- 02.09.2026, 08:03:02
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- OTS0010
Diskriminierende Rektorenbesetzung an der PH NÖ durch BM Wiederkehr
Bestgereihte Kandidatin wird zugunsten eines Lehrergewerkschafters übergangen.
Die Bestellung des neuen Rektors an der PH NÖ hat ein juristisches Nachspiel. Minister Wiederkehr bestellte den Christgewerkschafter Langensteiner, den erklärten Wunschkandidaten des Dienststellenausschusses für Lehrende. Die bisherige Vizerektorin Edda Polz, die vom Hochschulrat einstimmig und deutlich als Erstgereihte im Bewerbungsverfahren qualifiziert worden war, wurde vom Minister kommentarlos übergangen.
Dagegen erhob Polz jetzt Beschwerde an die Gleichbehandlungskommission — wegen geschlechtlicher und weltanschaulicher Diskriminierung.
Polz dazu: “Es handelt sich um eine parteipolitische Besetzung des Ministers, die der Gewerkschaft und nicht dem Hochschulrat folgt. Wissenschaftliche Qualifikation und langjährige Führungsarbeit in der tertiären Bildung sowie mein Einsatz an der PH NÖ sind offenbar egal. Geschlecht und Parteipolitik wiegen beim NEOS-Minister offenkundig schwer.”
Rechtsanwalt Konlechner, der Polz vertritt: “Der Minister muss nach dem Hochschulgesetz seine Entscheidung nicht begründen — praktisch, wenn man unsachliche Gründe hat. Aber vor der Gleichbehandlungskommission muss er Farbe bekennen. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidung die Kommission treffen wird — diese wird jedenfalls eine sachliche Begründung haben.”
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