• 11.09.2026, 10:30:32
  • /
  • OTS0047

ÖVP – Zierfuß: Zahl der Schulpflichtverletzungen in Wien explodiert

Anfragebeantwortung zeigt Anstieg der Anzeigen um 156 Prozent seit 2018/19 – Konsequentes Vorgehen gegen Schulschwänzen gefordert

Wien (OTS) - 

Die Zahl der Schulpflichtverletzungen in Wien ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Anfragebeantwortung von Neos-Stadträtin Bettina Emmerling an die Wiener Volkspartei. Wurden vor Corona (im Schuljahr 2018/19) noch 3.101 Anzeigen wegen Nichterfüllung der Schulpflicht erstattet, waren es im Schuljahr 2025/26 bereits 7.949. Das entspricht einem Anstieg um 4.848 Anzeigen beziehungsweise 156 Prozent.

„Diese Zahlen sind ein bildungspolitisches Alarmsignal. Seit die Neos in Wien regieren, ist die Zahl der Anzeigen wegen Schulpflichtverletzungen um fast 5.000 gestiegen. Immer mehr Kinder und Jugendliche fehlen so häufig unentschuldigt im Unterricht, dass es sogar zu einer Anzeige kommt. Diese Entwicklung darf die Neos-Bildungsstadträtin nicht länger hinnehmen“, so Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener Volkspartei Harald Zierfuß.

Auch bei den tatsächlich verhängten Geldstrafen zeigt die Entwicklung deutlich nach oben. Im Schuljahr 2018/19 endeten 1.909 Verwaltungsstrafverfahren mit einer Geldstrafe, 2025/26 waren es bereits 2.985. Das entspricht einem Plus von 1.076 Fällen beziehungsweise rund 56 Prozent. Bei ungerechtfertigtem Fernbleiben an mehr als drei Schultagen sieht das Schulpflichtgesetz eine Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde vor. Geldstrafen können zwischen 150 und 800 Euro betragen.

„Schule ist in Österreich kein freiwilliges Angebot. Es herrscht Schulpflicht und diese muss auch eingehalten werden. Wer regelmäßig im Unterricht fehlt, versäumt nicht nur Lernstoff, sondern gefährdet seine eigenen Bildungs- und Zukunftschancen. Die Neos-Bildungsstadträtin muss daher dafür sorgen, dass Schulpflichtverletzungen frühzeitig erkannt, Eltern konsequent in die Pflicht genommen und die Ursachen für diese dramatische Entwicklung endlich angegangen werden“, fordert Zierfuß.

Für die Wiener Volkspartei braucht es daher neben einem konsequenten Vollzug vor allem Maßnahmen, die bereits ansetzen, bevor es überhaupt zu einer Anzeige kommt. Schulen müssen bei wiederholtem unentschuldigtem Fernbleiben rasch reagieren können, Eltern müssen ihrer Verantwortung nachkommen und die Bildungsdirektion muss sicherstellen, dass auffällige Entwicklungen nicht über Jahre hinweg hingenommen werden.

„Für 469 Wiener Pflichtschulen gab es im vergangenen Schuljahr gerade einmal 58 vollzeitarbeitende Schulsozialarbeiter. Hier muss schleunigst gegengesteuert werden“, so Zierfuß weiter und abschließend: „Jeder einzelne Fall steht für ein Kind, dessen Bildungschancen auf dem Spiel stehen. Wenn sich die Zahl der Anzeigen innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt, kann die Antwort der Stadt nicht sein, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wien braucht eine klare Strategie gegen Schulschwänzen und eine Bildungsstadträtin, die dieses Problem endlich zur Chefsache macht.“

Rückfragen & Kontakt

Die Wiener Volkspartei
Presse & Kommunikation

Telefon: 01/515 43 230
E-Mail: [email protected]
Website: https://wien.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel