- 03.09.2026, 09:38:03
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ÖVP - Hammerer/Ofner: Wiener Linien bestätigen Sicherheitsnotstand bei der U6-Station Gumpendorfer Straße
Alle drei bis vier Tage (!) ein sicherheitsrelevanter Vorfall - Einzige Station mit fixem Sicherheitsstandposten - Jahrelange Warnungen der ÖVP berechtigt
Nach monatelangem Druck der Wiener Volkspartei müssen die Wiener Linien erstmals das wahre Ausmaß der Sicherheitsprobleme rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße offenlegen. Zwischen Jänner 2023 und Mai 2026 wurden dort 365 sicherheitsrelevante Vorfälle dokumentiert, somit über einen Zeitraum von Jahren mehr als zwei Mal (!) pro Woche. Gleichzeitig bestätigen die Wiener Linien, dass die U6 Station Gumpendorfer Straße als einzige U-Bahn Station Wiens über fixe Sicherheitsstandposten verfügt. Seit Mitte 2024 wurden dort rund 2.800 Einsatzstunden geleistet, insgesamt waren es im abgefragten Zeitraum rund 3.400 Stunden.
„Die Antwort der Wiener Linien ist ein Offenbarungseid. Wenn ausgerechnet die U6-Station Gumpendorfer Straße als einzige Station Wiens dauerhaft mit fixen Sicherheitskräften besetzt werden muss, dann ist das der endgültige Beweis dafür, dass sich die Situation rund um den Jedmayer längst zu einem sicherheitspolitischen Ausnahmefall entwickelt hat“, erklären Gerhard Hammerer, Obmann der ÖVP Mariahilf, und Felix Ofner, Obmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.
Offengelegt wurden diese Informationen erst aufgrund einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Zuvor hatte die Stadt Wien die Herausgabe der detaillierten Zahlen mit dem Hinweis verweigert, die Wiener Linien seien ein selbständiger Rechtsträger. „Die Wiener Linien bestätigen damit nicht nur die außergewöhnliche Sicherheitslage, sondern auch, dass unsere jahrelangen Warnungen berechtigt waren. Die Menschen im Grätzel erleben diese Zustände täglich. Transparenz darf nicht erst dann entstehen, wenn die Opposition den Druck erhöht“, betonen Hammerer und Ofner.
Für die beiden Bezirksparteiobleute führen die Zahlen vor allem eines vor Augen: Mehr Sicherheitskräfte und die Schutzzone der Polizei sind wichtige und richtige Maßnahmen, sie können aber nur die Folgen einer verfehlten Wiener Drogenpolitik eindämmen. „Die Polizei und die Mitarbeiter der Wiener Linien leisten hervorragende Arbeit. Trotzdem mussten in nur dreieinhalb Jahren 365 sicherheitsrelevante Vorfälle dokumentiert werden. Das zeigt, dass SP-Stadtrat Peter Hacker und SP-Drogenkoordinator Ewald Lochner die Ursachen des Problems bis heute nicht angegangen sind. Solange sich die Suchthilfe und die damit verbundenen Belastungen auf das Jedmayer und die U6-Station Gumpendorfer Straße konzentrieren, werden Sicherheitskräfte lediglich die Symptome verwalten. Wer das Grätzel wirklich entlasten will, muss diese Konzentration endlich aufbrechen“, so Hammerer und Ofner abschließend.
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