• 08.09.2026, 10:59:32
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IV zu PISA: MINT-Kompetenzen sind entscheidend für Österreichs Zukunftsfähigkeit

MINT-Förderung muss im Kindergarten beginnen – Grundkompetenzen durch Bildungspflicht verbindlich absichern

Wien (OTS) - 

Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen bei den MINT-Kompetenzen ein gemischtes Bild: In den Naturwissenschaften steigt Österreich von 491 Punkten 2022 auf 497 Punkte und liegt damit über dem OECD-Schnitt von 482 und dem EU-Schnitt von 476 Punkten, die beide zurückgehen. Beunruhigend ist hingegen die Entwicklung in Mathematik: Hier setzt sich der Negativtrend fort – von 487 Punkten im Jahr 2022 auf nun 477 Punkte. Damit liegt Österreich zwar weiterhin über dem OECD-Schnitt von 463 und dem EU-Schnitt von 460 Punkten, der erneute deutliche Rückgang bei einer zentralen MINT-Grundkompetenz gibt aber Anlass zur Sorge.

„Für Österreich als Industrie- und Innovationsland muss der Anspruch sein, im internationalen Vergleich mehr als solide abzuschneiden. MINT-Kompetenzen sind längst Standortkompetenzen: Sie entscheiden darüber, ob Österreich bei Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Energiewende und neuen Technologien auch künftig entwickeln und produzieren kann oder im globalen Wettbewerb zurückfällt“, betont Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), und ergänzt: „Angesichts des anhaltend hohen Bedarfs an technischen Fachkräften muss es gelingen, mehr junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu gewinnen und vorhandene Potenziale besser auszuschöpfen. Österreichs Rückfall im IMD-Ranking von Rang 16 im Jahr 2020 auf Rang 29 von 70 Volkswirtschaften 2026 zeigt: Gute MINT-Kompetenzen sind eine zentrale Voraussetzung für mehr Wettbewerbsfähigkeit.“

MINT-Förderung möglichst früh – MINT-Gütesiegel und MINTality Stiftung als Initiativen

MINT-Förderung müsse deutlich früher ansetzen. „Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik entsteht nicht erst bei der Bildungs- oder Berufswahl. MINT beginnt im Kindergarten – mit Neugier, Experimentieren, Entdecken und dem Vertrauen der Kinder in die eigenen Fähigkeiten. Gerade Mädchen müssen von Beginn an erleben, dass Technik und Naturwissenschaften selbstverständlich auch ihre Welt sind“, so Neumayer. Die IV engagiert sich daher gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern unter anderem für das MINT-Gütesiegel und die MINT-Regionen sowie über die MINTality Stiftung für eine durchgängige MINT-Förderung.

Frühe Begeisterung bildet zwar die Basis, wichtig ist dann allerdings, dass die grundlegenden Kompetenzen auch tatsächlich erworben werden. Die Entwicklung ist hier besorgniserregend: In Mathematik setzt sich der Negativtrend fort, und auch beim Lesen brechen die Leistungen deutlich ein. Österreich fällt beim Lesen von 480 Punkten 2022 auf 467 Punkte und liegt damit nur noch knapp über dem OECD-Schnitt von 461. „Deshalb braucht es die rasche Einführung der Bildungspflicht, um die Vermittlung zentraler Kompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch verbindlich abzusichern und bei Defiziten gezielte Förderung auszulösen“, unterstreicht Neumayer und ergänzt: „Sichere Grundkompetenzen – insbesondere in Mathematik – sind die Voraussetzung dafür, Talente weiterzuentwickeln und Bildungswege in MINT, Technik und Innovation überhaupt erfolgreich einschlagen zu können.“

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Telefon: +43 (1) 711 35-2315
E-Mail: [email protected]
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