• 07.09.2026, 11:05:32
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„Mythos Gesund“: Lisa Gadenstätter nimmt in „Dok 1“ am 9. September Gesundheitsweisheiten unter die Lupe

Um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON; danach: neue Doku „Die Wahrheit hinter dem Veggie-Boom“ und „Wer’s glaubt! – Versprechen auf Verpackungen“

Wien (OTS) - 

Gesund leben – das wollen wir alle. Doch rund um Ernährung, Lebensarten, Bewegung, gesundes Altern und vermeintliche Wundermittel kursieren unzählige Tipps, Halbwahrheiten und Gesundheitsversprechen. Was davon ist wissenschaftlich belegt? Was ist bloß ein Mythos? Und warum halten sich manche Gesundheitsmythen seit Generationen, obwohl die Wissenschaft längst etwas anderes sagt? In der aktuellen „Dok 1“-Ausgabe „Mythos Gesund“ trifft Lisa Gadenstätter am Mittwoch, dem 9. September 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON auf der Suche nach Antworten Menschen, die Gesundheit auf ganz unterschiedliche Weise leben. Für die neue Doku „Die Wahrheit hinter dem Veggie-Boom“, die anschließend um 21.05 Uhr auf dem Programm steht, nimmt Gestalter Martin Grabowski die Versprechen der Ersatzlebensmittel genauer unter die Lupe. Veggie-Produkte liegen nach wie vor stark im Trend – aber sind Fleischersatzprodukte und Co. wirklich so gesund? Außerdem stellt sich die Frage, warum sich viele dieser Veggie-Alternativen an den Preiskategorien der fleischlichen Nahrungsmittel orientieren. Das anschließende Dacapo der Doku „Wer’s glaubt! – Versprechen auf Verpackungen“ (21.55 Uhr) deckt auf, wie viel Wahrheit wirklich in den Werbebotschaften unserer Lebensmittel steckt.

„Dok 1: Mythos Gesund“ (20.15 Uhr)

In „Mythos Gesund“ nimmt Lisa Gadenstätter Gesundheitsweisheiten unter die Lupe. Denn zwischen alten Hausmitteln, modernen Trends und millionenschweren Gesundheitsversprechen zeigt sich vor allem eines: Nicht alles, was gesund klingt, ist es auch – und manches, das fast zu einfach erscheint, wirkt besser als jeder Hype. Zu Wort kommen u. a. die 94-jährige Kletterlegende Maria Kittl, für die tägliche Bewegung das persönliche Lebenselixier ist, oder Tischlermeister Karl Hörmann, der seit Jahren auf die Kraft der Zirbe schwört. Im Restaurant „Cucina Alchimia“ dreht sich alles um Fermentation, Sauerteig und natürliche Lebensmittel. Am „Zwergerlhof“ wird sichtbar, warum Natur, Tiere und ein bisschen Schmutz für Kinder womöglich gesünder sind als ein allzu steriler Alltag. Dazu kommen Besuche bei Menschen, die moderne Longevity-Konzepte, also Konzepte für ein möglichst langes, gesundes Leben im Alter, in ihr Leben integriert haben – mit durchaus unterschiedlichen Erfahrungen. Außerdem besucht „Dok 1“ das Longevity Center Vienna – ein Zentrum, das mit modernen Anwendungen wie Kältekammer, Rotlichttherapie bis hin zu Sauerstoffbehandlungen verspricht, länger gesund und leistungsfähig zu bleiben. Doch stimmen die Versprechungen? Antworten liefern u. a. Allgemeinmediziner Eric Knoll, Olympiasiegerin und Ärztin Lara Vadlau, Sport- und Gesundheitswissenschafterin Barbara Prüller-Strasser sowie Ernährungswissenschafterin und Diätologin Martina Steiner. Gemeinsam ordnen sie aktuelle Studien ein, räumen mit Irrtümern auf und zeigen, welche Maßnahmen nach heutigem Wissensstand tatsächlich einen Unterschied machen.

„Die Wahrheit hinter dem Veggie-Boom“ (21.05 Uhr)

Im Geschmackslabor der Universität Graz zeigt Molekularbiologe Fritz Treiber, wie aus Erbsenprotein, kaltem Wasser und Methylcellulose ein „Fleischlaberl“ wird – und zwar aus einem Bindemittel, das manche an Tapetenkleister erinnert und dessen Wirkung auf den Darm die Forschung bis heute nicht abschließend geklärt hat. Interessant sind auch die Preise, die bei Veggie und echtem Fleisch oft ähnlich sind, wobei die Produktionswege unterschiedlicher nicht sein könnten. Im einen Fall werden Tiere großgezogen, geschlachtet und zerlegt, im anderen Fall wird Protein aus Erbsen gewonnen. Der Hauptanteil am Veggie-Preis liegt bei Produktentwicklung, Logistik und Verpackung, heißt es. Im VKI-Test von 323 Produkten erreichen 25 Prozent der Ersatzprodukte Nutri-Score A oder B, bei vergleichbaren Fleischwaren sind es elf Prozent. Die schlechteste Note E bekommen 13 Prozent der Alternativen und 51 Prozent der Fleischwaren. Hochverarbeitet sind sie trotzdem – 81 Prozent fallen in die höchste Stufe NOVA 4, so wie die Wurstwaren, die sie ersetzen. Den unbequemsten Befund liefert nicht das Fleisch, sondern der Käse. Alle untersuchten Alternativen basieren auf Kokosfett – einem Rohstoff mit exzellentem Image und schlechten Werten, der zu über 80 Prozent aus gesättigten Fettsäuren besteht und dessen Herkunft meistens im Dunkeln bleibt.

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