• 29.08.2026, 09:00:32
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FPÖ - Niegl: Wohnungsvergabe Neu darf nicht zur digitalen Hürde für Wiener werden

Wohnbausprecher Michael Niegl kritisiert komplexes Vergabesystem und fordert echte Unterstützung für ältere und weniger internetaffine Menschen

Wien (OTS) - 

„Was die Stadt als Vereinfachung verkauft, wird für viele Wienerinnen und Wiener zur zusätzlichen bürokratischen Hürde. Wer eine Gemeindewohnung braucht, darf nicht zuerst einen digitalen Hindernislauf absolvieren müssen“, kritisiert FPÖ-Wohnbausprecher und Wohnombudsmann Michael Niegl die neue Wohnungsvergabe.

Gerade ältere Menschen, Personen ohne ausreichende digitale Kenntnisse oder Menschen, die mit dem Hochladen zahlreicher Dokumente überfordert sind, würden mit dem neuen System vor erhebliche Probleme gestellt. „Wenn jemand beim Wohnservice um Hilfe bittet und sinngemäß auf den Enkel oder einen jüngeren Nachbarn verwiesen wird, dann läuft etwas gewaltig schief. Die Stadt hat dafür zu sorgen, dass jeder Zugang zu einer Gemeindewohnung hat – unabhängig davon, wie internetaffin er ist“, so Niegl.

Besonders kritisch sieht der FPÖ-Wohnbausprecher die zunehmende Bürokratisierung der Wohnungsvergabe. „Aus einem einfachen Anliegen – ich brauche eine leistbare Gemeindewohnung – wird ein komplexes Punktesystem mit Registrierung, digitalen Zugangsdaten und dem Hochladen von Unterlagen. Das mag am Schreibtisch modern wirken, geht aber an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei.“

Auch die bisherige Möglichkeit der Direktvergabe müsse kritisch hinterfragt werden. „Die Wienerinnen und Wiener brauchen keine immer komplizierteren Systeme, sondern nachvollziehbare und faire Regeln. Wer jahrelang in Wien lebt, arbeitet und seinen Beitrag leistet, muss darauf vertrauen können, dass er bei der Vergabe einer Gemeindewohnung nicht im bürokratischen Dickicht verloren geht.“

Niegl fordert daher von der Stadt Wien eine umfassende persönliche Unterstützung, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkten digitalen Kenntnissen. „Es reicht nicht, irgendwo eine Telefonnummer und ein Büro anzubieten. Die Stadt muss aktiv sicherstellen, dass niemand aufgrund fehlender digitaler Fähigkeiten aus dem System fällt.“

„Eine Wohnungsvergabe ist kein Computerspiel. Hinter jedem Antrag stehen Menschen und oft existenzielle Wohnprobleme. Wenn das neue System tatsächlich fairer und transparenter sein soll, dann muss es vor allem eines sein: verständlich, niederschwellig und für alle Wiener zugänglich“, so Niegl abschließend.

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