- 09.09.2026, 09:39:02
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AUGE Wien: Sozialabbau stoppen – Stadtregierung muss Kürzungskurs korrigieren!
AUGE Wien unterstützt die Forderung des Bündnisses „Wien bleibt anders“ nach raschen Gesprächen
Die Warnung von rund 80 Wiener Sozialorganisationen kann die Stadtregierung nicht länger ignorieren. Wenn Einrichtungen der Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe vor den Folgen weiterer Einschnitte warnen, braucht es mehr als Gesprächsbereitschaft. Die angekündigten Kürzungen gehören vom Tisch.
„Wer beim sozialen Netz kürzt, spart nicht abstrakt im Budget – sondern bei Menschen. Bei jenen, die Unterstützung brauchen, und bei jenen, die diese Unterstützung jeden Tag leisten. Die Wiener Stadtregierung muss ihren Kürzungskurs korrigieren, bevor aus dem Spardruck ein nachhaltiger Schaden für die soziale Infrastruktur dieser Stadt wird“, fordert Pamela Hölzlwimmer, Betriebsrätin im Sozialbereich.
Schon heute halten die Kolleg:innen das soziale Netz Wiens unter enormem Druck aufrecht. Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung und steigende Anforderungen gehören in vielen Bereichen längst zum Alltag. Weitere Kürzungen verschärfen diese Situation: weniger Personal, noch höhere Belastung und weniger Zeit für jene Menschen, die Unterstützung benötigen.
Für >AUGE Wien ist deshalb klar: Die Finanzierung der Sozialorganisationen muss die tatsächlichen Personal- und Sachkosten einschließlich der kollektivvertraglichen Gehaltserhöhungen vollständig abdecken. Es kann nicht sein, dass notwendige Gehaltserhöhungen für Beschäftigte Einrichtungen finanziell unter Druck setzen oder letztlich mit Personalabbau, Leistungskürzungen und zusätzlicher Arbeitsverdichtung bezahlt werden.
„Die Beschäftigten im Sozialbereich sind nicht das Sparschwein der Stadt. Wer jahrelang auf ihren Einsatz und ihre Professionalität baut, kann ihnen jetzt nicht die Rechnung für die Budgetprobleme präsentieren. Gute soziale Arbeit braucht ausreichend Personal, gute Arbeitsbedingungen und eine gesicherte Finanzierung“, so Vera Koller, Fraktionsvorsitzende von >AUGE Wien und Mitglied des Vorstands der Arbeiterkammer Wien.
Stadtregierung muss handeln statt Sozialabbau verwalten
Die angekündigten Kürzungen müssen zurückgenommen werden und es muss gemeinsam mit Beschäftigten, Betriebsrät:innen, Gewerkschaften und Trägerorganisationen eine nachhaltige Finanzierung der sozialen Infrastruktur erarbeitet werden.
Gleichzeitig muss Wien gegenüber der Bundesregierung offensiv für zusätzliche Einnahmen und eine gerechtere Finanzierung eintreten. Millionenvermögen und große Erbschaften müssen endlich einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung unseres Sozialstaats leisten. Es ist eine Frage politischer Prioritäten, ob bei der sozialen Infrastruktur gekürzt oder großer Reichtum stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen wird.
Rückfragen & Kontakt
>AUGE Wien – links.unabhängig.grün
Stefan Steindl, Politischer Sekretär
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