- 07.09.2026, 11:01:02
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ORF-Neujahrskonzertballett 2027: Zwei Tanzeinlagen in Akademie der Wissenschaften und Amalienbad abgedreht
Mit Wiener Staatsballett, Alexandri-Schwestern, Choreografie von Andrey Kaydanovskiy und Kostümen von Flora Miranda
Auch wenn das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2027 erst in vier Monaten über die Bühne geht, laufen die Vorbereitungen für die ORF-Live-Übertragung des weltberühmten Klassikereignisses am 1. Jänner – erstmals dirigiert von Tugan Sokhiev – bereits auf Hochtouren. So wurde gerade das traditionell im Sommer vorproduzierte ORF-Neujahrskonzertballett abgedreht, das während der Ausstrahlung des glanzvollen Konzerts im Fernsehen (11.15 Uhr, ORF 2 und ORF ON) zu erleben sein wird. Für die Choreografie der von insgesamt elf Mitgliedern des Wiener Staatsballetts getanzten Einlagen zum „Schatz-Walzer“ und zur „Sofien-Quadrille“, beide von Johann Strauss Sohn, zeichnet der ehemalige Tänzer der Kompanie, Andrey Kaydanovskiy verantwortlich, der schon die Ballettproduktion 2019 verantwortete. Ihr Debüt als Kostümdesignerin des Neujahrskonzertballetts hingegen gab die international tätige Salzburger Modedesignerin und bildende Künstlerin Flora Miranda, die an der Schnittstelle von futuristischer Haute Couture, Technologie und Kunst arbeitet.
Als Drehorte dienten die Österreichische Akademie der Wissenschaften in der Wiener Innenstadt, die 2027 ihr 180-jähriges Bestehen begeht, sowie das im Art-déco-Stil erbaute Amalienbad in Wien-Favoriten, das erst kürzlich 100. Geburtstag feierte. Dort traf das Neujahrskonzertballett erstmals in seiner Geschichte auf professionelles Synchronschwimmen – Mitwirkende der Tanzeinlagen waren neben Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts die erfolgreichen Alexandri-Schwestern Anna-Maria, Eirini-Marina und Vasiliki. Während Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri bei Wettkämpfen als Duo antreten und sich als amtierende Weltmeisterinnen erst vor wenigen Wochen bei der Europameisterschaft in Paris über Doppel-Gold (Freie Kür und Technik-Kür) freuen konnten, startet Vasiliki Alexandri äußerst erfolgreich in den Solo-Bewerben, ist doppelte Vizeweltmeisterin und gewann bereits dreimal EM-Gold. Für das Neujahrskonzert gehen die Drillingsschwestern jedoch zu dritt an den Start und zeigen sich nicht nur von ihrer athletischen, sondern auch künstlerischen Seite!
Die ORF-Bildregie übernahm Neujahrskonzert-Routinier Michael Beyer, der damit bereits zum insgesamt 14. Mal die TV-Inszenierung des Neujahrskonzertballetts verantwortete.
Auf der Suche nach einer wissenschaftlichen Entdeckung in der ÖAW
Zum 1885 entstandenen „Schatz-Walzer“ von Johann Strauss Sohn, op. 418, nach Motiven aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ begeben sich in der choreografische Erzählung Andrey Kaydanovskiys acht Forscherinnen und Forscher auf die Suche nach einer wissenschaftlichen Entdeckung. Ausgehend von der historischen Bibliothek durchstreifen sie die Räumlichkeiten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und vollziehen schließlich, ganz in ihrem Vorhaben aufgehend, eine Metamorphose. Diese Veränderung spiegelt sich auch in den von Flora Miranda entworfenen Unisex-Kostümen wider. Vor der Kamera von Michael Beyer standen hierfür die Tänzerinnen und Tänzer Kiyoka Hashimoto, Eszter Ledán, Sveva Gargiulo, Marie Breuilles, Davide Dato, Masayu Kimoto, Arne Vandervelde und Godwin Merano vom Wiener Staatsballett.
Ballett und Synchronschwimmen im Amalienbad
Für die 1850 im Wiener Sofienbad-Saal uraufgeführte „Sofien-Quadrille“ von Johann Strauss Sohn, op. 75, wurde in der Geschichte des ORF-Neujahrskonzertballetts erstmals sowohl an Land als auch im und unter Wasser performt. Im Wiener Amalienbad traten vier Mitglieder des Wiener Staatsballetts – Sinthia Liz, Sveva Gargiulo, Giorgio Fourés und Lars Philipp Gramlich – mit den Profi-Synchronschwimmerinnen Anna-Maria, Eirini-Marina und Vasiliki Alexandri – in einen künstlerischen Dialog. Andrey Kaydanovskiys Choreografie erzählt von einen Freundesquartett, das gemeinsam schwimmen gehen will. Drei geheimnisvolle Wassergeschöpfe wachen jedoch über das Bad und lassen die Besucher:innen nicht aus den Augen. Die Bewegungen der Tänzer:innen und Synchronschwimmerinnen treten dabei in Beziehung zueinander, ergänzen und kontrastieren sich. Die zum Teil aus Silikon gefertigten Kostüme von Designerin Flora Miranda sind eine futuristisch-avantgardistische Annäherung an das Element Wasser und greifen zugleich die Optik der Jugendstil-Fliesen des Amalienbads auf.
Die Fertigstellung des Neujahrskonzertballetts 2027 – eine Koproduktion von ORF und Wiener Philharmonikern – ist bis Dezember geplant.
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