- 01.09.2026, 11:15:32
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GÖD-Polizeigewerkschaft fordert sachlichen und ergebnisoffenen Prozess bei Dienstzeitreform
Polizeigewerkschaft und Personalvertretung sind nicht für die Verunsicherung der Kolleg:innen im Zusammenhang mit der Dienstzeitreform neu des Innenministeriums verantwortlich.
Die Berichterstattung und die Öffentlichkeitsarbeit des Innenministeriums zum Thema Dienstzeitmanagement neu lösen beim Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Martin Heinzl Verärgerung aus: „Bei der Umsetzung des Dienstzeitmanagements neu handelt es sich ganz einfach um eine strikte Sparmaßnahme, die man den Kolleginnen und Kollegen auch noch als Reform zu ihrem Vorteil verkaufen will. Die vom Innenminister und seinen Führungskräften behaupteten Verbesserungen für die Belegschaft sind für uns nicht erkennbar, weil es sie schlichtweg nicht gibt. Offensichtlich ist jedoch für alle Betroffenen, dass man sich damit auf dem Rücken der Polizistinnen und Polizisten viel Geld ersparen will. Diese Vorgehensweise sorgt natürlich für großen Unmut und Ärger in der Kollegenschaft. Daran trägt aber weder die Polizeigewerkschaft noch die Personalvertretung Schuld, wie dies dennoch bereits mehrmals von Führungskräften des BMI behauptet wurde. Solche Vorwürfe sind inakzeptabel und aufs Schärfste zurückzuweisen. Wir werden uns dadurch auch nicht davon abbringen lassen, das Projekt weiter kritisch zu verfolgen und die Unzulänglichkeiten des neuen Systems aufzuzeigen.“
„Unsere Einwände und Bedenken zum neuen Dienstzeitsystem spiegeln lediglich die Ängste und Befürchtungen unserer Polizistinnen und Polizisten wider, weil diese Reform maßgebliche Einschnitte für das Privatleben und die finanzielle Situation bringen wird, auch wenn man dies seitens des Innenministeriums anders darzustellen versucht“, führt der Vorsitzende Martin Heinzl weiter aus.
„Die mediale Ankündigung des Bundesministers einen Tag vor dem Start des Probebetriebes am 1. September, dass das neue Dienstzeitsystem mit 1. April 2027 auf ganz Österreich ausgerollt werden soll, ohne noch die Ergebnisse aus dem Probebetrieb zu kennen, bestätigt unsere Befürchtung, dass man diese Reform um jeden Preis durchboxen und nicht auf aussagekräftige Erkenntnisse aus dem Probebetrieb warten will“, stellt Martin Heinzl klar.
„Auch der Umstand, dass wir den nunmehr offenbar festgelegten Umsetzungstermin aus den Medien erfahren müssen, zeugt von einer eigenen Qualität des Umgangs im Zusammenhang mit dieser Reform. Man wird aber auch darüber noch mit uns zu verhandeln haben“, schließt der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft.
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