- 07.09.2026, 10:50:02
- /
- OTS0062
AKS protestiert gegen das Kopftuchverbot zu Schulbeginn
Aktion kritischer Schüler_innen demonstriert vor dem Bundeskanzleramt gegen das seit 1. September geltende Kopftuchverbot!
Am Montag, dem 7. September, beginnt für die ersten Bundesländer das neue Schuljahr. Doch auch während der Sommerferien gab es keine Pause von bildungspolitischen Entscheidungen. Seit 1. September ist das Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren in Kraft. Zum Schulbeginn versammelte sich die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) deshalb heute vor dem Bundeskanzleramt, um ein klares Zeichen gegen das Verbot zu setzen.
Für die AKS ist klar: Verbote schaffen keine Lösungen. Statt Schülerinnen vorzuschreiben, was sie tragen dürfen und was nicht, braucht es eine Bildungspolitik, die junge Menschen ernst nimmt, ihre Selbstbestimmung stärkt und ihre Stimmen hört.
„Es ist wichtig, dass Schüler_innen selbstbestimmt über sich und ihren Körper entscheiden können und aktiv mitreden, wenn es um ihr Bildungssystem geht. Wir wollen die Mündigkeit junger Mädchen stärken und sie nicht dem Zwang ausliefern!“
erklärt die Bundesvorsitzende der AKS, Julia Greiner.
Auch das Antirassismusteam der AKS kritisiert das seit 1. September geltende Verbot. „Das Verbot greift direkt in die Selbstbestimmung junger Menschen ein und schafft neue Ausgrenzungen an unseren Schulen. Schule muss ein Ort der Akzeptanz und freien Entfaltung sein, kein Ort der Bevormundung. Wir fordern die sofortige Rücknahme dieser Regelung!“
erklärt Mayas Jahjah, Salzburg, Mitglied des Antirassismusteams der AKS.
„Freiheit entsteht nicht durch Verbote. Wer Integration fordert, darf Ausgrenzung nicht zum Gesetz machen. Ein Kopftuchverbot sagt muslimischen Mädchen: Ihr gehört nur dazu, wenn ihr einen Teil eurer Identität ablegt.“
ergänzt Yara Alnahhas, Wien, Mitglied des Antirassismusteams der AKS.
„Religionsfreiheit und individuelle Entscheidungsfreiheit sind Grundvoraussetzungen unserer Demokratie. Ein Verbot schränkt junge Frauen zusätzlich ein und reduziert sie auf ihr Äußeres. Wir müssen mit ihnen sprechen, nicht über sie.“
so Estelya Öz, Niederösterreich, Mitglied des Antirassismusteams der AKS.
„Eine demokratische Bildungspolitik darf nicht entscheiden, wer aufgrund seiner Religion dazugehört und wer nicht. Sie muss dafür sorgen, dass jedes Kind und jede_r Schüler_in unabhängig von Herkunft, Religion oder Aussehen die gleichen Rechte, Chancen und die gleiche Stimme hat. Antirassismus bedeutet für uns nicht nur gegen Ausgrenzung zu sein - sondern gemeinsam für eine Schule und eine Gesellschaft zu kämpfen, in der wirklich alle dazugehören.“
sagt Maisaa Bakor, Oberösterreich, Mitglied des Antirassismusteams der AKS.
Mit Bannern und Masken machte die AKS vor dem Bundeskanzleramt auf ihre Kritik aufmerksam. Die Organisation fordert eine Bildungspolitik, die nicht über die Köpfe von Schüler_innen hinweg entscheidet, sondern ihnen zuhört und echte Mitbestimmung ermöglicht.
„Wir wollen keine Politik, die über unsere Köpfe hinweg entscheidet. Wir wollen eine Schule, in der Schüler_innen selbst mitreden und mitentscheiden können. Denn wer über die Zukunft junger Menschen spricht, muss auch ihre Stimmen hören“
, so Julia Greiner abschließend.
Bildquelle: https://we.tl/t-nwWsKF2FpxXJjZNk
Rückfragen & Kontakt
Aktion kritischer Schüler_innen
Valentina Hausdorfer
Telefon: +43 660 7567771
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SJO






