- 01.09.2026, 17:21:02
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Bauernbund zu Renaturierung: FPÖ-Landesräte fordern Übererfüllung
Weisl: „Während Bundesminister Norbert Totschnig die Renaturierung mit Augenmaß und Hausverstand umsetzt, wollen FPÖ-Naturschutz-Landesräte Flächen ohne Maß und Ziel einmelden.“
Mit Verwunderung reagiert der Österreichische Bauernbund auf die widersprüchlichen Wortmeldungen der FPÖ zum österreichischen Wiederherstellungsplan. Während sich FPÖ-Vertreter auf Bundesebene als Kritiker der Renaturierung inszenieren, wollen die eigenen FPÖ-Naturschutz-Landesräte mehr Flächen als notwendig einmelden und drohen damit, der heimischen Landwirtschaft massiven Schaden zuzufügen und die Umsetzung für Österreich massiv zu verteuern.
„Anstatt unnötige Aussendungen zu produzieren, sollte sich die FPÖ lieber um ihre wildgewordenen Naturschutz-Landesräte kümmern. Wer mehr als notwendig einmelden will, handelt gegen die Interessen der Bäuerinnen und Bauern und gefährdet die landwirtschaftliche Bewirtschaftung“, stellt Bauernbund-Direktorin Mag. Corinna Weisl klar.
Totschnig schützt Bauern vor unnötigen Belastungen
Besonders irritierend ist, dass die FPÖ einerseits die Kostenfrage aufwirft, andererseits aber jede konstruktive Lösung verweigert. Gleichzeitig liegt weiterhin kein gemeinsam von allen Bundesländern getragener Vorschlag vor, um das Kapitel Naturschutz zu befüllen – gerade aufgrund vieler noch offener Fragen, etwa zu den betroffenen Flächen und den Auswirkungen für diese. Diese heiklen Fragen zu klären, braucht Zeit und keine parteipolitisch inszenierte Hauruck-Aktion.
Die Land- und Forstwirtschaft braucht keine politischen Schlagzeilen, sondern Planungssicherheit. Genau deshalb setzt sich Bundesminister Norbert Totschnig dafür ein, dass bestehende Leistungen der Bäuerinnen und Bauern, der Waldbesitzer und der Wasserwirtschaft anerkannt werden, dass keine einzige zusätzliche verpflichtende Maßnahme im Planentwurf enthalten ist und dass zusätzliche Maßnahmen nur bei gesicherter Finanzierung überhaupt diskutiert werden.
„Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig stellt sich schützend vor unsere Bäuerinnen und Bauern und sorgt dafür, dass unnötige Belastungen von den Betrieben ferngehalten werden. Er setzt auf Freiwilligkeit und die Anerkennung bestehender Leistungen, anstatt die Landwirtschaft am Altar der Renaturierung zu opfern, wie es die FPÖ-Naturschutz-Landesräte mit ihren überzogenen Flächenmeldungen offenbar vorhaben“, betont Weisl.
Bestehende Leistungen vollständig berücksichtigen
Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten seit Generationen einen wesentlichen Beitrag für Artenvielfalt, Boden- und Wasserschutz sowie die Pflege der heimischen Kulturlandschaft. Diese Leistungen müssen vollständig berücksichtigt werden. Zusätzliche Flächenmeldungen, die über das tatsächlich notwendige Ausmaß hinausgehen, lehnt der Bauernbund entschieden ab.
„Die FPÖ-Naturschutz-Landesräte wollen deutlich mehr Flächen zur Renaturierung einmelden, als notwendig sind und damit die Renaturierung auf dem Rücken der Bäuerinnen und Bauern umsetzen. Das wird es mit uns nicht geben“, so Weisl abschließend.
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Martin Grob, MA
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