• 02.09.2026, 13:25:02
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Sommerferien zeigen erneut: Alleinerziehende nach wie vor als Familien benachteiligt

Schieflage bei Familienermäßigungen: Die ÖPA verweist auf die Folgen geringerer Teilha-bechancen für Kinder aus Alleinerziehenden-Familien.

Wien (OTS) - 

Und jährlich grüßt das Murmeltier: Vor allem in den langen Sommerferien stoßen viele Alleinerziehende finanziell an ihre Grenzen. Was betroffene Eltern dabei besonders ärgert, ist, dass daher nicht alle gleich von Freizeit- und Urlaubsangeboten profitieren können. Häufig bieten Tourismus-Unternehmen attraktive Angebote für zwei Erwachsene mit 1-2 Kindern an. Eine erwachsene Person mit Kindern bekommt jedoch meist keine Familienermäßigung. Der Wunsch nach gemeinsamer Zeit und gemeinsamen Ferienerlebnissen besteht jedoch in allen Familienformen. Das Ziel muss sein, dass die Angebote für alle leistbar sind.

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) hat sich aufgrund mehrerer empörter Anrufe alleinerziehender Eltern einer Recherche zu diesem Bereich gewidmet. Dabei wurde eines deutlich: Alleinerziehende fühlen sich häufig benachteiligt – das ergab eine Social Media-Umfrage: Knapp 90 Prozent der Alleinerziehenden hat negative Erfahrungen mit Familienermäßigungen gemacht.

Alle Familien sind gleich viel wert

Einzelne Lösungen von Tourismus-Betrieben greifen allerdings zu kurz. Eine gesellschaftliche Neuorientierung ist dringend notwendig: „Wir müssen unseren Blickwinkel auf den Begriff Familie ändern. Familie ist heutzutage sehr vielfältig: Ein-Eltern-Familien, Patchworkfamilien, , usw.. – aber alle Familienformen sind gleich viel wert“, weist Evelyne Martin, Vorsitzende der ÖPA, in dem Zusammenhang hin. Die ÖPA fordert daher eine Familientauglichkeitsprüfung, besonders wenn es um die Einführung neuer Gesetze geht. Deren Auswirkungen sollten von vornherein unterschiedliche Familienformen berücksichtigen - dies soll eine wirkungsorientierte Folgeabschätzung für Alleinerziehende und andere Familienformen sicherstellen.

Kostenfreier Eintritt für Kinder auch im Kulturbereich

Aus Sicht ÖPA muss der Zugang zu Kultur- und Freizeitangeboten für alle Kinder möglich sein“, schlägt Evelyne Martin klar. „Im Idealfall ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos. Dies sichert ihre Teilhabe und bietet einen hohen Mehrwert für unsere gesamte Gesellschaft.“ Dass dies möglich ist, zeigt die Preisgestaltung beispielsweise bei den Österreichischen Bundesmuseen. Doch auch Betriebe berücksichtigen bereits die unterschiedlichen Familienkonstellationen: Die Therme Wien bietet z. B. ein Familienticket für eine erwachsene Person und ein Kind an, weitere Kinder können aber dazugebucht werden. So sollte es in ganz Österreich sein.

Rückfragen & Kontakt

Österreichische Plattform für Alleinerziehende
Doris Pettighofer
Telefon: +43 676 967 09 08
E-Mail: [email protected]

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