• 14.09.2026, 11:11:02
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Austrian Leading Sights: Besucherzahlen 2026 unter dem Vorjahresniveau – Verein spricht sich gegen geplanten Kultureuro aus

Wien (OTS) - 

Aktuelle Mitgliederbefragung von Austrian Leading Sights zeigt rückläufige Besucherzahlen bei einem Großteil der führenden österreichischen Sehenswürdigkeiten, besonders ausgeprägt in Wien – der Verein sieht im geplanten "Kultureuro" ein zusätzliches Hindernis für die Branche.

Während zuletzt vielfach von Rekordzahlen im österreichischen Tourismus berichtet wurde, zeichnet eine aktuelle Umfrage unter den Mitgliedern des Vereins Austrian Leading Sights ein differenzierteres Bild: 80 % der befragten Institutionen berichten sowohl für Juli als auch für August 2026 von rückläufigen Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr – rund 40 % davon mit einem Rückgang von über 10 %. Seit Jahresbeginn verstärkt sich dieser Trend: 88 % der befragten Mitglieder verzeichnen ein Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang in Wien. Aber auch in anderen Bundesländern wie Tirol, Salzburg, Niederösterreich, Burgenland und Kärnten berichten Mitgliedsinstitutionen von sinkenden Besucherzahlen – der Trend ist damit bundesweit spürbar, mit einem klaren Schwerpunkt in der Bundeshauptstadt.
Für Austrian Leading Sights ist Transparenz hier zentral: Der Verein sieht es als seine Aufgabe, diese Zahlen offen zu kommunizieren, auch wenn sie nicht dem aktuell vermittelten öffentlichen Bild entsprechen. Denn nur eine realistische Einschätzung der Lage ermöglicht sinnvolle politische und wirtschaftliche Entscheidungen im Tourismus- und Kulturbereich.

Kultureuro: Zusätzliche Hürde statt Entlastung

Vor diesem Hintergrund reagiert Austrian Leading Sights auf die Pläne der Stadt Wien zur Einführung eines "Kultureuro" – eines möglichen Aufschlags von rund 12,5 % auf Eintrittskarten für Konzerte, Theater und Museen – mit Unverständnis und Sorge.
Eine zusätzliche Abgabe in einer Phase sinkender Besucherzahlen würde die betroffenen Institutionen zusätzlich belasten und könnte den Rückgang weiter verstärken, statt ihm entgegenzuwirken.Gemeinsam mit der bereits beschlossenen Erhöhung der Ortstaxe würde der Kultureuro die Kosten für einen Kulturbesuch spürbar in die Höhe treiben – mit besonderen Auswirkungen auf Familien, junge Menschen und preissensible Gruppen, die einen wesentlichen Teil des Publikums der führenden österreichischen Sehenswürdigkeiten stellen.

Austrian Leading Sights fordert daher, in dieser für die Kulturinstitutionen kritischen Situation von der Einführung des Kultureuro abzusehen und stattdessen für eine Entlastung statt einer zusätzlichen Belastung zu sorgen. Es gilt gemeinsam Maßnahmen und zusätzliche Anreize zu schaffen, die Besucher:innen nachhaltig zurückgewinnen – etwa durch eine Sonntagsöffnung, anstatt sie durch höhere Preise zusätzlich abzuschrecken.

Über Austrian Leading Sights

Austrian Leading Sights ist die politisch unabhängige Interessensvertretung führender österreichischer Sehenswürdigkeiten und vertritt 58 Mitglieder mit insgesamt mehr als 27 Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich.

Rückfragen & Kontakt

Austrian Leading Sights - Förderung österreichischer
Sehenswürdigkeiten
Mag. (FH) Florian Felder
Telefon: +43 664 1834078
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.austrianleadingsights.at

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