• 07.09.2026, 11:45:02
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ÖVP-Keri ad Auszeit-WG: Transparenz darf nicht erst dem öffentlichen Druck folgen

Konzept nach öffentlichem Druck endlich zugänglich - Veröffentlichung wirft jedoch weiterhin Fragen auf

Wien (OTS) - 

„Nach anhaltender Kritik von Experten und entsprechender medialer Berichterstattung legt Neos-Stadträtin Emmerling nun endlich das Konzept zur Auszeit-WG offen. Dass dieses erst auf öffentlichen Druck zugänglich gemacht wird, spricht allerdings nicht für das Transparenzverständnis der Neos“, so die Familiensprecherin der Wiener Volkspartei Sabine Keri.

Die Wiener Volkspartei hatte wiederholt mehr Offenheit rund um die Auszeit-WG und deren fachliche Grundlagen eingefordert. „Gerade eine Partei, die Transparenz stets zu einem ihrer politischen Grundsätze erklärt, sollte Informationen nicht erst dann offenlegen, wenn diese von Experten, Medien und Öffentlichkeit eingefordert werden. Transparenz bedeutet nicht, auf Druck zu reagieren, sondern von Beginn an aktiv, umfassend und nachvollziehbar zu informieren. Diesem eigenen Anspruch werden die Neos hier bislang nicht gerecht“, so Keri.

Auch die nun erfolgte Veröffentlichung könne die offenen inhaltlichen Fragen nicht ausräumen. „Das vorgelegte Konzept bleibt auf den ersten Blick erstaunlich oberflächlich und ergeht sich in der ausführlichen Beschreibung eines ergotherapeutischen Therapieraums mit Wohlfühlbonus. Man stellt sich die Frage, wo hier genau auf die Straftaten der Intensivtäter eingegangen wird? Bei einem derart sensiblen Projekt braucht es mehr als die Beschreibung der Ausstattung mit Wasserbetten, Hängeschaukeln, Trampolinen oder Freizeitbeschäftigungen wie Bogenschießen, Klettern oder Ausflüge auf die Donauinsel. Vielmehr fehlt es an klaren und konkreten Zielsetzungen sowie Erfolgs-Parametern in diesem Konzept“, betont Keri.

„Die Veröffentlichung des Konzepts war notwendig und längst überfällig. Sie kann aber nur der Beginn einer transparenten Auseinandersetzung mit diesem Projekt sein. Wir werden die weitere Umsetzung genau prüfen und werde Neos-Stadträtin Emmerling weiterhin ganz genau auf die Finger schauen. Gerade bei einem derart sensiblen Bereich müssen fachliche Qualität, nachvollziehbare Entscheidungen und umfassende Transparenz gewährleistet sein“, so Keri abschließend.

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