• 03.09.2026, 11:54:02
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Fachverband begrüßt Idee des Zukunftsfonds: Wichtiger Impuls für eine langfristig stabile Altersvorsorge

Pensions- und Vorsorgekassen: Kapitalgedeckte Elemente können die staatliche Pension sinnvoll ergänzen – Alterssicherung über alle drei Säulen denken

Wien (OTS) - 

Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen begrüßt den von Bundeskanzler Christian Stocker vorgeschlagenen Zukunftsfonds als positiven Impuls für die Weiterentwicklung der Alterssicherung in Österreich. „Es ist positiv, bei der langfristigen Absicherung unseres Pensionssystems weiter und bewusst breiter zu denken. Die gesetzliche Pension ist und bleibt das Fundament der Alterssicherung. Wir treten aber seit vielen Jahren dafür ein, sie durch kapitalgedeckte Elemente zu ergänzen – nicht zu ersetzen“, so Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Es besteht Handlungsbedarf

Die demografische Entwicklung unterstreicht den Handlungsbedarf: Heute kommen in Österreich rund drei Menschen im Erwerbsalter auf eine Person im Pensionsalter, 2040 werden es laut Statistik Austria nur noch 2,2 sein. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen über 65 von rund 20 auf 26 Prozent.

Internationale Beispiele zeigen, dass eine Kombination aus Umlageverfahren und Kapitaldeckung längst üblich ist. Mehr als zwei Drittel der OECD-Staaten verfügen über öffentliche Pensionsreservefonds. Schweden etwa ergänzt sein staatliches Pensionssystem durch kapitalgedeckte Pufferfonds, die seit 2001 im Durchschnitt rund sechs Prozent jährliche Rendite erzielten.

An der internationalen Wirtschaftsentwicklung partizipieren

„Warum sollten nicht auch die Menschen in Österreich langfristig stärker an der Wertschöpfung der internationalen Wirtschaft partizipieren? Entscheidend sind ein langer Anlagehorizont, breite Diversifikation und professionelles Risikomanagement. Die österreichischen Pensionskassen zeigen seit mehr als 30 Jahren, dass kapitalgedeckte Altersvorsorge professionell und langfristig erfolgreich gemanagt werden kann“, so Andreas Zakostelsky.

Der Fachverband regt daher an – wie im Regierungsprogramm vorgesehen – die Alterssicherungskommission mit einer gesamthaften Betrachtung der Altersvorsorge zu befassen. „Wir sollten erste, zweite und dritte Säule gemeinsam betrachten und prüfen, wie sie sich im Interesse der Menschen bestmöglich ergänzen. Der Vorschlag des Bundeskanzlers ist eine gute Gelegenheit, diese Diskussion ohne ideologische Scheuklappen zu führen“, so Zakostelsky.

Über den Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen
Der Fachverband der Pensions- und Vorsorgekassen ist die gesetzliche Vertretung aller Pensionskassen und Betrieblichen Vorsorgekassen. Insgesamt vertritt der Verband über 5 Millionen Anwartschafts- und Leistungsberechtigte. Die Pensions- und Vorsorgekassen veranlagen über 50 Milliarden Euro und sind damit die größten privaten Pensionszahler in Österreich.

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