• 09.09.2026, 13:12:32
  • /
  • OTS0125

„Schatten-KI“ in Österreich: Jeder Sechste nutzt im Job heimlich KI-Assistenten – 42% verzichten ganz auf KI

Neue Umfrage von Tieto Austria und TQS unter 1.000 Österreicher*innen repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bundesland und Bildung, davon 795 Berufstätige

Robert Kaup, Geschäftsführer Tieto Austria
Wien (OTS) - 

Jede*r sechste Berufstätige in Österreich (17%) nutzt KI heimlich im Job – ohne Wissen des Arbeitgebers. Dieses Phänomen der „Schatten-KI“ beschreibt die unerlaubte Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Nur ein Viertel (23%) setzt ausschließlich auf genehmigte KI-Assistenten. Gleichzeitig verzichten 42% komplett auf KI, vor allem aufgrund fehlender Richtlinien oder Misstrauens in die Ergebnisse. Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage von Tieto Austria und TQS Research & Consulting unter 795 Berufstätigen.

Der KI-Einsatz im Job schreitet schneller voran, als Arbeitgeber mithalten können. Beschäftigte wollen ihre gewohnte private KI-Nutzung auch beruflich einsetzen, um produktiver zu arbeiten. Doch bei den technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen hinken heimische Unternehmen hinterher“, sagt Robert Kaup, Geschäftsführer des Tech-Consulting-Dienstleisters Tieto Austria.

Dieses Gefälle zwischen privater und beruflicher Nutzung führt dazu, dass der Studie zufolge etwa ein Viertel der Berufstätigen (24%) derzeit keine KI-Assistenten einsetzt, weil es im Unternehmen an klaren KI-Richtlinien fehlt. Darüber hinaus spielt auch die Qualität verfügbarer KI-Anwendungen eine Rolle: Fast jede*r fünfte Berufstätige (18%) verzichtet auf KI im Arbeitsalltag, weil er bzw. sie den Ergebnissen nicht ausreichend vertraut.

„Schatten-KI“: Warum nutzen 17% heimlich KI-Assistenten?

Das Fehlen von KI-Richtlinien führt auch dazu, dass viele Berufstätige auf die „Schatten-KI“ zurückgreifen – vor allem jüngere Arbeitnehmer*innen (24% bei 16- bis 29-Jährigen). Besonders verbreitet ist sie im Burgenland (27%), während in Salzburg (10%) deutlich weniger Menschen unerlaubte KI-Tools nutzen. „Schatten-KI ist ein Damoklesschwert für Unternehmen: Sie treibt die Produktivität, riskiert aber Datenschutzverletzungen, sobald Mitarbeitende vertrauliche Firmendaten in öffentliche KI-Plattformen eingeben. Wer jetzt keine klaren Regeln schafft, verliert die Kontrolle“, warnt Kaup.

Jeder fünfte Arbeitgeber akzeptiert Risiko des unkontrollierten KI-Einsatzes

Doch wie reagieren Arbeitgeber auf das Phänomen „Schatten-KI“? In einer weiteren TQS-Umfrage hat Tieto Austria 100 heimische KI-Verantwortliche in Mittel- und Großunternehmen (mehr als 250 sowie mehr als 500 Mitarbeitende) befragt: Während die Mehrheit (62%) auf Prävention durch klare Richtlinien und genehmigte KI-Tools setzt, akzeptiert jeder fünfte Arbeitgeber (19%) bewusst ein Restrisiko und lässt „Schatten-KI“ zu. Nur 46% kontrollieren durch technische Maßnahmen, ob Mitarbeitende unerlaubte KI-Tools nutzen.

KI-Nutzung regional geprägt: Burgenland vorne, Salzburg und Kärnten mit Aufholbedarf

Trotz aller Hürden hat KI bereits in vielen österreichischen Büros Einzug gehalten: Etwa ein Viertel der Berufstätigen (23%) nutzt ausschließlich vom Arbeitgeber genehmigte KI-Assistenten. Zusammen mit der „Schatten-KI“ steigt die Zahl der Nutzer*innen auf rund 40 Prozent der Berufstätigen, bei Männern (44%) stärker als bei Frauen (36%). Dabei zeigen sich jedoch große regionale Unterschiede: Während im Burgenland zwei Drittel (66%) der Arbeitnehmer*innen auf KI-Assistenten zurückgreifen, macht dies in Salzburg (34%) und Kärnten (34%) nur etwa ein Drittel. Die Nutzung steigt auch mit zunehmendem Bildungsniveau: von 31% bei Menschen ohne Matura auf rund 53% bei jenen mit Matura sowie auf rund 66% bei Studienabsolvent*innen.

„KI-Assistenten sind in Österreichs Betrieben angekommen – aber oft durch die Hintertür. Das ist ein Warnsignal. Beschäftigte brauchen klare Richtlinien, genehmigte KI-Tools und gezielten Kompetenzaufbau. Nur so wird KI zum Produktivitätsfaktor statt zum unkontrollierten Risiko“, resümiert Kaup.

Über die Studie

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage von Tieto Austria und TQS Research & Consulting. Die Erhebung erfolgte im März 2026 mittels CAWI (Computer Assisted Web Interviews). Befragt wurden 1.000 Österreicher*innen repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bundesland und Bildung, davon 795 Berufstätige.

Über Tieto

Tieto ist ein führendes Software- und Technologieberatungsunternehmen mit nordeuropäischen Wurzeln und rund 13.000 Mitarbeitenden weltweit. Mit spezialisierten Software- und Consultingexpert:innen entwickelt das Unternehmen geschäftskritische Lösungen für Kund:innen aus unterschiedlichsten Branchen. In Zentraleuropa ist Tieto mit Standorten in Österreich (Wien, Linz und Graz) sowie Deutschland (Regensburg) vertreten. Das Unternehmen steht für sinnvolle Innovationen und maßgeschneiderte Technologielösungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Data & Cloud, Softwareengineering und Enterprise Applications. Tieto unterstützt Unternehmen dabei, neue Technologien in ihre Kernprozesse zu integrieren und sich so zu Vorreitern der digitalen Transformation zu entwickeln. Als Implementierungspartner unter anderem von SAP und Microsoft begleitet der Technologiedienstleister Unternehmen aus Industrie, Finanzwesen, öffentlichem Sektor und weiteren Branchen bei der Digitalisierung und Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse. Zu den Kund:innen von Tieto zählen unter anderem Bosch, ÖBB, ASFiNAG, Semperit, Corteva, ABB, Allianz Bank, Volvo Trucks, Bose, Polestar und AstraZeneca. Weitere Informationen unter www.tieto.com/de.

Rückfragen & Kontakt

Tieto Tech Consulting
Bianca Sullivan, Marketing & Communications Manager
Telefon: +43 664 5263586
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.tieto.com/de/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HIM

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel