- 07.09.2026, 13:09:32
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IV: Effiziente Strukturen sind Schlüssel für weiteren Ausbau der Kinderbetreuung und Bildungsqualität
Verfügbare Mittel für Verbesserung von Kinderbildung und -betreuung zielgerecht einsetzen – Maßnahmen aus der Reformpartnerschaft konsequent umsetzen
Anlässlich der heute vorgestellten Studie „Ausgaben für Elementarbildung und Kinderbetreuung in Österreich“ verweist die Industriellenvereinigung (IV) auf die Notwendigkeit, die Reformpartnerschaft Bildung nun konsequent umzusetzen und die verfügbaren Ressourcen effizient einzusetzen, um den Ausbau der Kinderbetreuung und Bildungsqualität in Österreich weiter voranzutreiben. „Hochwertige Elementarbildung ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes und eine gemeinsame Verantwortung von Bund, Ländern und Gemeinden. Entscheidend ist, dass Finanzierung, Qualitätsentwicklung und Personalplanung stärker aufeinander abgestimmt werden. Gerade angesichts angespannter öffentlicher Budgets müssen bestehende Ressourcen bestmöglich eingesetzt, Synergien genutzt und Strukturen effizient weiterentwickelt werden“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Die allgemeinen Kostensteigerungen haben auch vor der Elementarbildung und Kinderbetreuung nicht Halt gemacht. So sind die laufenden Ausgaben der öffentlichen Hand für den Betrieb von Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen zwischen 2017 und 2023 österreichweit um knapp 60 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede beim Ausbau der Angebote zwischen den Bundesländern. Zudem erfüllen viele Einrichtungen noch nicht die VIF-Kriterien für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere bei den Öffnungszeiten.
„Moderne, flächendeckende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ist ein zentraler Hebel, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie ermöglicht Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verbessert die Erwerbschancen insbesondere von Frauen und schafft die Basis dafür, dass jedes Kind die bestmöglichen Entwicklungschancen erhält. Wie gut Kinderbildung und -betreuung sind, darf nicht vom Wohnort abhängen“, so Neumayer.
Aus Sicht der IV muss der weitere Ausbau von Kinderbildung und Kinderbetreuung von einer stärkeren regionalen Abstimmung begleitet werden. Die Investitionen, die in den vergangenen Jahren getätigt werden, müssen bei Ländern, Gemeinden und Trägern ankommen und ihre Wirkung entfalten können. Zugleich sieht die IV erhebliches Potenzial in der Vereinfachung administrativer Prozesse. Unterschiedliche Richtlinien sowie komplexe Antrags- und Abrechnungsverfahren verursachen sowohl bei Gemeinden als auch bei Trägerorganisationen zusätzlichen Aufwand und binden Ressourcen, die besser in die Qualität der Angebote investiert werden sollten.
„Entscheidend ist, dass die Reformpartnerschaft jetzt konsequent umgesetzt wird. Es gilt, administrative Prozesse für Gebietskörperschaften und Bildungseinrichtungen zu vereinfachen. Ausbau, Qualität und Effizienz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Österreich braucht ein modernes, leistungsfähiges System der Kinderbildung und Kinderbetreuung, das Familien unterstützt, die Wirtschaft stärkt und Kindern die bestmöglichen Chancen eröffnet“, so Neumayer abschließend.
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