• 02.09.2026, 12:44:32
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Grüne Wien/Sequenz, Stark: Schulstart-Aktion „Sicher vor der Schule“ bei 30 Wiener Schulen

Masterplan statt Einzelprojekte: Grüne fordern mehr Tempo für sichere Schulvorplätze.

Wien (OTS) - 

Mit Schulbeginn starten die Wiener Grünen wieder ihre Aktion „Sicher vor der Schule“. Im September sind Grüne Aktivist:innen vor mehr als 30 Schulen in ganz Wien unterwegs, um Eltern für sichere und begrünte Schulvorplätze zu sensibilisieren und über die Situation vor Ort ins Gespräch zu kommen. „Jedes Jahr zum Schulbeginn hören wir dieselben Geschichten: Kinder müssen Tempo-50-Straßen überqueren, unübersichtliche Kreuzungen meistern oder sich zwischen parkenden Autos und Elterntaxis ihren Weg bahnen. Das ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem. Wien setzt zwar einzelne Maßnahmen, arbeitet aber bis heute ohne Plan. Während Paris einen Masterplan verfolgt, fehlt Wien bis heute eine Gesamtstrategie“, sagt Mobilitätssprecher Kilian Stark.

„Kinder haben ein Recht auf einen sicheren Schulweg, egal in welchem Bezirk sie wohnen. Hier hat Wien viel Aufholbedarf. Es braucht endlich einen verbindlichen Masterplan für ganz Wien – mit klaren Zielen, ausreichendem Budget und einem Zeitplan für die Umsetzung“, so Mobilitätssprecherin Heidi Sequenz.

Aktuell haben 219 Wiener Volksschulen keinen autofreien Schulvorplatz. Beim derzeitigen Tempo würde es mehr als 55 Jahre dauern, bis alle Volksschulen entsprechend sicher sind. Gleichzeitig hat sich bei acht der 21 seit 2022 umgestalteten Schulvorplätze die Situation trotz Umbau nicht verbessert. Für die Grünen ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass Wien nicht nur schneller, sondern auch nach klaren Qualitätsstandards planen muss.

Paris zeigt vor, wie's geht

Paris zeigt, dass es anders geht: Bis 2030 sollen dort alle Schulen so weit wie möglich durch dauerhaft verkehrsberuhigte und begrünte Straßen vor Schulen sicherer, lebenswerter und grüner gemacht werden. Dahinter steht ein langfristiger Masterplan, der Verkehrssicherheit, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität gemeinsam denkt – genau eine solche Gesamtstrategie fehlt Wien bis heute.

„Besonders bei den Schulstraßen sieht man, warum Wien so langsam vorankommt: Die Umsetzung ist unnötig kompliziert und verlangt Schulen und Eltern enormes Engagement ab. Was wir brauchen, ist ein einfaches, stadtweites Programm statt Einzelprojekte. Sichere und begrünte Schulvorplätze müssen in ganz Wien zum Standard werden“, so Stark und Sequenz. Derzeit braucht es gleichzeitig den Elternverein, die Schulen und den Bezirk, die zustimmen müssen. Zusätzlich braucht es jeden einzelnen Schultag einen Elternteil, der die Verkehrsberuhigung auch beaufsichtigt.

Im Rahmen ihrer Aktion informieren die Grünen über ihre Forderungen nach sicheren und begrünten Schulvorplätzen, sammeln Hinweise auf Problemstellen und unterstützen Eltern dabei, sich für Verbesserungen vor ihrer Schule einzusetzen. Die Ergebnisse sollen in weitere politische Initiativen einfließen.

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