- 02.09.2026, 09:30:38
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Drei Viertel der Österreicher:innen sorgen sich um die Folgen des Klimawandels - zugleich halten 10 % Klimawandel für nicht existent
Der Sommer 2026 geht in Österreich als einer der heißesten und trockensten der Messgeschichte zu Ende: Temperaturrekorde jenseits der 40-Grad-Marke, ausgetrocknete Böden und die stärkste Dürre im Osten des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen haben die vergangenen Wochen geprägt. Dennoch ist jede:r sechste Österreicher:in nicht vom Klimawandel überzeugt: 10 Prozent halten ihn für nicht existent, weitere sechs Prozent sind in dieser Frage unentschieden. Das zeigt das EY Klimaschutz Barometer 2026, für das 1.000 Personen zwischen 16 und 79 Jahren mitten in der Hitzeperiode (12. bis 19. August 2026) von Triple M befragt wurden.
Bei der großen Mehrheit bleibt die Sorge vor den Folgen des Klimawandels hoch. 73 Prozent jener Befragten, die den Klimawandel für real halten, machen sich sehr oder eher große Sorgen über dessen Folgen für Österreich – bei Frauen (77 %), 16- bis 29-Jährigen (80 %), Wiener:innen (78 %) und Befragten mit Matura (80 %) sogar überdurchschnittlich stark. Fast acht von zehn Personen dieser Gruppe (79 %) rechnen damit, dass die Auswirkungen des Klimawandels Österreich in den kommenden zehn Jahren stark oder sehr stark treffen werden- den Frauen sind es sogar 82 Prozent. Nur ein Prozent der Befragten sagt aus, dass der Klimawandel keine starken Auswirkungen auf Österreich haben wird.
Trotz dieser hohen Besorgnis rangiert Klima- und Umweltschutz im Vergleich zu anderen politischen Herausforderungen auf Platz 5 der wichtigsten Themen. Nicht einmal ein Drittel (28 %) der Befragten zählt das Thema zu den drei wichtigsten politischen Anliegen. Deutlich häufiger werden die Bekämpfung von Teuerung und Inflation (51 Prozent), der Ausbau des Gesundheits- und Pflegesystems (43 Prozent), die Reduktion von Zuwanderung (40 Prozent) sowie leistbares Wohnen (33 Prozent) genannt.
„Dass Klimaschutz im Themenranking hinter Teuerung, Gesundheit und Wohnen liegt, bedeutet nicht, dass er den Menschen weniger wichtig wäre. Vielmehr zeigt sich ein klassisches Muster: Akute Kostensorgen drängen sich vor ein Thema, dessen Folgen viele erst mittelfristig im eigenen Alltag spüren. Die hohe Zustimmung zu mehr politischem Engagement zeigt, dass die Erwartungshaltung an eine konsequente Klimapolitik ungebrochen ist“, so Willibald Kaltenbrunner, Partner bei EY denkstatt.
Alle Studienergebnisse sowie den Studienreport können Sie hier einsehen.
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