- 08.09.2026, 07:00:33
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Hochschule Campus Wien: Erfolgreicher Abschluss des 3D-Betondruck–Forschungsprojekts
Das Forschungszentrum Bauen und Gestalten und der Studiengang High Tech Manufacturing der Hochschule Campus Wien setzen gemeinsam einen Schwerpunkt auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen für die Zukunft. Im von der Stadt Wien | Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) geförderten Projekt C3PO – Concrete! 3D Printed Objects wurden mittels Roboteranlagen konstruktive Betonbauteile im 3D-Druckverfahren produziert. Das Forschungsprojekt lief von 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2026.
3D-Betondruck bringt hohen ökologischen und ökonomischen Nutzen
Stahlbeton ist der weltweit am stärksten genutzte Baustoff, der aber erhebliche CO2-Emissionen verursacht. Ziel des 3D-Betondruck-Forschungsprojekts war es, durch neue Fertigungsmethoden weniger Material zu verbrauchen und somit ökologischer und auch ökonomischer zu bauen, erklärt Projektleiter Marc Pfleger. „Durch den Einsatz von additiven Fertigungsmethoden lassen sich geometrisch komplexe Bauteile herstellen, die beim zusätzlichen Einsatz von Vorspannelementen zu sehr materialeffizienten Tragwerken zusammengesetzt werden können."
Materialeinsparungen bis zu zwei Dritteln
Das Besondere am 3D-Betondruck ist, dass im Vergleich zum herkömmlichen Betonbau bis zu zwei Dritteln Material eingespart werden können, wobei die Trageigenschaften erhalten bleiben, erklärt Marc Pfleger. „Die Etablierung von automatisierten Herstellungsverfahren im Betonbau kann einen wichtigen Schritt für die Bauwirtschaft bedeuten. Trotz noch offener Forschungsfragen, etwa zur effizienten Integration von Bewehrungselementen, deuten aktuelle internationale Forschungsergebnisse darauf hin, dass sich das Verfahren in den kommenden Jahren zunehmend in der Baupraxis etablieren wird “
Eigene 3D-Betondruckanlage entwickelt
Für das Forschungsprojekt wurde am High Tech Campus der Hochschule Campus Wien vom Forschungszentrum Bauen und Gestalten und dem Fachbereich High Tech Manufacturing eine eigene 3D-Betondruckanlage inkl. verschiedener Extrudersysteme entwickelt. Für den Druckprozess wird ein Industrie-Roboter mit einem sieben Meter langen Schienensystem eingesetzt. Der Roboter wird auf die genauen Formen programmiert und trägt dann das Druckmaterial Schicht für Schicht auf.
3D-Betondruck funktioniert
Elisabeth Radl, die die Leitung des Forschungsprojekts zu Beginn des Jahres übernommen hat, bilanziert: „3D-Betondruck funktioniert. Das Wichtigste, das uns das Forschungsprojekt C3PO über die letzten Jahre gezeigt hat, ist: Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Forschungsanlage und des Druckmaterials können wir bereits heute zuverlässig Bauteile im Prototypenstadium herstellen. An diesen Bauteilen untersuchen wir aktuell das Tragverhalten und die Dauerhaftigkeit – und schaffen damit wichtige Grundlagen für den künftigen Praxiseinsatz des 3D-Betondrucks.“
16 Bachelor- und 24 Masterarbeiten
Am Forschungsprojekt waren auch Studierende der Bachelor- und Masterprogramme Bauingenieurwesen – Baumanagement sowie Architektur - Green Building im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten beteiligt. Sie unterstützten die Projektarbeit aktiv und wirkten an der Weiterentwicklung der 3D-Betondrucktechnik im Bauwesen mit. Dies entspricht dem Motto der Hochschule Campus Wien, nämlich, Forschung, Praxis und Lehre eng miteinander zu verknüpfen.
Projektleiterin Elisabeth Radl meint: „Mich freut das große Interesse der Studierenden und besonders, dass wir als Projektteam im Rahmen des Forschungsprojekts C3PO insgesamt 16 Bachelorarbeiten und 24 Masterarbeiten betreuen durften.“
Nachfolgeprojekt bereits begonnen
Das Forschungszentrum Bauen und Gestalten der Hochschule Campus Wien arbeitet derzeit bereits an einem technisch aufwendigen Folgeprojekt. Während beim Forschungsprojekt C3PO die Technologie entwickelt wurde und im Sinne von Machbarkeitsuntersuchungen Prototypenbauteile produziert wurden, geht es beim Folgeprojekt um größere Betonbauteile oder Deckenelemente, die speziell hinsichtlich ihrer Biegebeanspruchbarkeit untersucht werden müssen. Diese werden z.B. bei Deckensystemen von Wohn- und Industriebauten eingesetzt.
Mehr als 25 hochrangige Partner*innen aus der Bauindustrie und öffentlichen Auftraggeber*innen unterstützen das FFG-Forschungsprojekt „Concrete 3D Printed Reinforced Objects (C3PRO)“. Das Folgeprojekt wird von der Hochschule Campus Wien in Kooperation mit der Technischen Universität Wien und der Österreichischen Bautechnik Vereinigung durchgeführt.
Fakten auf einen Blick
(Stand September 2026)
Thema: Erfolgreicher Abschluss des Forschungsprojekts C3PO - Concrete! 3D Printed Objects des Forschungszentrums Bauen und Gestalten der Hochschule Campus Wien
Projektleiter: Marc Pfleger und Elisabeth Radl
Kernbotschaften:
- Laufzeit des von der Stadt Wien | Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA 23) geförderten Forschungsprojekts: 1. August 2021 bis 31. Juli 2026.
- Ziel des 3D-Betondruck-Forschungsprojekts: ökologischer und ökonomischer zu bauen
- Materialverbrauch von Beton kann durch 3D-Betondruck um bis zu zwei Drittel reduziert werden
- 16 Bachelor- und 24 Masterarbeiten zum Forschungsprojekt 3D-Betondruck
- Folgeprojekt „C3PRO – Concrete 3D Printed Reinforced Objects“ bereits gestartet
Hochschule Campus Wien
Mit über 9.000 Studierenden am Campus Altes Landgut, einem weiteren Standort und zwei Kooperationsstandorten, ist die Hochschule Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von mehr als 70 Studienprogrammen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird in neun fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule über die Campus Wien Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.
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Fotos des 3D-Betondruck Forschungsprojekts
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