• 11.09.2026, 12:33:32
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ÖVP - Zierfuß/Korosec: Wien streicht psychosoziales Unterstützungspersonal an Schulen

Multiprofessionelle Teams laufen mit Juni 2027 aus – SPÖ-Stadrat Hacker streicht 34 Vollzeit-Unterstützungskräfte an Wiens Schulen - Chancenbonus wird von Wien sabotiert

Wien (OTS) - 

„Der vom Bund finanzierte Chancenbonus soll sozioökonomisch benachteiligten Schulen zusätzliche Ressourcen bringen und nicht von den Bundesländern finanzierte Ressourcen ersetzen. Deshalb heißt er auch ChancenBONUS und nicht ChancenERSATZ“, kritisiert Klubobmann und Bildungssprecher Harald Zierfuß das von SPÖ-Stadtrat Hacker angekündigte Auslaufen der multiprofessionellen Teams an Wiens Schulen im Ausmaß von 34 Vollzeit-Unterstützungskräften. „SPÖ-Stadtrat Hacker missbraucht den vom Bund finanzierten Chancenbonus, um vom Land Wien finanzierte psychosoziale Unterstützungskräfte für Wiens Schulen einzusparen. Das ist fahrlässig, verantwortungslos und führt den Chancenbonus ad absurdum“, so Zierfuß.

Auch die Gesundheitssprecherin der Wiener Volkspartei Gemeinderätin Ingrid Korosec kritisiert das Auslaufenlassen der multiprofessionellen Teams an Schulen: „Die psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Umso wichtiger ist es, dass Hilfe dort verfügbar ist, wo junge Menschen einen großen Teil ihres Alltags verbringen, nämlich direkt in der Schule. Gerade deshalb ist es völlig unverständlich, dass SPÖ-Stadtrat Hacker bereits bestehende und mit hohem Einsatz errichtete psychosoziale Unterstützungsstrukturen an unseren Schulen auslaufen lassen möchte.“

SPÖ-Bürgermeister Ludwig und SPÖ-Stadtrat Hacker haben erst vor zwei Jahren medienwirksam die Einführung von sogenannten „multiprofessionellen Teams“ an Wiens Pflichtschulen angekündigt. Angesichts der zahlreichen psychosozialen Belastungen in den vergangenen Jahren an Wiens Schulen durch Pandemie, Krieg, Klima und Teuerung sollten 2026 im Endausbau 17 Teams bestehend aus Psychologen, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen 52 Pflichtschulstandorte mit rund 15.000 Schüler betreuen. Mit Stand 27.06.2025 gab es laut Anfragebeantwortung von SPÖ-Stadtrat Hacker 34,5 Vollzeitäquivalente, die sich in den Teams in Abstimmung mit der Bildungsdirektion Wien um die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler gekümmert haben.

„Während in Wien die Schulpflichtverletzungen explodieren, es nach wie vor einen Höchststand an Suspendierungen in der Stadt gibt und sich die Zahl der Sitzenbleiber in Mittelschulen seit 2020 mehr als verdoppelt hat, gibt es in der Bundeshauptstadt für rund 500 Pflichtschulen gerade einmal 58 Vollzeit-Sozialarbeiter. Wir sind Lichtjahre davon entfernt, dass jede Pflichtschule auch die Unterstützung eines Schulsozialarbeiters hat. SPÖ-Stadtrat Hacker spart hier wieder einmal am falschen Ort und sabotiert damit den Chancenbonus für sozioökonomisch benachteiligte Wiener Schulen“, so Zierfuß.

„Wenn nun alle Bundesländer damit beginnen, die von ihnen finanzierten Schulsozialarbeiter, Sozialpädagogen und Psychagogen an ihren Schulen zu streichen, wird der Chancenbonus ein Nullsummenspiel. Das darf nicht passieren. Die Stadt muss die multiprofessionellen Teams an Wiens Schulen erhalten“, fordert Zierfuß.

„Der Chancenbonus des Bundes darf nicht als Vorwand dienen, damit sich die Stadt Wien aus ihrer eigenen Verantwortung zurückzieht. Unsere Kinder und Jugendliche brauchen mehr Psychologen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen und können auf keinen einzigen von ihnen verzichten“, so Gesundheitssprecherin Korosec abschließend.

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