• 29.08.2026, 13:54:02
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IV: Höheres gesetzliches Antrittsalter effektivster Hebel für nachhaltiges Pensionssystem

Anhebung des Frauen-Antrittsalters zeigt Wirkung – Anhebung des IESG-Beitrags abzulehnen

Wien (OTS) - 

Die Industriellenvereinigung (IV) spricht sich angesichts der Aussagen von ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian neuerlich für die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters aus. „Gerade die laufende Anhebung des Frauen-Pensionsantrittsalters zeigt, dass der gesetzliche Rahmen unmittelbar auf das faktische Antrittsalter wirkt“, erklärt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Dass der Arbeitsmarkt ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter trägt, zeigt auch die Anhebung des gesetzlichen Frauen-Pensionsantrittsalters: Von Juni 2023 bis Juni 2026 hat sich die Zahl der beschäftigten Frauen zwischen 60 und 64 Jahren um über 52.000 erhöht – eine Entwicklung, die angesichts der demografischen Herausforderungen und des Arbeitskräftemangels auch notwendig ist. Dass ein Drittel der Frauen aus der Arbeitslosigkeit in Pension gehen würde, ist schlicht falsch: 2026 traten 73,3 Prozent der Frauen ihre Pension aus einer Beschäftigung heraus an, nur 7,6 Prozent aus Arbeitslosigkeit.

Die Forderung nach Anhebung des Arbeitgeber-Beitrags für den Insolvenzentgeltfonds lehnt die IV ab: „Statt den Faktor Arbeit weiter zu belasten, braucht es Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts, die Unternehmensinsolvenzen reduzieren und damit auch den Druck auf den Insolvenz-Entgelt-Fonds nachhaltig senken – bei gleichzeitig effizienter und zielgerichteter Ausgestaltung des Fonds“, so Neumayer.

Österreichs Industrie leidet nach wie vor, neben den volatilen geopolitischen Rahmenbedingungen, unter einer weiterhin schwachen Erholungsdynamik, was vor allem auf binnenmarktinterne Faktoren zurückzuführen ist: Höhere Finanzierungskosten bremsen die Investitionstätigkeit, übermäßige Regulierung belastet die kostenseitige Wettbewerbsfähigkeit, und mangelnde strukturelle Reformbereitschaft bremst die Chancenwahrnehmung hierzulande, nicht zuletzt in der Verteidigungsindustrie.

„Wir dürfen die Chancen in der Sicherheitsindustrie nicht weiter liegen lassen: Österreichische Unternehmen können aufgrund rechtlicher Hürden hier nur bedingt partizipieren. Zum anderen brauchen wir Investitionsanreize, wie beispielsweise Superabschreibungen. In beiden Fällen braucht es den politischen Umsetzungswillen“, appelliert Neumayer abschließend.

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