- 06.09.2026, 10:50:03
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ÖVP - Hungerländer ad Neos: Integrationslandkarte im Bund fordern, Segregationsbericht in Wien blockieren
Wiener Volkspartei fordert seit Jahren detaillierten Segregationsbericht für Wien samt Hotspot-Monitoring
„Dass die Neos nun auf Bundesebene eine Integrationslandkarte fordern, zeigt, dass die Problematik von Segregation und Parallelgesellschaften mittlerweile offenbar auch bei den Neos Aufmerksamkeit findet. Die wissenschaftlichen Grundlagen dafür wurden bereits mit dem Segregationsbericht des Bundes geschaffen. Genau einen solchen detaillierten Blick auf Wien fordert die Wiener Volkspartei allerdings seit Jahren“, so Integrationssprecherin Gemeinderätin Caroline Hungerländer in Reaktion auf die jüngsten Äußerungen.
Bereits 2023 forderte die Wiener Volkspartei in einem Dringlichen Antrag im Gemeinderat einen eigenen detaillierten Segregationsbericht für Wien nach Vorbild des Bundes. Dieser sollte durch ein Hotspot-Monitoring ergänzt werden und als Grundlage für konkrete Maßnahmen gegen soziale, ethnische und kulturelle Segregation dienen. Die damalige Forderung wurde von SPÖ und Neos in Wien jedoch vom Tisch gewischt.
„Die Volkspartei ist bei diesem Thema längst vorangegangen und hat mit dem Segregationsbericht des Bundes eine wichtige wissenschaftliche Grundlage geschaffen, während SPÖ und Neos eine entsprechende Analyse für Wien bis heute blockieren. Vielleicht sollte Neos-Klubobmann Yannick Shetty zunächst einmal diesen Bericht lesen und anschließend seine Wiener Parteifreunde davon überzeugen, dass das, was er im Bund fordert, auch in Wien dringend notwendig ist“, so Hungerländer.
„Es ist schon bemerkenswert, wenn die Neos im Bund jetzt genau jene Instrumente fordern, deren Umsetzung sie in Wien seit Jahren blockieren. Wer Parallelgesellschaften sichtbar machen und gezielt bekämpfen will, muss dort anfangen, wo die Herausforderungen besonders groß sind. Gerade Wien braucht eine wissenschaftlich fundierte Analyse, die zeigt, wo sich Segregation verfestigt und wo konkreter Handlungsbedarf besteht“, so Hungerländer.
Die Wiener Volkspartei habe wiederholt vor der zunehmenden Bildung von Parallelgesellschaften und der Verfestigung von Segregation gewarnt. „„Dass die Problematik von Segregation und Parallelgesellschaften nun zumindest bei den Neos im Bund Aufmerksamkeit findet, reicht allerdings nicht. Dann müssen sie nämlich aber auch in Wien entsprechend handeln. Wir brauchen endlich einen eigenen Wiener Segregationsbericht samt Hotspot-Monitoring und darauf aufbauend konkrete Maßnahmen in jenen Grätzln, in denen Integration nicht ausreichend gelingt“, so Hungerländer abschließend.
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