• 31.08.2026, 10:54:02
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ORF-Premiere „Gift in unserem Alltag – Die Plage der PFAS“

Doku über „Ewigkeitschemikalien“ als globales Umwelt- und Gesundheitsrisiko am 2. September in ORF 1 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Sie sind krebserregend, stören das Hormonsystem und bleiben für Jahrhunderte in Böden und Gewässern: Um „Gift in unserem Alltag“ und „Die Plage der PFAS“, der so genannten „Ewigkeitschemikalien“ in beschichteten Pfannen, Outdoor-Kleidung und Feuerlöschschaum, dreht sich alles am Mittwoch, dem 2. September 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON in der gleichnamigen Doku (Regie: Stenka Quillet und Quentin Noirfalisse). Per- and Polyfluoroalkyl Substances, kurz PFAS, die einst als technischer Fortschritt gefeiert wurden, gelten als eine der größten Umwelt- und Gesundheitsbedrohungen der heutigen Zeit. Der Film begleitet Betroffene und Forschende sowie Aktivistinnen und Aktivisten im Kampf gegen eine unsichtbare Verseuchung. Von Hafturteilen in Italien bis zu Werksschließungen in Frankreich – die Skandale erschüttern die Chemieindustrie. Neue Gesetze und Forschungsergebnisse geben zwar Hoffnung, doch die unbequeme Wahrheit bleibt: PFAS verschwinden nie. In der anschließenden Doku „Aufgeblasen und verwässert – der Schmäh mit den Füllstoffen“ (21.45 Uhr, ORF 1 und ORF ON) werden Betriebsgeheimnisse der Lebensmittelindustrie aufgedeckt.

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In Italien wurden 2025 mehrere Manager eines PFAS-Zulieferers in einem aufsehenerregenden Prozess zu langen Haftstrafen verurteilt. Im südfranzösischen Salindres schloss der Chemiekonzern Solvay offiziell aus wirtschaftlichen Gründen sein Werk – doch Anwohner:innen und ehemalige Mitarbeiter:innen berichten von massiver Boden- und Grundwasserverschmutzung. In Baden-Württemberg hat die Stadt Rastatt die Wasserpreise erhöht, um teure Reinigungsverfahren zu finanzieren, und überwacht die Landwirtschaft streng, um weitere Kontaminationen zu verhindern.

Während in den USA seit Jahrzehnten juristisch gegen PFAS-Hersteller vorgegangen wird, hinkt Europa hinterher. Doch Bürgerinitiativen, kommunale Maßnahmen und neue Forschungsergebnisse erhöhen den Druck auf Politik und Industrie. Erste gesetzliche Schritte und strafrechtliche Konsequenzen lassen hoffen, dass besonders problematische PFAS bald verboten werden. Doch selbst wenn die Produktion gestoppt wird: Die bereits freigesetzten Chemikalien belasten Böden, Gewässer und Lebewesen noch für Jahrhunderte.

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