- 04.09.2026, 11:57:02
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Chancenbonus: Wien sichert geordneten Übergang mit „Psychosozialer Unterstützung an Wiener Schulen“
Multiprofessionelle Teams des PSD-Wien begleiten Schulen im Schuljahr 2026/27 – schrittweiser Übergang in das Chancenbonus-Programm des Bundes
Mit dem Schuljahr 2026/27 startet der Chancenbonus des Bildungsministeriums. Das Programm soll besonders belastete Schulen zusätzlich unterstützen und umfasst auch Aufgaben, denen sich in Wien das Projekt „Psychosoziale Unterstützung an Wiener Schulen“ mit multiprofessionellen Teams der Psychosozialen Dienste in Wien (PSD-Wien) an 29 Standorten in 3 Gemeindebezirken widmet. Das Schuljahr 2026/27 wird daher als Übergangsjahr genutzt: Gemeinsam mit den Schulen wird der jeweilige Bedarf erhoben, die Unterstützung mit dem Chancenbonus abgestimmt und der Einsatz der PSD-Teams schrittweise bis zum Ende des Schuljahres zurückgeführt und danach beendet.
„Wien hat früh darauf reagiert, dass psychische und soziale Belastungen längst auch im Schulalltag angekommen sind. Jetzt schafft der Bund mit dem Chancenbonus zusätzliche Strukturen. Unser Anspruch ist klar: Ein Systemwechsel darf nicht dazu führen, dass funktionierende Unterstützung von einem Tag auf den anderen abbricht. Deshalb gestalten wir diesen Übergang gemeinsam mit den Schulen und sorgen dafür, dass niemand zurückgelassen wird“, sagt Peter Hacker, Wiener Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport.
Im Mittelpunkt steht zunächst, bestehende Vertrauensverhältnisse zu Schüler*innen und Schulpersonal zu sichern. Bereits begonnene Unterstützungsprozesse werden geordnet abgeschlossen oder übergeben. Gleichzeitig werden die Direktionen dabei begleitet, ihre künftigen Bedarfe im Rahmen des Chancenbonus abzudecken. Die multiprofessionellen Teams werden dafür im Laufe des Schuljahres zunehmend flexibilisiert und von der kontinuierlichen Betreuung einzelner Schulstandorte hin zu mobilen, bedarfsgerechten Einsätzen weiterentwickelt. In Absprache mit der Bildungsdirektion können jene klinischen Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen, die im auslaufenden Wiener Projekt tätig sind, im Rahmen des Chancenbonus, der Schulsozialarbeit und der Schulpsychologie aufgenommen werden.
Die Direktor*innenhotline für Krisenfälle bleibt das gesamte Schuljahr 2026/27 bestehen.
„Für die Schulen ist entscheidend, dass dieser Übergang planbar und gut abgestimmt erfolgt. Gemeinsam mit den Direktionen schauen wir genau darauf, welche Unterstützung an den einzelnen Standorten künftig gebraucht wird und wie die neuen Möglichkeiten des Chancenbonus bestmöglich genutzt werden können. Bestehende Strukturen werden dabei nicht abrupt beendet, sondern geordnet in das neue System übergeführt“, betont Wiener Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs.
Dennoch darf es zu keinen Doppelgleisigkeiten kommen. Bis zum Ende des Schuljahres 2026/27 sollen die multiprofessionellen Teams des PSD-Wien ihre Tätigkeit an den Schulen vollständig beendet haben und schon davor bedarfsorientiert dort eingesetzt werden, wo sie in der psychosozialen Unterstützung gebraucht werden.
Damit wird eine durchgehende psychosoziale Unterstützung während der Übergangsphase gewährleistet und gleichzeitig eine klare, nachhaltige Struktur für das Schuljahr 2027/28 durch den Chancenbonus geschaffen.
Rückfragen & Kontakt
Mag. Norbert Schnurrer
Mediensprecher Stadtrat Peter Hacker
Tel.: +43 1 4000 81233
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