- 07.09.2026, 09:38:32
- /
- OTS0039
3,1 Millionen Kilogramm CO₂ eingespart: Münzer und die NÖ Umweltverbände sammelten mehr als 1.000 Tonnen Altspeiseöl und -fett
Erfolgreiche Partnerschaft stärkt Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft in Niederösterreich
Was nach dem Kochen oder Braten oft achtlos entsorgt wird, entwickelt sich zunehmend zu einem wertvollen Rohstoff für die Energiewende. Das Land Niederösterreich, die NÖ Umweltverbände und die Münzer Bioindustrie ziehen für das Jahr 2025 eine erfreuliche Bilanz: Mehr als 1.000 Tonnen Altspeiseöl und -fett wurden in Niederösterreich gesammelt und anschließend zu nachhaltigem Biodiesel verarbeitet. Dadurch konnten rund 3,1 Millionen Kilogramm CO₂-Emissionen eingespart werden.
Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ein eindrucksvoller Beleg dafür, welchen Beitrag Bürgerinnen und Bürger mit einer einfachen Maßnahme zum Klimaschutz leisten können: „Richtig entsorgtes Altspeiseöl und -fett schützt nicht nur Kanalisation und Abwassersysteme, sondern wird zu einem wertvollen Energieträger mit messbarem Nutzen für Klima und Umwelt. Das Rekordergebnis des Jahres 2025 zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreiche Partnerschaften, moderne Kreislaufwirtschaft und das Engagement der Bevölkerung gemeinsam einen nachhaltigen Unterschied machen können.“
Die positive Entwicklung ist das Ergebnis einer langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den NÖ Umweltverbänden und der Münzer Bioindustrie. Gemeinsam ist es gelungen, die Sammelmengen in den vergangenen fünf Jahren um rund 20 Prozent zu steigern. Die kontinuierlich wachsende Beteiligung der Bevölkerung zeigt, dass das Bewusstsein für nachhaltige Entsorgung und Ressourcenschonung in den Haushalten stetig zunimmt. „Die enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit den NÖ Umweltverbänden ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Arbeit. Gemeinsam konnten wir die Sammelmengen kontinuierlich steigern und gleichzeitig das Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Altspeiseöl und -fett stärken. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umweltverbände sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr Engagement aktiv zur CO₂-Reduktion beitragen. Jeder Liter gesammeltes Altspeiseöl und -fett ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und zur heimischen Kreislaufwirtschaft“, betont Ewald-Marco Münzer, Geschäftsführer der Münzer Bioindustrie.
Im Rahmen eines gemeinsamen Termins in St. Pölten wurde das herausragende Sammelergebnis gewürdigt und ein CO₂-Zertifikat über die eingesparte Emissionsmenge übergeben. Für die NÖ Umweltverbände bestätigt das Ergebnis die Bedeutung regionaler Kreislaufwirtschaftssysteme, die ökologische und wirtschaftliche Vorteile miteinander verbinden. „Unsere Partnerschaft mit der Münzer Bioindustrie zeigt eindrucksvoll, wie moderne Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert. Altspeiseöl und -fett ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff. Durch die aktive Mitwirkung der Bevölkerung gelingt es uns, Ressourcen sinnvoll zu nutzen, Umweltbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Ergebnis des Jahres 2025 unterstreicht, welches Potenzial in einer funktionierenden Sammelinfrastruktur steckt“, erklärt Martin Leonhardsberger, Aufsichtsratsvorsitzender der NÖ BAWU.
„Die Zusammenarbeit zwischen der Münzer Bioindustrie und den NÖ Umweltverbänden besteht bereits seit mehr als einem Jahrzehnt und gilt als Vorzeigemodell für erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. Gesammelt werden gebrauchte Speiseöle und Fette aller Art – darunter Frittieröl, Bratenfett, Butterreste, Pflanzenöle oder Öle von eingelegten Lebensmitteln. Diese werden an den zahlreichen Sammelstellen der niederösterreichischen Abfallwirtschaft abgegeben und anschließend von Münzer aufbereitet und zu hochwertigem Biodiesel verarbeitet“, fügt Christian Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände hinzu.
Der daraus erzeugte Biodiesel verursacht im Vergleich zu fossilem Diesel bis zu 93 Prozent weniger CO₂-Emissionen. Dadurch werden vermeintliche Küchenabfälle zu einem wichtigen Baustein der Energiewende und leisten einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs- und Transportsektors. Gleichzeitig werden fossile Rohstoffe ersetzt und regionale Stoffkreisläufe gestärkt. Besonders erfreulich ist, dass die Teilnahme an der Sammlung für die Bevölkerung mit nur geringem Aufwand verbunden ist. Die bewährten NÖLI-Sammelbehälter ermöglichen eine einfache und komfortable Rückgabe von Altspeiseöl und -fett. Dadurch wird nachhaltiges Handeln unkompliziert in den Alltag integriert.
Die steigenden Sammelmengen zeigen deutlich, dass die Bevölkerung die Bedeutung einer fachgerechten Entsorgung von Altspeiseöl und -fett zunehmend erkennt. Gleichzeitig sehen Münzer, die NÖ Umweltverbände und das Land NÖ noch weiteres Potenzial. Ziel der gemeinsamen Informations- und Bewusstseinsarbeit ist es, künftig noch mehr Haushalte für die Sammlung zu gewinnen und die vorhandenen Sammelsysteme weiter auszubauen.
Weitere Informationen: Katharina Wutzl, MA, Leitung Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit „die NÖ Umweltverbände“, Tel.: 02742/230060-206, E-Mail: [email protected]
Rückfragen & Kontakt
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Philipp Hebenstreit
Telefon: 02742/9005-13632
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






