• 01.09.2026, 07:33:02
  • /
  • OTS0007

ÖAMTC: 81 Menschen starben im Sommer 2026 auf Österreichs Straßen

73 Prozent aller tödlich Verunglückten waren Pkw-Insass:innen oder Motorradfahrende

Wien (OTS) - 

Die Sommermonate zählen traditionell zur unfallträchtigsten Zeit des Jahres. Auch heuer forderten die Monate Juli und August einen hohen Tribut auf Österreichs Straßen: Insgesamt kamen 81 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Besonders tragisch verlief die Woche von 27. Juli bis 2. August, in der allein 16 Menschen tödlich verunglückten. "Trotz langer Hitzephasen liegt die Zahl der Verkehrstoten im heurigen Sommer zehn Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das ist zwar eine positive Tendenz, dennoch ist jeder einzelne Todesfall im Straßenverkehr einer zu viel", betont ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.

Die vorläufigen Daten des BMI zeigen für den Zeitraum von 1. Jänner bis 31. August insgesamt 242 Verkehrstote. Das entspricht einem Rückgang von elf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Heuer bereits 59 tödlich verunglückte Biker – 29 davon allein im Sommer

Mit bislang 59 tödlich verunglückten Motorradfahrenden, davon 29 allein im Juli und August, bleibt die Zahl der Opfer auch heuer hoch. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen nicht angepasste Geschwindigkeit, Unachtsamkeit und Ablenkung sowie riskante Überholmanöver. Beinahe jeder zweite tödliche Motorradunfall war ein Alleinunfall infolge eines Fahrfehlers. Zusätzlich können Straßenschäden oder Verschmutzungen wie Kies, Laub oder ausgelaufene Betriebsstoffe rasch zum Kontrollverlust führen.

"Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, ist für Motorradfahrende laut Verkehrssicherheitsstrategie des BMIMI rund 30-mal höher als für Pkw-Insass:innen. Gleichzeitig fehlt vielen Biker:innen die regelmäßige Fahrpraxis. Wer nur selten fährt, reagiert in kritischen Situationen oft zu spät oder schätzt Gefahren falsch ein. Regelmäßige Fahrtrainings und eine defensive Fahrweise sind daher besonders wichtig", so Nosé.

Zahl getöteter Pkw-Insass:innen leicht rückläufig

30 der im Sommer tödlich Verunglückten saßen in einem Auto. Drei Viertel der tödlichen Pkw-Unfälle waren Alleinunfälle oder Frontalkollisionen. "Dabei waren Unachtsamkeit und Ablenkung sowie nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigsten Hauptunfallursachen", erklärt Nosé.

Um solche Unfälle zu vermeiden, braucht es neben einer sicheren Infrastruktur und moderner Fahrzeugtechnik vor allem ein stärkeres Sicherheitsbewusstsein bei den Lenker:innen. "Volle Aufmerksamkeit, eine den Bedingungen angepasste Geschwindigkeit und der Verzicht auf riskante Fahrmanöver oder fahrfremde Tätigkeiten sind wesentliche Voraussetzungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr", so Nosé.

Zahl der Verkehrstoten nach wie vor zu hoch

Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr bleibt die Zahl der Verkehrstoten deutlich über dem angestrebten Niveau. Die Verkehrssicherheitsstrategie des BMIMI sieht bis 2030 – auf Basis der Jahre 2017 bis 2019 – eine Halbierung der Zahl der Verkehrstoten auf 207 vor. Dieser Wert wurde heuer bereits im August überschritten.

Der Mobilitätsclub appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer:innen, besonders aufmerksam und vorausschauend unterwegs zu sein. Mit dem bevorstehenden Herbst steigen die Risiken zusätzlich: Wildwechsel, Nebel, tiefstehende Sonne oder durch Laub rutschige Fahrbahnen können rasch zu gefährlichen Situationen führen. Gleichzeitig erschwert die früher einsetzende Dunkelheit die Wahrnehmung von Fußgänger:innen und Radfahrenden. Wer seine Fahrweise an die jeweiligen Bedingungen anpasst, kann wesentlich dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.

Verkehrstote im Juli und August 2016 bis 2020 (nach Bundesland)

              2016    2017    2018    2019    2020
Burgenland 8 5 0 8 5
Kärnten 10 6 1 6 10
NÖ 27 16 16 27 16
OÖ 19 24 18 17 15
Salzburg 5 13 8 8 5
Steiermark 15 13 15 18 6
Tirol 13 10 15 5 7
Vorarlberg 2 2 3 1 5
Wien 2 6 2 3 3
Gesamt 101 95 78 93 72

Verkehrstote im Juli und August 2021 bis 2026 (nach Bundesland)

              2021    2022    2023    2024    2025    2026
Burgenland 4 4 7 8 5 4
Kärnten 10 4 7 8 18 5
NÖ 21 22 21 23 23 14
OÖ 14 18 20 23 20 18
Salzburg 4 8 4 4 6 7
Steiermark 13 18 24 17 15 22
Tirol 7 9 8 9 11 7
Vorarlberg 2 3 0 1 3 3
Wien 4 3 1 5 1 1
Gesamt 79 89 92 98 102 81

Quelle: Statistik Austria; BMI; ÖAMTC

Rückfragen & Kontakt

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +43 1 71199-21218
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oeamtc.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel