• 05.09.2026, 13:23:02
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Gerstl: „Meint es Bürgermeister Ludwig mit dem Kampf gegen den Politischen Islam wirklich ernst?“

Dass Ludwig der IGGÖ einen Persilschein ausstellt, zeugt mit Blick auf verschiedene IGGÖ-Verbindungen von Naivität und falsch verstandener Toleranz

Wien (OTS) - 

„Meint es Bürgermeister Michael Ludwig mit dem Kampf gegen den Politischen Islam wirklich ernst? Dass sich Wiens Bürgermeister schützend vor die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) stellt, lässt all jene, die entschlossen gegen religiös motivierten Extremismus vorgehen, ratlos zurück. Die IGGÖ ist die gesetzliche Vertretung der islamischen Glaubensgemeinschaft – als solche setzen wir voraus, dass sich die IGGÖ ohne Wenn und Aber zu den staatlichen Regeln bekennt“, stellt ÖVP-Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl klar, der weiter ausführt: „Der IGGÖ einzig und allein aber aufgrund ihres Status einen Persilschein auszustellen, zeugt von Naivität und falsch verstandener Toleranz: Die IGGÖ besteht aus unterschiedlichen Gruppierungen und Verbänden und wir können uns derzeit eben nicht darauf verlassen, dass all diese in all ihren Handlungen zur Republik Österreich sowie zu unseren Werten und Grundsätzen stehen oder in Wahrheit andere Ziele verfolgen. Wenn Bürgermeister Ludwig der IGGÖ einen Persilschein für all ihre Mitglieder für gesetzeskonformes Handeln ausstellt, dann kann sein zur Schau gestellter Kampf gegen den Politischen Islam nur als ein populistisches Feigenblatt verstanden werden.“

„Gerade in den vergangenen Tagen wurde offenkundig, dass gegenüber der IGGÖ und dem von ihr verbreiteten Gedankengut ein gewisses Maß an Wachsamkeit angebracht ist. Rund um das Ende der Zusammenarbeit mit DERAD gab es von Expertenseite etwa eindringliche Warnungen davor, der IGGÖ aufgrund fragwürdiger Verbindungen zu extremistischen Organisationen die Aufgabe der Deradikalisierung von Terroristen und Gefährdern zu übertragen. In der Debatte rund um die Umsetzung des Kinderkopftuchverbots ließ IGGÖ-Präsident Ümit Vural in der ZIB 2 ein mehr als irritierendes Verhältnis zur Freiheit und Selbstbestimmung junger Mädchen als zentrale Grundwerte unserer Gesellschaft erkennen“, so Gerstl abschließend.

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