- 09.09.2026, 13:34:32
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50 Millionen Euro für die Sicherung der Industrie-Versorgung in der Obersteiermark
26,5 Kilometer neue Erdgas-Leitung, die künftig auch für den Transport von Wasserstoff genützt werden kann

Mit dem Groß-Projekt setzen die Energienetze Steiermark ein Tochterunternehmen der Energie Steiermark einen wichtigen Schritt für die sichere und zukunftsorientierte Gasversorgung im obersteirischen Wirtschaftsraum. Die neue Leitung zwischen Bruck/Mur und St. Michael/Traboch wird als H₂-ready-Gasleitung errichtet und ist damit bereits heute für den Transport von bis zu 100 Prozent Wasserstoff ausgelegt, kann künftig, aber auch weitere erneuerbare Gase wie Biomethan oder synthetisches Methan transportieren. Mit einer Investitionssumme von rund 50 Millionen Euro zählt das Projekt zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben im steirischen Gasnetz.
„Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Die neue Leitung wird bereits heute wasserstofftauglich errichtet und schafft damit die Grundlage für künftige Anwendungen. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung einer modernen, leistungsfähigen Energieinfrastruktur und die langfristige Stärkung des Wirtschaftsraums Steiermark“, Martin Graf und Werner Ressi, Vorstandsteam der Energie Steiermark.
Der Bau der neuen Leitung erfolgt unter anspruchsvollen topografischen Bedingungen. Entlang der Trasse sind insgesamt rund 4.300 Höhenmeter zu bewältigen, etwa ein Drittel der Strecke verläuft durch steile Hanglagen mit Neigungen von bis zu 40 Prozent, in einzelnen Abschnitten sogar bis zu 55 Prozent. Höchste technische Präzision erfordern die zahlreichen Gewässer, Bahnlinien und Verkehrswege, die gequert werden. Ein besonderes Schlüsselstück des Projekts ist die Unterquerung der Mur: Mittels Horizontalspülbohrung wird die Leitung auf einer Länge von rund 380 Metern etwa 20 Meter unterhalb der Flusssohle verlegt und kann so ohne Eingriffe in die Oberfläche sicher passieren.
Für die Errichtung der Pipeline sind insgesamt rund 2.400 Schweißnähte erforderlich, die unter höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards ausgeführt und geprüft werden. Die Fertigstellung der Bauarbeiten der rund 26,5 Kilometer langen Leitung sind für Ende 2026 vorgesehen. Die Inbetriebnahme soll unmittelbar danach erfolgen. Seit dem Baustart im Jahr 2025 konnten bereits rund 80% Rohrleitung verlegt und verschweißt werden. Auch ein großer Teil der Oberflächenwiederherstellung ist bereits abgeschlossen. Dabei werden die in Anspruch genommenen Flächen rekultiviert und in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt.
„Für eine sichere Energieversorgung der Zukunft braucht es nicht nur erneuerbare Erzeugung, sondern auch die passende Infrastruktur. Erneuerbare Gase werden eine zentrale Rolle spielen, insbesondere in den Wintermonaten, wenn die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Wasserkraft geringer ausfällt. Mit dem Projekt schaffen wir schon heute die Voraussetzungen, um diese Energieträger künftig zuverlässig und effizient zu transportieren und die Versorgung langfristig abzusichern“, betonen Martin Graf und Werner Ressi.
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