- 01.09.2026, 09:57:32
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AMS Wien: Betriebe bilden immer weniger Lehrlinge aus
AMS Wien-Chef Göschl: „Unternehmen, die nicht ausbilden, lassen viel Potenzial liegen“ – Das AMS Wien hilft Jugendlichen mit der Überbetrieblichen Lehrausbildung
Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten Personen ist im August 2026 im Jahresvergleich um 0,7 Prozent auf 124.728 angestiegen, die der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung um 0,8 Prozent auf 28.307 zurückgegangen. Die Summe beider Gruppen ist um damit um 1 Prozent kleiner geworden.
Die Zahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung sind, ist um 4,1 Prozent gestiegen, die der unter 25-Jährigen um 5,7 Prozent gesunken.
Derzeit sind in Wien 5.440 Menschen lehrstellensuchend vorgemerkt, das sind ein Plus von 3,1 Prozent. Dem stehen 496 offene Lehrstellen gegenüber, um 37,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.
„Für junge Menschen ist es schwer geworden, eine Lehrstelle auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu finden“, sagt AMS-Wien-Chef Winfried Göschl. „Hier lassen die Wiener Unternehmen leider auch sehr viel Potenzial liegen: Denn die Ausbildung im eigenen Betrieb ist der nachhaltigste Weg, um sich gegen den Fachkräftemangel zu wappnen.“
Die Jugendlichen, bei denen die Lehrstellensuche nicht klappt, lässt das AMS Wien nicht allein, versichert Göschl: „In der Überbetrieblichen Lehrausbildung bieten wir Ausbildungen in alle Richtungen, von holz- und metallverarbeitenden Berufen über die Gastronomie bis hin zu Spezialisierungen wie Fahrradmechatronik.“
Sollen sich junge Menschen trotz der Schwierigkeiten für eine Lehrausbildung entscheiden? „Ja, unbedingt“, versichert der AMS-Wien-Chef: „Wer nur die Pflichtschule abgeschlossen hat, hat ein dreimal so hohes Arbeitslosigkeits-Risiko wie jemand mit Lehrabschluss.“
Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit im Bau im Jahresvergleich um 4,2 Prozent gesunken. In der Hotellerie und Gastronomie ist sie um 0,2 Prozent gestiegen, in der Warenproduktion um 4,5 Prozent und im Einzelhandel um 5 Prozent.
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