• 05.09.2026, 11:48:02
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ÖVP-Zierfuß/Hungerländer: Wiens Bildungs- und Integrationspolitik ist gescheitert

Neue ÖIF-Zahlen zeigen dramatische Fehlentwicklungen bei Bildung und Integration in Wien

Wien (OTS) - 

Die aktuellen Zahlen des Österreichischen Integrationsfonds zeigen einmal mehr die enormen Herausforderungen an Wiens Schulen. Während österreichweit rund elf Prozent der Volksschüler besonderen Deutschförderbedarf haben, sind es in Wien rund 20 Prozent. Gleichzeitig haben 49 Prozent aller Wiener Schülerinnen und Schüler eine nicht-deutsche Umgangssprache. In Favoriten liegt dieser Anteil sogar bei 74 Prozent.

„Die neuen Zahlen bestätigen, was wir seit langem kritisieren: Wien hat ein massives Problem bei der Deutschförderung. Fast jedes fünfte Volksschulkind braucht besondere Deutschförderung. Bereits die Wiener Volkspartei hat aufgedeckt, dass mehr als die Hälfte der Wiener Schulanfänger der 0. und 1. Schulstufe aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse als außerordentliche Schüler geführt werden. Diese alarmierende Entwicklung wird nun auch durch die aktuellen ÖIF-Zahlen bestätigt. Das ist ein bildungspolitischer Notstand, der nicht schöngeredet werden kann“, so Bildungssprecher und Klubobmann der Wiener Volkspartei Harald Zierfuß.

Besonders deutlich zeigen sich dabei auch die Unterschiede innerhalb Wiens: Bei den Schulanfängern reicht der Anteil außerordentlicher Schüler von rund 20 Prozent in Mariahilf bis zu 77 Prozent in Margareten. Entscheidend sei daher, bereits im Kindergarten anzusetzen. Im vergangenen Kindergartenjahr standen rund 16.000 Kindern mit Sprachförderbedarf lediglich rund 300 vollzeitbeschäftigte Sprachförderkräfte gegenüber.

„Wien braucht eine konsequente Deutsch-Offensive, die jetzt startet und nicht irgendwann. Wenn mehr als jedes zweite Kind zu Schulbeginn nicht ausreichend Deutsch kann, muss die Stadt endlich bei der Deutschförderung im Kindergarten ansetzen. Jedes in Wien geborene Kind muss bis zum Schuleintritt Deutsch können. Dafür braucht es eine massive Aufstockung der Deutschförderkräfte, eine verpflichtende und wirksame Deutschförderung mit klaren Qualitätsstandards und Kontrollen“, so Zierfuß.

Für Integrationssprecherin Caroline Hungerländer zeigen die Zahlen zugleich die Folgen des hohen Zuwanderungsdrucks auf Wien. „Wenn in Wien mittlerweile knapp die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine andere Umgangssprache als Deutsch hat und dieser Anteil in einzelnen Bezirken bereits bei weit über zwei Dritteln liegt, dann kann man die Frage der Integrationsfähigkeit unserer Stadt nicht länger ausblenden. SPÖ und Neos haben die Belastungsgrenzen unserer Schulen und unserer Integrationsstrukturen jahrelang ignoriert“, so Hungerländer.

Auch die Zusammensetzung der öffentlichen Wiener Pflichtschulen habe sich stark verändert. Im Schuljahr 2025/26 haben 42 Prozent der Schülerinnen und Schüler ein islamisches Religionsbekenntnis und stellen damit die größte religiöse Gruppe dar. An den Mittelschulen liegt der Anteil bei rund 49 Prozent.

„Die starke Zuwanderung nach Wien stellt unsere Schulen vor enorme Herausforderungen und ist keineswegs nur schicksalhaft. Wien darf nicht länger als Magnet für Zuwanderung fungieren. Wir müssen den Zuwanderungsdruck reduzieren und gleichzeitig wirksame Maßnahmen gegen die zunehmende Segregation setzen. Nur so können wir unsere Schulen entlasten und Integration wieder möglich machen“, so Hungerländer abschließend.

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