztlich betreut werden. Bei Fragen oder Unsicherheit hilft die Gesundheitsberatung 1450. Bei einem medizinischen Notfall gilt: 144 wählen.
Mehr zum Thema typische Kinderkrankheiten und den weiteren Schwerpunkten der Kindergesundheitskampagne finden Sie unter www.oegk.at/kids.
Rückfragen & Kontakt
Rückfragehinweis:
Österreichische Gesundheitskasse
[email protected]
www.oegk.at
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