• 09.09.2026, 14:14:02
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Kultureuro als nächste Belastung für Wiener Wirtschaft

Die Stadt Wien will bei Kultur-Eintritten Millionen kassieren. Die ÖHV warnt vor weiteren Belastungen für Gäste und Kulturszene.

Wien (OTS) - 

Nach der beschlossenen Erhöhung der Ortstaxe von 3,2% auf zwischenzeitlich 5% und ab nächstem Juli 8% plant die Stadt Wien laut Medienberichten die nächste Belastung: einen „Kultureuro“ auf Eintritte in Kulturinstitutionen in Form eines Aufschlags von 12,5 %. Alexander Ipp, Vizepräsident der Österreichischen Hotelvereinigung und Landesvorsitzender in Wien, sieht die Entwicklung mit Sorge: „Statt die Ausgaben in den Griff zu bekommen, kassiert die Stadt überall ab: Bei Müll und Abwasser kennen wir das schon, jetzt bei der Ortstaxe und bald bei Kultur und Events. Das geht in die ganz falsche Richtung: Wien lebt von seiner Kultur – und die lebt davon, dass sie von den Wiener:innen und deren Gästen niederschwellig erlebt werden kann!“

Nicht nur Reiche machen Städtereisen

Wien sei keine Stadt nur für Reiche: „Dem einen oder anderen mag der Aufschlag egal sein, doch gerade in der Kulturszene und unter Städtereisenden gibt es große Gruppen auch aus Österreich, die aufs Geld schauen. 8% Zuschlag selbst auf günstige Unterkünfte und 12,5% auf Konzert-, Theater- oder Stadthallen-Karten werden in Zeiten steigender Preise in allen Bereichen für Kulturinteressierte zur zusätzlichen finanziellen Hürde am Weg zu Konzerten, zur Kleinkunst oder ins Museum“, so Ipp. Die geplante Erhöhung der Ortstaxe auf 8% werde vor dem Hintergrund der aktuellen Kostensituation zur spürbaren Mehrbelastung und müsse zurückgenommen werden, fordert der Branchenkenner.

Der falsche Kulturwandel

Irritierend sei der Kurs der SPÖ Wien: Während Vizekanzler Andreas Babler und Finanzminister Markus Marterbauer sich den Kampf gegen die Teuerung auf die Fahnen heften (Mietpreis-Stopp, MwSt-Halbierung, Preiskommission, ...) und sich die SPÖ laut Grundsatzprogramm zur öffentlichen Kulturfinanzierung bekennt, treibt die SPÖ Wien durch immer neue und höhere Abgaben die Inflation in die Höhe. Statt die Kultur aus dem öffentlichen Haushalt zu finanzieren, werde sie zur Melkkuh: ein „Kulturwandel“ der falschen Art. Besser, so Ipp, wäre die Abkehr von ausufernden Ausgaben und von der Erhöhung der Ortstaxe auf im internationalen Vergleich überteuerte 8% abzusehen.

Über die ÖHV

Die ÖHV ist die parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung der österreichischen Hotellerie mit mehr als 1.700 Mitgliederbetrieben. Sie setzt sich aktiv für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, Qualität und Innovation im österreichischen Tourismus ein. Weitere Pressemeldungen der ÖHV und Bildmaterial finden Sie unter www.oehv.at/presse

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Leiter Public Affairs & Public Relations
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