• 04.09.2026, 10:02:32
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ÖVP - Figl/Korosec: Gastpatienten sind Sündenbock für Wiens Kostenproblem

Wien hat kein Gastpatientenproblem, die SPÖ-Neos-Stadtregierung hat ein Kostenproblem

Wien (OTS) - 

Seit Jahren macht die SPÖ-Neos-Stadtregierung Gastpatientinnen und Gastpatienten für die hohen Belastungen des Wiener Spitalssystems verantwortlich. Eine Analyse der amtlichen ÜREG-Daten 2014 bis 2024 durch den unabhängigen Gesundheitsökonomen Dr. Ernest Pichlbauer zeichnet jedoch ein anderes Bild: Die Zahl der Gastpatienten steigt nicht, die Fälle werden nicht schwerer und der Kostentreiber in Wien liegt abseits des Krankenbetts.

„Wien hat kein Gastpatientenproblem. SPÖ und Neos haben ein Kostenproblem. Die Gastpatienten sind nur der Sündenbock für Wiens ineffiziente und teure Spitäler. Statt die eigenen Kostenprobleme zu lösen, lenken SPÖ-Stadtrat Hacker und SPÖ-Bürgermeister Ludwig von immer längeren Wartelisten und einer schlechteren Versorgung ab“, so Landesparteiobmann Markus Figl.

Kostentreiber liegt abseits des Krankenbettes

Der entscheidende Unterschied zeigt sich bei den patientenfernen Kosten, etwa für Verwaltung, Gebäudebetrieb, IT und Energie. Während Wien bei den patientennahen Kosten nahezu auf dem Niveau Niederösterreichs liegt, sind die patientenfernen Kosten deutlich höher als im übrigen Österreich. Insgesamt kostet dieselbe Spitalsleistung in Wien rechnerisch fast 30 Prozent mehr als im Rest Österreichs.

„Die Patientinnen und Patienten müssen im Mittelpunkt stehen, nicht Wiener Kostentricks. Gesundheitspolitik muss sich am Wohl der Patientinnen und Patienten orientieren und nicht daran, wie Wien seine hohen Kosten weiterverrechnen kann“, so Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec.

Zustimmung zu Ordensspitälern ist kein Blankoscheck

Auch die Kritik der SPÖ, wonach die Wiener Volkspartei Finanzierungsvereinbarungen für die Ordensspitäler mitgetragen habe, weist Korosec zurück. Die Zustimmung diente der existenziellen Absicherung der Ordensspitäler als unverzichtbare Partner der Wiener Gesundheitsversorgung und ist definitiv keine Zustimmung zur Gastpatientenpolitik von Stadtrat Hacker.

Die Wiener Volkspartei fordert daher volle Transparenz bei den patientenfernen Kosten, einen verbindlichen Konsolidierungspfad zur Senkung dieser Kosten und eine faire Direktverrechnung ohne Wiener Kostenaufschlag. Wiens überdurchschnittlich hohe Strukturkosten dürfen jedenfalls nicht auf andere Bundesländer überwälzt werden.

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